ROAS berechnen: Formel, Beispiele & Benchmarks 2026

Illustration zur ROAS-Berechnung mit Divisionssymbol, Balkendiagrammen und Euro-Symbol als Ergebnis-Indikator

Inhaltsverzeichnis

ROAS berechnen bedeutet, den Return on Ad Spend zu ermitteln: Werbeumsatz ÷ Werbekosten. Ein ROAS von 4 zeigt, dass du für jeden investierten Euro 4 Euro Umsatz erzielst. Für E-Commerce gilt ein ROAS von 4 (400 %) als grober Richtwert – ob deine Kampagne wirklich profitabel ist, hängt jedoch von deiner individuellen Gewinnmarge ab.

Du schaltest Anzeigen, gibst Geld aus – aber weißt du wirklich, was dabei rauskommt? Wer ROAS berechnen kann, hört auf zu raten. Stattdessen siehst du schwarz auf weiß, welche Kampagne sich trägt und welche dein Budget verbrennt. Dieser Artikel erklärt die Formel, zeigt ein konkretes Rechenbeispiel und liefert Benchmarks für Google Ads und Meta Ads – damit du morgen fundierte Entscheidungen triffst, nicht übermorgen.

Was bedeutet ROAS berechnen – und warum ist es wichtig?

ROASReturn on Ad Spend

Kennzahl zur Messung der Werbeeffizienz: Werbeumsatz ÷ Werbekosten. Zeigt, wie viel Euro Umsatz pro investiertem Werbe-Euro generiert wird.

Um ROAS berechnen zu können, musst du zunächst verstehen, was dahintersteckt: ROAS steht für Return on Ad Spend – also den Umsatz, den du je ausgegebenem Euro Werbebudget erzielst. Die Kennzahl zeigt dir, ob deine Werbeausgaben Früchte tragen, bevor du tiefer in Conversion-Rates oder Klickpreise eintauchst.

Konkret bedeutet das: Du teilst den Werbeumsatz durch deine Werbekosten. Das Ergebnis ist eine Verhältniszahl – oder, multipliziert mit 100, ein Prozentwert. Beide Darstellungen sind gebräuchlich, daher ist es wichtig, immer anzugeben, welche du meinst.

Wer die Grundlagen des SEA Marketings kennt, weiß: Ohne eine verlässliche Steuerungskennzahl schaltest du Anzeigen im Blindflug. ROAS schließt diese Lücke – zumindest auf Umsatzebene.

ROAS vs. ROI: Der entscheidende Unterschied

ROAS und ROI (Return on Investment) klingen ähnlich, messen jedoch Verschiedenes. ROAS setzt Werbeumsatz ins Verhältnis zu Werbekosten – ohne Produktkosten, Versand oder sonstige Ausgaben. ROI hingegen berücksichtigt alle Kosten und zeigt den echten Gewinn.

Daraus folgt: Ein hoher ROAS kann trotzdem zu einem negativen ROI führen, wenn die Gewinnmarge sehr niedrig ist. Deshalb ist ROAS eine Performance-Kennzahl, kein vollständiges Rentabilitätsmaß. Wer Return on Ad Spend berechnen will, sollte ROAS daher immer zusammen mit der Marge lesen.

Wann du ROAS als Steuerungskennzahl nutzen solltest

ROAS eignet sich besonders gut, um einzelne Kampagnen, Anzeigengruppen oder Kanäle direkt miteinander zu vergleichen. Außerdem hilft er dabei, Budgets schnell umzuschichten: Kanal A liefert ROAS 7, Kanal B nur ROAS 2 – die Entscheidung liegt auf der Hand.

Weniger geeignet ist ROAS als alleinige Kennzahl, wenn Retouren hoch sind oder wenn Markenbekanntheit ein Ziel ist. In diesen Fällen ergänzt du ROAS sinnvollerweise um den Break-Even-ROAS und den echten ROI.

ROAS berechnen: Formel, Schritt für Schritt erklärt

ROAS
ROAS=WerbeumsatzWerbekosten

So wendest du die ROAS Formel an – in vier Schritten:

  1. Werbeumsatz ermitteln: Addiere alle Einnahmen, die direkt aus deiner Werbekampagne stammen – in Google Ads ist das der Wert unter „Conv. value”.
  2. Werbekosten ablesen: Notiere die gesamten Ausgaben für die Kampagne im selben Zeitraum – also den tatsächlichen Adspend, ohne Agenturkosten.
  3. Dividieren: Teile den Werbeumsatz durch die Werbekosten. Das Ergebnis ist dein ROAS als Faktor.
  4. Optional in Prozent umrechnen: Multipliziere den Faktor mit 100, um den prozentualen ROAS zu erhalten – nützlich für Berichte und Präsentationen.

