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Bleistiftskizze zum Begriff Cost per Click
KPIs & Rechner

Cost per Click

CPC

Was dich ein Klick auf deine Anzeige kostet. Klingt simpel — aber der Preis ist fast nie dein Gebot, und ein billiger Klick ist nicht automatisch ein guter.

Auch bekannt alsKosten pro KlickKlickpreisdurchschnittlicher CPCtatsächlicher CPC

5 Min

Lesezeit

25.10.2026

Letzte Aktualisierung

Was ist Cost per Click?

Bei Suchanzeigen und vielen Social Ads zahlst du nicht für die Einblendung, sondern nur, wenn jemand klickt. Was dieser Klick kostet, ist der Cost per Click, kurz CPC.

Google unterscheidet drei Werte, die gern durcheinandergehen:

  • Maximaler CPC: dein Gebot, also der Höchstbetrag, den du für einen Klick zahlen willst.
  • Tatsächlicher CPC: der Betrag, der für einen einzelnen Klick wirklich abgebucht wird.
  • Durchschnittlicher CPC: alle Klickkosten geteilt durch die Zahl der Klicks — die Zahl in deinem Bericht.

So berechnest du den CPC

Standard-Formel

CPC = Werbekosten ÷ Klicks

Beispiel von Google: Zwei Klicks kosten 0,20 € und 0,40 € → (0,20 € + 0,40 €) ÷ 2 = 0,30 € durchschnittlicher CPC

Warum du selten dein Gebot zahlst

In der Google-Auktion zahlst du laut Google den geringsten Betrag, der nötig ist, um die Schwellenwerte für eine Anzeigenposition zu erreichen und den Mitbewerber direkt unter dir zu schlagen. Gibt es niemanden unter dir, zahlst du nur den Mindestpreis. Deshalb liegt der tatsächliche CPC meist unter deinem Höchstgebot.

Eine Ausnahme gibt es: Bei automatischen Gebotsstrategien und Gebotsanpassungen kann ein einzelner Klick auch mehr kosten als dein maximaler CPC.

Was ist ein guter CPC?

Das hängt vor allem von deiner Branche ab. Belastbare Durchschnittswerte für Deutschland gibt es nicht. Der Benchmark-Bericht 2026 von LocaliQ (Google und Microsoft Ads, Daten von April 2025 bis März 2026, Werte in US-Dollar) zeigt aber die Spanne:

Branche

Ø CPC (US-Dollar)

Anwälte und Rechtsberatung

9,87 $

Haus und Heimwerken

8,33 $

Zahnärzte

8,00 $

Alle Branchen

5,42 $

Immobilien

3,22 $

Restaurants und Essen

2,05 $

Kunst und Unterhaltung

1,63 $

Wichtiger als der Klickpreis ist, was am Ende eine Anfrage kostet. Das zeigen zwei Branchen aus demselben Bericht:

Case A · Rechtsberatung

Teure Klicks, die oft zur Anfrage werden

9,87 $

Ø CPC

131,63 $

Kosten pro Lead

Hoher Klickpreis — aber ein Mandat ist viel wert

LocaliQ Benchmarks 2026, US-Werte, Google und Microsoft Ads.

Case B · Immobilien

Günstige Klicks, wenig Anfragen

3,22 $

Ø CPC

102,51 $

Kosten pro Lead

Bei nur 3,70 % Conversion Rate wird der billige Klick teuer

LocaliQ Benchmarks 2026, US-Werte. Deshalb nie den CPC allein optimieren.

Häufige Fehler

Fehler 1 · Nur auf den Klickpreis schauen

Ein niedriger CPC bringt nichts, wenn die Klicks nicht zu Anfragen werden. Rechne immer weiter bis zu den Kosten pro Lead oder pro Kauf.

Fehler 2 · Die alte Formel glauben

„Anzeigenrang des Nächsten geteilt durch den eigenen Qualitätsfaktor plus ein Cent“ stammt aus alten AdWords-Zeiten. Heute nennt Google keine feste Formel mehr; der Qualitätsfaktor ist nur noch ein Diagnosewert und fließt laut Google nicht direkt in die Auktion ein.

Fehler 3 · Tool-Schätzungen als Budget nehmen

SEO-Tools zeigen CPCs je Keyword als Schätzung und Momentaufnahme. Für die Planung nimm den Keyword-Planer in Google Ads und vor allem deine eigenen Zahlen nach ein paar Wochen.

Fehler 4 · Angst vor Bot-Klicks

Versehentliche Doppelklicks oder Klicks von Bots stellt Google laut eigener Aussage nicht in Rechnung. Ungültige Klicks werden automatisch herausgefiltert.

So senkst du deinen CPC

  • Anzeige und Suchbegriff eng zusammenbringen: lieber mehrere kleine Anzeigengruppen als eine für alles.
  • Landingpage verbessern: passt sie zur Anzeige und lädt sie schnell, steigt die Qualität.
  • Ausschließende Keywords pflegen: Klicks auf unpassende Suchen sind die teuersten.
  • Long-Tail-Keywords testen: längere, genauere Suchanfragen sind oft weniger umkämpft.

Häufige Fragen

Wie berechne ich den CPC?

Werbekosten geteilt durch Klicks. 450 € für 300 Klicks ergeben einen durchschnittlichen CPC von 1,50 €.

Warum zahle ich weniger als mein Gebot?

Google berechnet nur so viel, wie du brauchst, um den Mitbewerber direkt unter dir zu schlagen. Gibt es keinen, zahlst du den Mindestpreis.

Kann ein Klick mehr kosten als mein maximaler CPC?

Ja, bei automatischen Gebotsstrategien und Gebotsanpassungen. Im Durchschnitt hält Google dein Budget trotzdem ein.

Was ist ein guter CPC?

Das hängt von Branche und Marge ab. In US-Daten von 2026 reicht die Spanne von 1,63 $ bis 9,87 $. Gut ist ein CPC, wenn die Kosten pro Kunde unter dem liegen, was ein Kunde dir bringt.

Muss ich für versehentliche Klicks zahlen?

Nein. Google filtert ungültige Klicks wie Doppelklicks oder Bot-Klicks heraus und berechnet sie nicht.

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