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Bleistiftskizze zum Begriff Linkbuilding
SEO

Linkbuilding

Links von anderen Websites sind für Google wie Empfehlungen. Linkbuilding heißt, sich solche Empfehlungen zu verdienen — und die Finger von denen zu lassen, die man kaufen kann.

Auch bekannt alsLink BuildingLinkaufbau

6 Min

Lesezeit

26.10.2026

Letzte Aktualisierung

Was ist Linkbuilding?

Wenn eine andere Website auf deine verlinkt, ist das für Google so etwas wie eine Empfehlung: „Schau mal da rein.“ Ein solcher eingehender Link heißt Backlink. Linkbuilding ist alles, was du tust, um mehr gute Backlinks zu bekommen.

Links haben zwei Aufgaben. Erstens findet Google über sie neue Seiten — laut Google „die große Mehrheit“ der neuen Seiten, die es jeden Tag entdeckt. Zweitens wertet Google aus, wer auf wen verlinkt. Das bekannteste System dafür heißt PageRank, und es gehört laut Google bis heute zu den Kernsystemen fürs Ranking.

Zählen Links noch?

Ja — aber anders, als viele Agenturen verkaufen. Inhalte sind das wichtigste Signal, das sagen Google-Mitarbeiter seit Jahren. Trotzdem zeigt sich in den Daten ein deutlicher Zusammenhang zwischen Links und Besuchern.

Befund (Ahrefs, 2023)

Wert

Seiten ohne Besucher aus Google

96,55 %

Seiten ohne Backlinks, aber mit über 1.000 Besuchern

rund 1 von 6.700

Ahrefs hat dafür rund 14 Milliarden Seiten aus dem eigenen Index ausgewertet. Wichtig: Das ist ein Zusammenhang, kein Beweis. Seiten mit vielen Links sind oft auch einfach besser. Ahrefs schreibt das selbst dazu.

Spannend ist ein zweiter Befund für die KI-Suche. Bei 75.000 Marken hing die Sichtbarkeit in Googles AI Overviews am stärksten mit Erwähnungen der Marke im Netz zusammen — stärker als mit der reinen Zahl der Backlinks. Auch das ist eine Korrelation, aber sie zeigt die Richtung: Es geht weniger um den Link als um den Ruf.

Was Google als Link-Spam wertet

Googles Spam-Richtlinien sind dabei deutlich. Als Link-Spam gelten unter anderem:

  • Links kaufen oder verkaufen — auch gegen Waren, etwa ein Gratisprodukt gegen einen Artikel mit Link.
  • Übermäßiger Linktausch nach dem Muster „Verlinkst du mich, verlinke ich dich“.
  • Bezahlte Gastbeiträge und Advertorials mit Links, die fürs Ranking zählen sollen.
  • Links in Footern, Widgets oder Forensignaturen mit Keyword-Ankern.
  • Minderwertige Verzeichnisse und Bookmark-Seiten.

Bezahlte Links sind trotzdem erlaubt — wenn sie gekennzeichnet sind. Dafür gibt es drei Attribute am Link:

Attribut

Wofür

sponsored

Werbung, bezahlte Platzierung

ugc

Kommentare, Forenbeiträge

nofollow

Quelle, der du nicht traust

Seit 2019 behandelt Google diese Attribute als Hinweis, nicht mehr als strenge Anweisung. Für bezahlte Links bevorzugt Google sponsored, nofollow funktioniert dafür aber weiter.

Häufige Fehler

Fehler 1 · Gastbeiträge kaufen und für Linkbuilding halten

„300 € für einen Gastartikel mit Dofollow-Link“ — solche Mails bekommt jeder Seitenbetreiber. Das ist genau der bezahlte Gastbeitrag, den Google als Spam nennt. Im besten Fall wertet Google den Link einfach nicht, im schlechtesten gibt es eine manuelle Maßnahme.

Fehler 2 · Jeden ausgehenden Link auf nofollow stellen

Aus Angst, „Linkkraft zu verschenken“. Google rät ausdrücklich davon ab: nofollow nur dann, wenn du der Quelle nicht traust. Wer gute Quellen normal verlinkt, macht seine eigene Seite glaubwürdiger.

Fehler 3 · Immer den exakten Keyword-Anker

Der Ankertext ist der klickbare Text eines Links. Wenn jeder Link auf dich „Steuerberater Hamburg günstig“ heißt, sieht das nicht nach Empfehlung aus, sondern nach Absprache. Google will beschreibende, knappe Anker — Keyword-Stuffing im Anker verstößt gegen die Richtlinien.

Fehler 4 · Vorsorglich alles disavowen

Mit dem Disavow-Tool erklärst du Links für ungültig. Google empfiehlt es nur, wenn viele Spam-Links da sind und eine manuelle Maßnahme droht oder schon besteht. In den meisten Fällen erkennt Google schlechte Links selbst. Wer wahllos disavowt, entwertet schnell auch gute Links.

So baust du Links, ohne zu tricksen

  • Etwas Verlinkenswertes machen — eigene Zahlen, eine Umfrage unter Kunden, ein Rechner, eine wirklich gute Anleitung.
  • Digital PR — Journalisten und Fachmedien Daten oder Geschichten anbieten, aus denen sie einen Artikel machen.
  • Bestehende Kontakte nutzen — Partner, Lieferanten, Verbände, Kammern, lokale Medien. Ein Eintrag auf der Partnerseite ist kein Spam, wenn die Partnerschaft echt ist.
  • Unverlinkte Erwähnungen finden — wer dich schon nennt, setzt auf Nachfrage oft gern einen Link.
  • Nachfassen — in einer Studie von Backlinko mit 12 Millionen Mails (2019) antworteten nur 8,5 % auf Anfragen; eine Nachfass-Mail brachte 66 % mehr Antworten.

Plane Zeit ein. In einer Umfrage von BuzzStream und Citation Labs (2025) gaben die Befragten an, dass Digital PR meist nach drei bis sechs Monaten wirkt. Nur 29 % hielten ihr eigenes Linkbuilding für erfolgreich — es ist also ehrliche Arbeit, kein Knopf.

Häufige Fragen

Ist Linkbuilding erlaubt?

Ja, solange du Links verdienst und nicht kaufst. Google empfiehlt sogar, die eigenen Inhalte bekannt zu machen. Verboten ist, Links gegen Geld, Waren oder Gegenlinks zu besorgen, ohne sie mit sponsored oder nofollow zu kennzeichnen.

Darf ich Backlinks kaufen?

Du darfst Werbung mit Links kaufen, wenn der Link mit sponsored oder nofollow gekennzeichnet ist. Dann zählt er nicht fürs Ranking. Gekaufte Links ohne Kennzeichnung, die das Ranking beeinflussen sollen, sind Link-Spam.

Wie lange dauert es, bis Linkbuilding wirkt?

Meist Monate, nicht Wochen. In der Umfrage von BuzzStream und Citation Labs (2025) nannten die Befragten drei bis sechs Monate für Digital PR. Google muss die Links erst finden und die Seiten neu bewerten.

Sind Backlinks für die KI-Suche noch wichtig?

Sie helfen weiter, aber Erwähnungen deiner Marke werden wichtiger. In einer Ahrefs-Auswertung von 75.000 Marken hing die Sichtbarkeit in AI Overviews stärker mit Markenerwähnungen zusammen als mit der Zahl der Backlinks.

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