ROAS als Faktor vs. ROAS in Prozent

ROAS als Faktor (z. B. 6) und ROAS in Prozent (z. B. 600 %) beschreiben dasselbe Ergebnis. Viele Tools wie der Omni Calculator ROAS Rechner oder der Skyscraper Marketing ROAS-Rechner geben beide Varianten aus. Welche du nutzt, ist Geschmackssache – entscheidend ist, dass du im Team einheitlich kommunizierst.

In Google Ads siehst du den Wert als „Conv. value / cost”, was dem ROAS-Faktor entspricht. Meta Ads zeigt ihn als „Purchase ROAS”, ebenfalls als Faktor. Wer Werbeumsatz zu Werbekosten berechnen will, findet den Wert also direkt in der Plattform-Oberfläche.

Rechenbeispiel mit konkreten Euro-Beträgen

Ein Online-Shop gibt 500 € für Google Ads aus und erzielt daraus 3.000 € Umsatz. Daraus ergibt sich: 3.000 ÷ 500 = ROAS 6 (600 %). Für jeden investierten Euro kommen also 6 Euro Umsatz zurück.

Klingt gut – aber ist es das auch? Das hängt von der Marge ab. Bei 20 % Gewinnmarge bleibt nach Produktkosten und Versand netto nur 600 € Gewinn übrig. Davon gehen noch 500 € Werbekosten ab – Ergebnis: 100 € Nettogewinn. Deshalb reicht ROAS allein nicht aus, um Rentabilität zu beurteilen.

Break-Even-ROAS berechnen: Ab wann läuft deine Kampagne profitabel?

Break-Even-ROAS
BEROAS=1Gewinnmarge

Der Break-Even-ROAS (kurz: BEROAS) ist der Mindest-ROAS, bei dem deine Kampagne weder Gewinn noch Verlust macht. Alles darunter bedeutet: Du verlierst Geld. Alles darüber: Du verdienst an der Werbung.

Die Formel lautet: Break-Even-ROAS = 1 ÷ Gewinnmarge. Bei einer Gewinnmarge von 50 % ergibt sich ein BEROAS von 2. Das bedeutet: Deine Kampagne muss mindestens ROAS 2 erreichen, damit du die Werbekosten hereinholst.

Break-Even-ROAS-Formel: 1 ÷ Gewinnmarge

Nehmen wir ein konkretes Beispiel: Ein Produkt hat eine Gewinnmarge von 30 %. Dann gilt: 1 ÷ 0,30 = BEROAS 3,33. Eine Kampagne mit ROAS 3 läuft damit noch im Verlust – obwohl der Wert auf den ersten Blick solide wirkt.

Daher ist es wichtig, den BEROAS vor dem Kampagnenstart zu kennen. Er gibt dir deinen Mindest-Zielwert vor. Wer den Adobe-Leitfaden zum ROAS berechnen kennt, findet dort ähnliche Empfehlungen: ROAS immer im Kontext der Marge interpretieren, nicht isoliert.

Retouren und Nettoumsatz richtig einbeziehen

Ein häufiger Fehler: Als Werbeumsatz wird der Bruttoumsatz angesetzt – also bevor Retouren abgezogen werden. Das verfälscht den ROAS nach oben. Realistischer ist der Nettoumsatz nach Rückgaben.

Wer beispielsweise 3.000 € Bruttoumsatz erzielt, aber 600 € davon durch Retouren verliert, hat einen realen Werbeumsatz von 2.400 €. Daraus ergibt sich bei 500 € Werbekosten ein ROAS von 4,8 – statt der ursprünglichen 6. Dieser Unterschied ist für die Kampagnensteuerung erheblich.

Was ist ein guter ROAS? Benchmarks nach Kanal und Branche

Kanal / Branche Typischer ROAS Hinweis
Google Ads E-Commerce (Mode) 4 Richtwert bei ~25 % Marge
Google Ads B2B-Lead-Gen 3,5 Längerer Sales Cycle, höhere Margen
Meta Ads E-Commerce (Elektronik) 3,2 Niedrigere Margen, häufige Retouren
Meta Ads Lokale Services 5,5 Hohe Margen, direkter Abschluss
Amazon Ads (Sponsored Products) 4,5 Plattform-Gebühren einrechnen

Ein allgemeingültiger „guter ROAS” existiert nicht – er hängt von Kanal, Branche und vor allem deiner Marge ab. Diese Richtwerte geben dir jedoch eine erste Orientierung:

ROAS-Richtwerte für Google Ads und Meta Ads

Für Google Ads gilt ein ROAS von 4 in vielen E-Commerce-Branchen als grober Richtwert. Das bedeutet: Für jeden investierten Euro erzielst du 4 Euro Umsatz. Meta Ads liegen typischerweise etwas niedriger, weil du dort oft Nutzer erreichst, die noch nicht aktiv suchen – der Funnel ist länger.

