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Bleistiftskizze zum Begriff Bid / Gebot
Paid Ads (SEA & Social Ads)

Bid / Gebot

Der Betrag, den du in einer Werbeauktion höchstens zahlen willst. Ob du ihn selbst setzt oder die Plattform machen lässt, ist eine der wichtigsten Entscheidungen im Werbekonto.

Auch bekannt alsGebotBidHöchstgebotMax-CPCmaximaler CPCKlickgebotGebotsstrategie

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25.10.2026

Letzte Aktualisierung

Was ist ein Gebot?

Jedes Mal, wenn jemand sucht oder durch seinen Feed scrollt, läuft eine Auktion um den Werbeplatz. Dein Gebot (englisch Bid) ist der Betrag, den du dabei höchstens zahlen willst — für einen Klick, tausend Einblendungen oder eine Conversion. In Google Ads heißt das klassische Gebot Max-CPC, maximaler Preis pro Klick.

Google formuliert es so: Dein Gebot bringt dich in die Auktion. Ob du gewinnst, entscheiden aber weitere Faktoren wie die Qualität deiner Anzeige — das steckt im Ad Rank. Und bezahlt wird oft weniger als das Gebot.

Manuell oder automatisch?

In Google Ads kannst du selbst bieten oder eine Gebotsstrategie wählen:

  • Manueller CPC: Du setzt den Höchstpreis pro Klick für jede Anzeigengruppe oder jedes Keyword selbst.
  • Klicks maximieren: Google holt möglichst viele Klicks aus deinem Budget.
  • Conversions maximieren: möglichst viele Abschlüsse im Budget. Setzt Conversion-Tracking voraus.
  • Ziel-CPA: Google bietet so, dass im Schnitt dein Wunschpreis pro Conversion herauskommt.
  • Ziel-ROAS: Google bietet auf einen Wunsch-Umsatz je Werbe-Euro, etwa 500 % gleich 5 € Umsatz pro 1 € Werbung.
  • Ziel-Anteil an möglichen Impressionen: nur bei Suchkampagnen, etwa „in 65 % der Fälle ganz oben stehen“.

Die Strategien, die auf Conversions oder Umsatz zielen, nennt Google Smart Bidding. Sie bieten in jeder einzelnen Auktion neu, abhängig von Gerät, Standort, Uhrzeit und vielen weiteren Signalen. Für Ziel-ROAS verlangt Google bei Such- und Shopping-Kampagnen mindestens 15 Conversions in den letzten 30 Tagen.

Gebotsanpassungen und was du wirklich zahlst

Bei manuellen Geboten kannst du pro Gerät, Standort oder Uhrzeit auf- oder abschlagen: zwischen −90 % und +900 %, Geräte lassen sich mit −100 % ganz ausschließen. Bei Smart Bidding wirken die meisten dieser Anpassungen nicht mehr — die Strategie entscheidet selbst.

Rechenbeispiel A · Ziel-CPA

Wunschpreis pro Anfrage mit Handy-Aufschlag

10 $

Ziel-CPA

+40 %

Anpassung für Mobilgeräte

Auf dem Handy gilt ein Ziel von 14 $

Beispiel aus der Google-Ads-Hilfe. Wichtig: Der Ziel-CPA ist ein Durchschnitt — einzelne Conversions dürfen laut Google mehr kosten, andere weniger.

Rechenbeispiel B · Budget

Was ein Tagesbudget von 20 € bedeutet

40 €

möglich an einem einzelnen Tag

608 €

höchstens im Monat

Google darf an starken Tagen bis zum Doppelten ausgeben

Eigene Rechnung nach der Google-Regel: höchstens 2× Tagesbudget pro Tag, höchstens 30,4× im Monat. LinkedIn erlaubt an einzelnen Tagen bis zu 100 % mehr.

Beim manuellen CPC zahlst du laut Google oft weniger als dein Gebot, mehr nur mit Gebotsanpassungen. Wie der tatsächliche Preis entsteht, steht beim Ad Rank.

Gebote bei Meta und LinkedIn

  • Meta: Höchstes Volumen (automatisch, möglichst günstige Ergebnisse), Kostenobergrenze (Ziel pro Ergebnis, laut Meta ohne Garantie), Gebotsobergrenze (fester Höchstwert in der Auktion) und ROAS-Ziel für Umsatz-Kampagnen.
  • LinkedIn: Maximum Delivery (automatisch, ganzes Budget ausliefern), Cost Cap (Richtwert pro Ergebnis) und manuelles Bieten.
  • Lernphase: Automatische Strategien brauchen Daten. Meta nennt für eine stabile Auslieferung rund 50 Optimierungsereignisse in sieben Tagen. Bei Google dauert der Status „Lernphase“ höchstens sieben Tage; bewerten solltest du nach zwei Conversion-Zyklen oder zwei Wochen.

Häufige Fehler

Fehler 1 · Smart Bidding ohne Daten

Wer keine Conversions misst oder nur drei im Monat hat, gibt der Automatik nichts zum Lernen. Ohne sauberes Tracking bleiben Klicks maximieren oder manueller CPC.

Fehler 2 · In der Lernphase herumschrauben

Strategie gewechselt, Ziel geändert, nach drei Tagen wieder geändert — jede dieser Änderungen startet das Lernen neu. Gib einer Strategie mindestens zwei Wochen.

Fehler 3 · Das Ziel zu eng setzen

Ein Ziel-CPA weit unter dem, was du heute zahlst, oder ein Ziel-ROAS weit darüber bremst die Auslieferung. Google nennt zu enge Ziele ausdrücklich als Grund, warum Kampagnen kaum laufen. Starte nah an deinem Ist-Wert und zieh langsam an.

Fehler 4 · Tagesbudget für eine harte Grenze halten

Bei Google kann ein Tag doppelt so teuer werden wie das Tagesbudget, gerechnet wird über den Monat. Wer pro Tag ein festes Limit braucht, plant mit Puffer.

So wählst du deine Strategie

Häufige Fragen

Zahle ich immer mein Gebot?

Nein. Beim manuellen CPC zahlst du oft weniger, nämlich nur so viel, wie nötig ist, um den Mitbewerber unter dir zu schlagen. Mehr als das Gebot zahlst du nur mit Gebotsanpassungen oder bei automatischen Strategien.

Kann ich mehr ausgeben als mein Tagesbudget?

An einzelnen Tagen ja. Google darf bis zum Doppelten des durchschnittlichen Tagesbudgets ausgeben, im Monat aber höchstens das 30,4-Fache. Bei LinkedIn sind an einem Tag bis zu 100 % mehr möglich, ein Laufzeitbudget wird dort nie überschritten.

Was ist der Unterschied zwischen Kostenobergrenze und Gebotsobergrenze bei Meta?

Mit der Kostenobergrenze nennst du einen durchschnittlichen Preis pro Ergebnis, den Meta zu halten versucht — ohne Garantie. Die Gebotsobergrenze ist ein fester Höchstwert für jede einzelne Auktion. Sie gibt dir mehr Kontrolle, kann die Auslieferung aber stark bremsen.

Wird ein Ziel-CPA garantiert eingehalten?

Nein. Google bietet so, dass der Durchschnitt passt. Einzelne Conversions können teurer sein, und in der Lernphase schwanken die Kosten stärker.

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