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Bleistiftskizze zum Begriff Backlink
SEO

Backlink

Ein Link von einer fremden Website auf deine. Für Google ist das eine Empfehlung — vorausgesetzt, sie ist echt. Gekaufte und getauschte Links bringen heute meist nichts, im schlechten Fall Ärger.

Auch bekannt alsRückverweiseingehender LinkInbound Link

4 Min

Lesezeit

24.10.2026

Letzte Aktualisierung

Was ist ein Backlink?

Ein Backlink beantwortet eine Frage, die sich jede Suchmaschine stellt: Wer im Netz hält diese Seite für erwähnenswert?

Gemeint ist ein Link, der von einer fremden Website auf deine zeigt. Verlinkt die Lokalzeitung deinen Betrieb, hast du einen Backlink. Der Name kommt aus deiner Sicht: Der Link führt „zurück“ zu dir.

Drei Arten von Links solltest du auseinanderhalten:

  • Backlink: von einer fremden Website zu dir.
  • Ausgehender Link: von dir zu einer fremden Website.
  • Interner Link: von einer deiner Seiten zu einer anderen deiner Seiten.

Warum sind Backlinks wichtig?

Google nutzt Links für zwei Dinge. Erstens als Wegweiser: Über Links findet die Suchmaschine neue Seiten. Zweitens als Signal: Ein Link von einer passenden Website spricht dafür, dass deine Seite zum Thema etwas zu sagen hat.

Dahinter steckt PageRank, das Verfahren, mit dem Google groß geworden ist. Es wertet Links wie Empfehlungen. Laut Google arbeitet es heute stark verändert, gehört aber weiter zu den zentralen Ranking-Systemen.

Trotzdem sind Links nicht mehr das Maß aller Dinge. Google-Mitarbeiter Gary Illyes sagte 2024 auf einer Konferenz sinngemäß: Google brauche sehr wenige Links und habe sie über die Jahre weniger wichtig gemacht. Heißt für dich: erst der Inhalt, dann die Links.

Woran erkennst du einen guten Backlink?

Nicht jeder Link ist gleich viel wert. Die Faustregel: Ein guter Link wäre auch dann sinnvoll, wenn es Google nicht gäbe.

Merkmal

Guter Link

Schwacher Link

Herkunft

Website zu deinem Thema

Verzeichnis ohne Leser

Anlass

Freiwillig gesetzt

Gekauft oder getauscht

Platz

Mitten im Text

Im Footer, hundertfach

Linktext

Natürlich, passend

Immer dasselbe Keyword

Der Linktext, auch Ankertext genannt, ist der sichtbare, anklickbare Text. Er verrät Google, worum es auf der Zielseite geht.

Dazu kommen drei Kennzeichnungen im Code, mit denen eine Website einen Link einordnet:

  • sponsored: für bezahlte Links und Werbung.
  • ugc: für Links in Kommentaren und Foren, also in Inhalten von Nutzern.
  • nofollow: für alles andere, wofür die Website nicht bürgen will.

Solchen Links folgt Google in der Regel nicht. Seit 2019 behandelt Google die Kennzeichnungen allerdings als Hinweis, nicht als strikte Anweisung.

Häufige Fehler

Fehler 1 · Links kaufen

„500 Backlinks zum Festpreis“ — solche Angebote landen in jedem Postfach. Google nennt gekaufte Links, die das Ranking verbessern sollen, ausdrücklich Link-Spam. Bezahlte Werbung ist erlaubt, wenn der Link als sponsored oder nofollow gekennzeichnet ist. Dann bringt er Besucher, soll aber das Ranking nicht beeinflussen.

Fehler 2 · Masse statt Klasse

Linktausch im großen Stil, automatisch erzeugte Links, Einträge in minderwertigen Verzeichnissen: alles Link-Spam. Seit Dezember 2022 setzt Google dagegen ein lernendes System namens SpamBrain ein. Es macht solche Links wirkungslos. Du hast also Geld für nichts ausgegeben.

Fehler 3 · Panisch Links entwerten

Mit dem Werkzeug „Links für ungültig erklären“ (englisch Disavow) bittest du Google, bestimmte Backlinks zu ignorieren. Google sagt selbst: Die meisten Websites brauchen das nicht. Gedacht ist es für den Fall, dass viele künstliche Links auf dich zeigen und Google deshalb von Hand eingegriffen hat — oder das absehbar tun wird.

Fehler 4 · Nur auf die Zahl schauen

Hundert Links von derselben Website sind nicht hundert Empfehlungen, sondern eine. Zähl die Websites, die auf dich verweisen, nicht die einzelnen Links.

So kommst du an gute Backlinks

Gute Links verdienst du dir. Das dauert, hält aber. Vier Wege, die auch für kleine Unternehmen funktionieren:

  • Etwas bieten, das man zitiert: eigene Zahlen, eine gründliche Anleitung, ein Rechner, eine Vorlage.
  • Dein Umfeld fragen: Lieferanten, Partner, Verbände, Kammern und zufriedene Kunden verlinken oft gern — wenn man fragt.
  • Vor Ort sichtbar sein: Lokalzeitung, Vereine, Veranstaltungen. Wer etwas tut, über das berichtet wird, bekommt Links.
  • Erwähnungen nachfassen: Nennt dich jemand ohne Link, bitte freundlich darum.

Und schau nach, was schon da ist. In der Google Search Console zeigt der Bericht „Links“, welche Websites auf dich verweisen, welche deiner Seiten am häufigsten verlinkt sind und mit welchem Linktext.

Häufige Fragen

Wie viele Backlinks brauche ich?

Eine feste Zahl gibt es nicht. Entscheidend ist, wer verlinkt, nicht wie oft. Für ein lokales Unternehmen können wenige Links aus der Region und der Branche reichen. Wer dir eine Mindestzahl verkaufen will, verkauft dir vor allem Links.

Sind nofollow-Links wertlos?

Nein. Sie können Besucher bringen und deinen Namen bekannter machen. Außerdem behandelt Google die Kennzeichnung seit 2019 nur noch als Hinweis: Die Suchmaschine entscheidet selbst, ob sie den Link berücksichtigt.

Wo sehe ich meine Backlinks?

Kostenlos in der Google Search Console im Bericht „Links“. Dort stehen die meistverlinkten Seiten, die verweisenden Websites und die häufigsten Linktexte. Die Tabellen zeigen bis zu 1.000 Zeilen, der Export bis zu 100.000.

Zählen Backlinks auch für die KI-Suche?

Google nennt für seine KI-Antworten keine eigenen Anforderungen, es gelten die üblichen Regeln. Eine Auswertung von 75.000 Marken deutet darauf hin, dass Erwähnungen im Netz dort enger mit Sichtbarkeit zusammenhängen als die Zahl der Backlinks. Das ist ein Zusammenhang, kein Beweis für Ursache und Wirkung.

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