Beide Plattformen bieten außerdem automatische Gebotsstrategien auf Basis des ROAS: Google Ads Ziel-ROAS (Target ROAS) und Meta Ads mit Purchase ROAS als Optimierungsziel. Diese Smart-Bidding-Strategien benötigen jedoch ausreichend Conversion-Daten – mindestens 30–50 Conversions pro Monat gelten als Faustformel.

Warum der ideale ROAS von deiner Marge abhängt

Ein ROAS von 4 klingt gut – ist es aber nur, wenn deine Marge das hergibt. Bei 25 % Gewinnmarge liegt dein BEROAS bei 4. Folglich arbeitest du bei ROAS 4 gerade noch kostendeckend, aber ohne Gewinn. Wer Werberendite berechnen will, muss deshalb immer den BEROAS als Untergrenze kennen.

Zusätzlich gilt: Ein ROAS unter 1 bedeutet, dass deine Werbeausgaben den generierten Umsatz übersteigen – du verlierst also bereits auf Umsatzebene Geld. Das ist der absolute Grenzwert, der sofortiges Handeln erfordert.

Return on Ad Spend optimieren: 5 Hebel für bessere Werte

Wenn dein ROAS unter dem BEROAS liegt oder du ihn schlicht verbessern willst, gibt es fünf Stellschrauben, die in der Praxis den größten Hebel haben.

Tracking-Qualität verbessern (Server-Side-Tracking, Attributionsfenster)

Tracking-Verluste durch iOS-Restriktionen und Browser-Blocker können den gemessenen ROAS erheblich verfälschen. Conversions gehen verloren, bevor sie in Google Ads oder Meta Ads ankommen – dadurch sieht eine Kampagne schlechter aus, als sie tatsächlich ist.

Serverseitiges Tracking löst dieses Problem. Tools wie der Stape ROAS Calculator zeigen konkret, wie groß die Lücke zwischen gemessenem und realem ROAS ist. Wer mehr über serverseitiges Tracking und ROAS-Berechnung wissen will, findet dort auch einen direkten Vergleich von aktuellem und potenziellem CPA. Das ist einer der wichtigsten Content-Gaps, den viele ROAS-Artikel übersehen.

Außerdem beeinflusst das Attributionsfenster deinen ROAS stark. Ein 7-Tage-Klick-Fenster in Meta Ads erfasst mehr Conversions als ein 1-Tage-Fenster. Daher solltest du beim Kanalvergleich immer dieselben Attributionseinstellungen verwenden.

Ziel-ROAS in Google Ads und Meta Ads richtig einsetzen

Google Ads Ziel-ROAS (Target ROAS) ist eine Smart-Bidding-Strategie, die Gebote automatisch so steuert, dass ein vorgegebener ROAS-Zielwert erreicht wird. Das klingt praktisch – funktioniert jedoch nur zuverlässig, wenn genug Conversion-Daten vorliegen.

Wer zu früh einen aggressiven Ziel-ROAS einstellt, riskiert, dass der Algorithmus das Budget einfriert, weil er kaum Auktionen gewinnt. Daher empfiehlt es sich, den Ziel-ROAS zunächst 20–30 % unter dem aktuellen tatsächlichen ROAS anzusetzen und ihn schrittweise zu erhöhen. Wer zudem Social Media Werbung effizient steuern will, findet in Meta Ads ähnliche Mechanismen über die Advantage+ Shopping-Kampagnen.

Darüber hinaus helfen diese Maßnahmen, den ROAS zu steigern: bessere Landingpages (höhere Conversion-Rate), Ausschluss schwacher Zielgruppen und saubere Produktfeed-Optimierung bei Shopping-Kampagnen. Außerdem solltest du regelmäßig prüfen, ob die passende Marketing-Software auswählen für dein Reporting-Setup wirklich alle Kanäle korrekt zusammenführt.

Häufige Fehler beim ROAS berechnen – und wie du sie vermeidest

Achtung: Tracking-Verluste verfälschen deinen ROASiOS-Restriktionen (ITP), Ad-Blocker und Cookie-Banner führen dazu, dass nicht alle Conversions gemessen werden. Dein tatsächlicher ROAS kann deutlich höher sein als im Dashboard angezeigt. Server-Side-Tracking über Tools wie Stape kann Tracking-Verluste sichtbar machen und den realen ROAS präziser abbilden.

