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Bleistiftskizze zum Begriff Breadcrumb
SEO

Breadcrumb

Die kleine Linkzeile über dem Inhalt, die zeigt, wo du gerade bist: Start › Kategorie › Seite. Unscheinbar, aber hilfreich für Besucher und Suchmaschinen.

Auch bekannt alsBreadcrumbsBreadcrumb-NavigationNavigationspfadBrotkrümelnavigationBrotkrümelpfad

5 Min

Lesezeit

25.10.2026

Letzte Aktualisierung

Was ist eine Breadcrumb?

Du landest über Google mitten in einem Online-Shop, auf einem Paar Sneaker. Wo bist du eigentlich? Die Zeile „Start › Herren › Schuhe › Sneaker“ oben auf der Seite verrät es. Das ist eine Breadcrumb, auf Deutsch Navigationspfad oder Brotkrümelnavigation.

Die Nielsen Norman Group beschreibt sie als Liste von Links aus der aktuellen Seite und ihren übergeordneten Seiten, meist bis zur Startseite. Für Google zeigt sie die Position einer Seite in der Hierarchie der Website. Jeder Schritt ist ein Link, mit dem Besucher eine Ebene nach oben springen.

Welche Arten gibt es?

  • Ortsbasiert: zeigt die Hierarchie der Website, etwa Start › Blog › SEO. Die häufigste und meist beste Form.
  • Attributbasiert: zeigt Merkmale, die man gewählt hat, etwa Sneaker › Marke › Größe 43 — typisch bei Shop-Filtern.
  • Pfadbasiert: zeigt die Seiten, die jemand vorher besucht hat. Verwirrt eher, weil keine Struktur dahintersteht; dafür gibt es den Zurück-Knopf.

Breadcrumbs und Google

Mit strukturierten Daten vom Typ BreadcrumbList sagst du Google maschinenlesbar, wie der Pfad aussieht. Pflicht sind mindestens zwei Einträge mit Name, Position und Adresse — beim letzten Eintrag darf die Adresse fehlen. Der Pfad muss laut Google nicht der URL-Struktur entsprechen, sondern einen typischen Weg der Nutzer abbilden.

Eine Änderung solltest du kennen: Seit dem 23. Januar 2025 zeigt Google in den mobilen Suchergebnissen keine Breadcrumbs mehr, nur noch die Domain. Begründung: Auf kleinen Bildschirmen wurden sie ohnehin abgeschnitten. Auf dem Desktop bleibt alles wie gehabt, und Google unterstützt das Markup weiter.

So sieht eine gute Breadcrumb aus

Die Nielsen Norman Group hat dafür klare Regeln:

  • Ergänzung, kein Ersatz: Die Breadcrumb ergänzt die Hauptnavigation.
  • Hierarchie statt Verlauf: Sie zeigt, wo die Seite steht, nicht, wo der Besucher vorher war.
  • Vom Start bis hier: beginnt mit der Startseite, endet mit der aktuellen Seite — die nicht verlinkt ist.
  • Klares Trennzeichen: „›“ oder „>“, auch „/“ geht.
  • Mobil: kein Zeilenumbruch, Tippflächen mindestens rund einen Zentimeter groß. Im Zweifel nur die Ebene darüber zeigen.

Für Screenreader gehört die Breadcrumb in einen eigenen Navigationsbereich mit Beschriftung, und die aktuelle Seite wird als solche markiert. So beschreibt es das W3C in seinen Mustern für barrierefreie Bedienelemente. Die Trennzeichen kommen am besten per CSS, damit sie nicht mit vorgelesen werden.

Häufige Fehler

Fehler 1 · Die aktuelle Seite verlinken

Ein Link, der auf die Seite führt, auf der man schon ist, tut nichts. Die Nielsen Norman Group bringt es auf den Punkt: Nie einen Link haben, der nichts tut.

Fehler 2 · Markup und Anzeige passen nicht zusammen

Die strukturierten Daten zeigen einen anderen Pfad als die sichtbare Breadcrumb, oder Pflichtfelder fehlen. Der Rich-Results-Test von Google zeigt solche Fehler in Sekunden.

Fehler 3 · Doppelte Breadcrumbs

Theme, Shop-Plugin und SEO-Plugin bringen jeweils ihre eigene mit. Am Ende stehen zwei Pfade übereinander, oder zwei Sätze Markup widersprechen sich. Entscheide dich für eine Quelle.

Fehler 4 · Mobil vergessen

Ein langer Pfad, der auf dem Handy über drei Zeilen umbricht, mit winzigen Links, die keiner trifft. Kürzen oder nur die übergeordnete Ebene zeigen.

So setzt du es in WordPress um

  • Yoast SEO: Breadcrumbs in den Einstellungen einschalten (ab Werk aus) und per Block, Shortcode oder im Theme einbauen. Das BreadcrumbList-Markup gibt Yoast auf öffentlichen Seiten von sich aus aus.
  • Rank Math: erst das Schema-Modul aktivieren, dann Breadcrumbs in den allgemeinen Einstellungen einschalten.
  • Prüfen: mit dem Rich-Results-Test von Google und dem Bericht „Navigationspfade“ in der Search Console.

Häufige Fragen

Zeigt Google Breadcrumbs noch in den Suchergebnissen?

Auf dem Desktop ja. In den mobilen Suchergebnissen zeigt Google seit dem 23. Januar 2025 nur noch die Domain. Das Markup wird weiter unterstützt, und der Bericht in der Search Console bleibt.

Muss die Breadcrumb meiner URL-Struktur entsprechen?

Nein. Google sagt ausdrücklich, dass sie einen typischen Weg der Nutzer abbilden soll, nicht die URL. Eine Seite unter /produkt/xyz kann also den Pfad Start › Schuhe › Sneaker haben.

Darf eine Seite mehrere Breadcrumb-Pfade haben?

Im Markup erlaubt Google das, etwa wenn ein Produkt in zwei Kategorien steht. Sichtbar empfiehlt die Nielsen Norman Group aber einen einzigen Pfad, damit Besucher nicht durcheinanderkommen.

Brauche ich auf einer kleinen Website überhaupt Breadcrumbs?

Bei nur ein oder zwei Ebenen meist nicht. Sobald es Kategorien und Unterkategorien gibt — Blog mit Themen, Shop mit Sortiment —, lohnen sie sich.

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