Was sind erweiterte Conversions?
Erweiterte Conversions sind eine Funktion in Google Ads. Wenn jemand auf deiner Website kauft oder ein Formular abschickt, sendet der Google-Tag zusätzlich die eingegebene E-Mail-Adresse mit, optional auch Name, Adresse oder Telefonnummer. Vorher werden die Daten gehasht, also mit dem Verfahren SHA-256 in eine nicht umkehrbare Zeichenkette verwandelt.
Google gleicht diesen Hash mit den Google-Konten ab, in denen Nutzer beim Anzeigenklick angemeldet waren. So lässt sich eine Conversion einem Klick zuordnen, auch wenn ein Cookie fehlt. Google nennt als Ziel genauere Messung und bessere automatische Gebote.
Für das Web und für Leads
Variante
Wofür
Für das Web
Käufe und Abschlüsse direkt auf der Website
Für Leads
Abschlüsse später, etwa im Vertrieb
Bei Leads erfasst der Tag die Formulardaten gehasht. Wird aus dem Lead später ein Kunde, importierst du den Abschluss aus deinem CRM, etwa über Data Manager, die Google Ads API oder Zapier. Google empfiehlt, die Klick-ID GCLID trotzdem weiter mitzuschicken.
Einrichten kannst du die Funktion über den Google Tag Manager, den Google-Tag direkt auf der Website oder die API. Die Daten erfasst der Tag automatisch auf der Seite, über CSS-Selektoren oder über ein Code-Snippet. Laut Google haben Daten aus dem Code-Snippet immer Vorrang.
Was bringen erweiterte Conversions?
Google hat zwei Zahlen veröffentlicht, beide aus dem Jahr 2021. Sie sind Herstellerangaben und lassen sich nicht auf jedes Konto übertragen:
Google-Daten 2021 · YouTube
Werbetreibende auf YouTube
+17 %
Conversion-Rate
2021
Datenbasis
Durchschnitt laut Google
Kunden, die zwischen März und September 2021 eingestiegen sind.
Fallstudie · Mode-Händler
ASOS
+8,6 %
Verkäufe Suche
+31 %
Verkäufe YouTube
Nach Einführung laut Google-Fallstudie
Eine einzelne Firma, veröffentlicht im September 2021.
Die Diagnose im Tag ist laut Google nach rund 72 Stunden verfügbar, die Wirkung in den Berichten nach etwa 30 Tagen. Gib der Funktion also einen Monat, bevor du urteilst.
Häufige Fehler
Fehler 1 · Consent Mode falsch eingestellt
Erweiterte Conversions brauchen im Consent Mode die Einwilligung ad_user_data. Steht sie auf „abgelehnt“, gehen keine Kundendaten raus. Wer nur ad_personalization abfragt oder die Einwilligung vergisst, misst nichts zusätzlich.
Fehler 2 · Keine Daten auf der Seite
Der Tag feuert auf der Danke-Seite, aber dort steht die E-Mail-Adresse nicht mehr. Dann geht ein leeres Feld raus. Prüf im Diagnosebericht und im Netzwerk-Tab des Browsers, ob wirklich ein Hash mitgeschickt wird.
Fehler 3 · Gehasht heißt anonym
Der Abgleich funktioniert gerade deshalb, weil Google den Hash einer Person zuordnen kann. Gehashte Daten bleiben personenbezogen und brauchen eine Rechtsgrundlage. Mehr dazu im Eintrag Hashing.
So richtest du erweiterte Conversions ein
- Bedingungen akzeptieren: In Google Ads unter den Conversion-Einstellungen die Kundendaten-Bedingungen bestätigen und die Funktion einschalten.
- Weg wählen: Tag Manager, Google-Tag oder API. Mit dem Tag Manager reicht meist die Variable für vom Nutzer bereitgestellte Daten.
- Daten sauber übergeben: E-Mail ist das wichtigste Feld. Telefon im internationalen Format, Adresse mit Name, Postleitzahl und Land.
- Einwilligung koppeln: Consent Mode v2 mit deiner Consent-Management-Plattform, inklusive ad_user_data.
- Prüfen: Nach drei Tagen in die Diagnose schauen, nach einem Monat die Zahlen vergleichen.
Häufige Fragen
Sind erweiterte Conversions DSGVO-konform, wenn die Daten gehasht sind?
Hashing allein macht Daten nicht anonym. Du brauchst eine Rechtsgrundlage, in der Praxis die Einwilligung über Consent Mode mit ad_user_data, und einen Hinweis in der Datenschutzerklärung.
Was ist der Unterschied zwischen erweiterten Conversions für das Web und für Leads?
Für das Web misst Abschlüsse direkt auf der Website. Für Leads verbindet Formulardaten mit Abschlüssen, die später offline passieren und aus dem CRM importiert werden.
Wie prüfe ich, ob erweiterte Conversions funktionieren?
Google zeigt nach rund 72 Stunden einen Diagnosebericht. Zusätzlich siehst du im Netzwerk-Tab des Browsers, ob der Conversion-Aufruf einen Hash enthält.
Was ist das Gegenstück bei Meta?
Der erweiterte Abgleich, englisch Advanced Matching. Auch dort werden Daten wie die E-Mail-Adresse per SHA-256 gehasht übertragen.
Muss ich selbst hashen?
Nein. Der Google-Tag hasht die Daten vor dem Versand selbst. Wenn du selbst hashst, musst du vorher normalisieren, also etwa kleinschreiben und Leerzeichen entfernen.