Diese Fehler begegnen uns in der Praxis am häufigsten – und sie kosten echtes Geld:

  • Bruttoumsatz statt Nettoumsatz: Wer Retouren nicht abzieht, überschätzt seinen ROAS systematisch. Verwende immer den Nettoumsatz nach Rückgaben als Basis.
  • ROAS ohne BEROAS interpretieren: Ein ROAS von 3 klingt solide – ist aber ein Verlust, wenn dein Break-Even-ROAS bei 3,33 liegt. Berechne den BEROAS zuerst.
  • Inkonsistente Attributionsfenster: Wenn du Google Ads und Meta Ads mit unterschiedlichen Fenstern vergleichst, vergleichst du Äpfel mit Birnen. Stelle einheitliche Einstellungen sicher.
  • Tracking-Verluste ignorieren: iOS-Restriktionen und Cookie-Blocker sorgen dafür, dass ein Teil der Conversions unsichtbar bleibt. Der gemessene ROAS liegt daher häufig unter dem realen Wert.
  • ROAS mit ROI verwechseln: ROAS misst Umsatz je Werbe-Euro, ROI misst Gewinn je Gesamt-Investment. Wer Werberendite berechnen will, braucht beide Kennzahlen – nicht nur eine davon.
  • Agenturkosten nicht einrechnen: Viele berechnen ROAS nur auf Basis des Adspendings. Wer eine Agentur bezahlt, sollte deren Kosten in die Gesamtrechnung einbeziehen, sonst ist der ROAS zu optimistisch.

Häufige Fragen

Wie rechnet man ROAS aus?

ROAS berechnen ist einfach: Teile den Werbeumsatz durch die Werbekosten. Beispiel: 3.000 € Umsatz ÷ 500 € Werbekosten = ROAS 6. Multipliziert mit 100 ergibt das 600 %. Die Formel lautet also: ROAS = Werbeumsatz ÷ Werbekosten.

Was ist ein guter ROAS-Wert?

Ein ROAS von 4 (400 %) gilt im E-Commerce als grober Richtwert. Ob dieser Wert für dich gut ist, hängt jedoch von deiner Gewinnmarge ab. Bei niedriger Marge brauchst du einen höheren ROAS, um profitabel zu sein. Berechne daher zuerst deinen Break-Even-ROAS.

Wie hoch sollte der ROAS sein?

Der ROAS sollte mindestens über deinem Break-Even-ROAS liegen – also über dem Wert 1 ÷ Gewinnmarge. Bei 25 % Marge liegt der BEROAS bei 4. Für echten Gewinn sollte der ROAS deutlich darüber liegen, etwa bei 6–8 je nach Kanal und Branche.

Was bedeutet ein ROAS von 4?

Ein ROAS von 4 bedeutet: Für jeden investierten Euro Werbebudget erzielst du 4 Euro Umsatz. Das entspricht 400 %. Ob das profitabel ist, hängt von deiner Marge ab. Bei 25 % Gewinnmarge deckst du damit gerade die Werbekosten – mehr nicht.

Wie berechnet man den Break-Even-ROAS?

Break-Even-ROAS berechnen: Teile 1 durch deine Gewinnmarge. Bei 50 % Marge ergibt das BEROAS 2. Bei 30 % Marge ergibt das BEROAS 3,33. Jede Kampagne, die unter diesem Wert liegt, arbeitet auf Umsatzebene im Verlust.

Was ist der Unterschied zwischen ROAS und ROI?

ROAS misst den Umsatz je ausgegebenem Werbe-Euro – ohne Produktkosten oder sonstige Ausgaben. ROI misst den Gewinn im Verhältnis zum Gesamt-Investment. Ein hoher ROAS kann daher trotzdem einen negativen ROI bedeuten, wenn die Gewinnmarge sehr niedrig ist.

Fazit: ROAS berechnen als Grundlage jeder Kampagnenentscheidung

ROAS berechnen ist der erste Schritt zu echtem Performance-Marketing. Die Formel ist simpel – die Interpretation ist es nicht immer. Deshalb gilt: Kenne deinen Break-Even-ROAS, bevor du Kampagnen bewertest. Bereinige deinen Werbeumsatz um Retouren. Und sorge dafür, dass dein Tracking sauber ist, sonst misst du Schatten statt Realität.

Wer Return on Ad Spend berechnen und daraus echte Optimierungsentscheidungen ableiten will, braucht außerdem die richtigen Grundlagen – von der Kampagnenstruktur bis zur Gebotssteuerung. Schnacken is Silber, Liefern is Gold.

Du willst wissen, ob deine Kampagnen wirklich profitabel laufen – oder ob dein Tracking dir ein falsches Bild zeigt? Meld dich einfach, ich schnack gerne darüber.

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