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Bleistiftskizze zum Begriff Hashtag
Social Media

Hashtag

Das Rautezeichen vor einem Wort, das einen Beitrag einem Thema zuordnet. Früher der Reichweiten-Trick schlechthin, heute vor allem ein Etikett, das der Plattform sagt, worum es geht.

Auch bekannt alsHashtags

6 Min

Lesezeit

26.10.2026

Letzte Aktualisierung

Was ist ein Hashtag?

Ein Hashtag ist ein Schlagwort mit einer Raute davor: #barcamp, #marketing, #kiel. Das Wort kommt aus dem Englischen — hash ist die Raute, tag die Markierung. Laut Duden darfst du „der“ oder „das“ Hashtag sagen.

Auf Social-Media-Plattformen wird jeder Hashtag zum Link. Ein Klick darauf zeigt alle Beiträge, die dasselbe Schlagwort tragen. So bündelt die Raute Beiträge zu einem Thema — über Konten hinweg, ohne dass jemand eine Gruppe anlegen muss.

Die Idee stammt von Chris Messina. Im August 2007 schlug er auf Twitter vor, Beiträge mit der Raute zu Themen-Kanälen zu sortieren. Der Kern seines Vorschlags gilt bis heute: Einen Hashtag legt der erste an, der ihn benutzt, und er gehört niemandem.

Bringen Hashtags noch Reichweite?

Kurze Antwort: kaum. Instagram-Chef Adam Mosseri hat mehrfach gesagt, dass Hashtags die Reichweite nicht erhöhen. Sie seien aber ein guter Weg, um zu zeigen, worum es in einem Beitrag geht, und Beiträge miteinander zu verbinden.

Die Studien dazu sind sich uneins. Socialinsider fand in über 75 Millionen Instagram-Posts keinen nennenswerten Einfluss der Hashtag-Zahl auf die Verbreitung. Fanpage Karma kam 2026 mit 1,6 Millionen Posts auf ein Optimum bei fünf Hashtags — der Vorsprung gegenüber gar keinen lag aber nur bei rund 2 %. Ältere Auswertungen, die 20 oder 30 Hashtags empfahlen, sind durch die neuen Limits überholt.

Heißt für dich: Hashtags sind ein Etikett, kein Turbo. Die Reichweite kommt aus dem Inhalt — ob Leute stehen bleiben, kommentieren, teilen. Der Hashtag sagt der Plattform nur, in welches Regal sie den Beitrag stellen soll.

Welche Regeln gelten je Plattform?

Jede Plattform tickt anders, und die Regeln ändern sich oft. Stand Oktober 2026:

Plattform

Regel

Instagram

höchstens 5 je Post oder Reel (vorher 30)

YouTube

bis zu 3 über dem Titel, ab 61 zählt keiner

LinkedIn

keine feste Zahl, Vorschläge im Editor

TikTok

keine feste Zahl, zählt zur Caption

Instagram hat das Limit von fünf Hashtags im Dezember 2025 über den Kanal @creators angekündigt und führt es schrittweise ein. YouTube schreibt in seiner Hilfe: Hat ein Video mehr als 60 Hashtags, werden alle ignoriert. Zu viele, irreführende oder themenfremde Hashtags können dort sogar dazu führen, dass ein Video entfernt wird.

Für LinkedIn kursiert die Faustregel „drei bis fünf“. Eine offizielle Zahl von LinkedIn dazu gibt es nicht — sie stammt von Agenturen.

Beispiele aus der Praxis

Zwei typische Situationen, in denen sich der Umgang mit Hashtags gerade ändert:

Case A · Instagram

Café mit fertigem Hashtag-Block

30

Hashtags bisher

5

Hashtags erlaubt

Der Block aus der Notiz-App passt nicht mehr — 25 müssen raus.

Bleiben sollten die fünf, die am genauesten beschreiben, was zu sehen ist: Ort, Produkt, Anlass.

Case B · YouTube

Tutorial mit Tag-Wolke in der Beschreibung

64

Hashtags in der Beschreibung

0

davon wirksam

Über 60 Hashtags → YouTube ignoriert alle.

Drei bis fünf treffende Hashtags bringen hier mehr als die ganze Wolke.

Häufige Fehler

Fehler 1 · Hashtag-Stuffing

Je mehr, desto besser? War nie richtig, heute wird es bestraft. Instagram lässt nur noch fünf zu, YouTube ignoriert ab 61 alle. Lieber wenige, die wirklich passen.

Fehler 2 · Allerwelts-Hashtags

#love, #reels oder #instagood beschreiben nichts. Unter Millionen Beiträgen geht deiner sofort unter, und die Plattform lernt nichts über dein Thema. Konkrete Tags wie #kaffeerösterei oder #kiel ordnen besser ein.

Fehler 3 · Themenfremde Hashtags

Einen Trend-Hashtag anhängen, der mit dem Beitrag nichts zu tun hat, wirkt billig. Bei YouTube kann das als irreführend gelten und zur Entfernung des Videos führen.

Fehler 4 · Leerzeichen und Satzzeichen

#Social Media wird zu #Social — der Link endet beim Leerzeichen. Schreib zusammen und setz Großbuchstaben für die Lesbarkeit: #SocialMedia.

So setzt du Hashtags heute ein

  • Wenige, aber genaue: drei bis fünf Hashtags, die Thema, Ort oder Anlass beschreiben.
  • Ein eigener Marken-Hashtag für Aktionen oder Events — so findest du Beiträge deiner Kunden wieder.
  • Text und Bild zählen mehr: Beschreibe in der Bildunterschrift klar, worum es geht. Danach richtet sich die Suche in der App ohnehin.
  • Regeln regelmäßig prüfen: Die Plattformen ändern ihre Vorgaben oft. Was letztes Jahr galt, kann heute falsch sein.

Häufige Fragen

Wie viele Hashtags darf ich auf Instagram nutzen?

Höchstens fünf pro Post oder Reel. Instagram hat das Limit im Dezember 2025 angekündigt und führt es schrittweise ein, vorher waren es 30. Mehr als fünf bringt ohnehin nichts: Hashtags helfen beim Einordnen, nicht bei der Reichweite.

Heißt es der oder das Hashtag?

Beides ist richtig. Der Duden führt „der“ und „das“ Hashtag, der Plural lautet „die Hashtags“.

Wer hat den Hashtag erfunden?

Chris Messina, damals Web-Entwickler, schlug die Raute im August 2007 auf Twitter vor. Vorbild waren Chat-Kanäle, die schon länger mit # benannt wurden. Durchgesetzt hat sich die Idee, weil Nutzer sie einfach benutzt haben.

Wie viele Hashtags sind bei YouTube sinnvoll?

Wenige. YouTube zeigt bis zu drei Hashtags über dem Titel an. Hat ein Video mehr als 60 Hashtags, ignoriert YouTube alle — und zu viele oder irreführende Tags können zur Entfernung des Videos führen.

Brauche ich auf LinkedIn Hashtags?

Pflicht sind sie nicht. LinkedIn schlägt im Editor passende Hashtags vor, eine feste Zahl nennt die Plattform nicht. Zwei, drei treffende Tags schaden nicht — der Text selbst ist aber das, was gelesen und verbreitet wird.

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