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Bleistiftskizze zum Begriff Google Ads
Paid Ads (SEA & Social Ads)

Google Ads

Googles Werbeplattform für Anzeigen in der Suche, auf YouTube, in Gmail und auf Millionen Partnerseiten. Du zahlst meist pro Klick — und das Gebot allein entscheidet nicht, wer oben steht.

Auch bekannt alsGoogle AdWordsAdWords

6 Min

Lesezeit

26.10.2026

Letzte Aktualisierung

Was ist Google Ads?

Google Ads ist Googles eigenes Werbeprogramm. Du erstellst Anzeigen, die Leute sehen, wenn sie Interesse an deinem Angebot zeigen — in der Suche, auf YouTube, in Gmail, in Apps und auf Partner-Websites. Bis 2018 hieß das Ganze Google AdWords.

Ein Mindestbudget gibt es nicht. Du legst selbst fest, wie viel du ausgibst, und zahlst meistens nur, wenn jemand klickt. Je nach Ziel geht es auch pro 1.000 Einblendungen oder pro Conversion.

Wie groß das Geschäft ist, zeigt Alphabets Geschäftsbericht: 2025 hat Google mit Werbung 294,7 Milliarden Dollar umgesetzt, rund drei Viertel des Konzernumsatzes. Gut 224 Milliarden davon kamen aus der Suche. In Deutschland läuft fast jede Suche über Google, der Marktanteil lag im September 2026 bei knapp 88 %.

Wie funktioniert die Auktion?

Bei jeder Suche läuft eine Auktion. Wer wo steht, entscheidet der Anzeigenrang. Den berechnet Google jedes Mal neu, unter anderem aus:

  • deinem Gebot
  • der Qualität von Anzeige und Landingpage
  • dem Kontext der Suche: Standort, Gerät, Uhrzeit
  • dem Wettbewerb in dieser Auktion
  • der erwarteten Wirkung deiner Anzeigen-Erweiterungen

Deshalb kann eine gute Anzeige mit niedrigerem Gebot über einer schlechten mit hohem stehen. Gezahlt wird der tatsächliche CPC: nur so viel, wie nötig ist, um den Werbetreibenden direkt unter dir zu überholen. Das liegt oft unter deinem Höchstgebot.

Der Qualitätsfaktor von 1 bis 10 im Konto ist dabei nur ein Diagnosewert. Google schreibt ausdrücklich, dass er nicht in die Auktion eingeht — er zeigt dir aber, wo deine Anzeige schwächelt.

Welche Kampagnentypen gibt es?

Typ

Wo die Anzeige läuft

Suche

Textanzeigen über den Suchergebnissen

Performance Max

alle Google-Kanäle aus einer Kampagne

Shopping

Produktanzeigen mit Bild und Preis

Display

Banner auf Partnerseiten und Apps

Video

YouTube und Video-Partner

Demand Gen

YouTube, Discover, Gmail

Für Shopping brauchst du zusätzlich ein Merchant Center mit deinem Produkt-Feed. AI Max ist übrigens kein eigener Kampagnentyp, auch wenn viele das schreiben. Google nennt es eine Funktionssammlung, die du in Suchkampagnen einschaltest.

Was kostet ein Klick?

Das hängt von Branche, Region und Wettbewerb ab. Eine Orientierung liefert der Benchmark-Report 2026 von LocaliQ. Die Daten stammen aus Kampagnen der eigenen Kunden, gemischt Google und Microsoft, überwiegend aus den USA. Für Deutschland gibt es keine vergleichbar große öffentliche Auswertung.

Benchmark · Zahnarztpraxis

Suchanzeigen, US-Werte 2026

8,00 $

Ø Kosten pro Klick

5,66 %

Ø Klickrate

100 Klicks kosten im Schnitt rund 800 $.

Gesundheit und Recht sind teuer, weil ein neuer Kunde viel wert ist.

Benchmark · Restaurant

Suchanzeigen, US-Werte 2026

2,05 $

Ø Kosten pro Klick

6,83 %

Ø Klickrate

100 Klicks kosten im Schnitt rund 205 $.

Günstige Klicks heißen nicht günstige Gäste — rechne immer bis zur Buchung.

Über alle Branchen kommt LocaliQ auf 5,42 Dollar pro Klick und 6,64 % Klickrate. Und noch eins zum Budget: An einzelnen Tagen darf Google bis zum Doppelten deines Tagesbudgets ausgeben. Im Monat bleibt es beim 30,4-Fachen.

Häufige Fehler

Fehler 1 · „Weitgehend passend“ übersehen

Neue Keywords bekommen standardmäßig die Option „Weitgehend passend“. Deine Anzeige erscheint dann auch bei verwandten Suchanfragen — oft bei solchen, die du nie bezahlen wolltest. Schau dir den Bericht zu den Suchbegriffen in der ersten Woche täglich an.

Fehler 2 · Falsche Standort-Einstellung

Die Voreinstellung „Präsenz oder Interesse“ erreicht auch Leute, die sich nur für deine Region interessieren. Für den Handwerker in Kiel ist fast immer „Präsenz“ richtig: Leute, die tatsächlich dort sind.

Fehler 3 · Ohne Conversion-Tracking starten

Ohne Tracking weißt du nur, was du ausgegeben hast, nicht, was es gebracht hat. Und die automatischen Gebotsstrategien raten dann ins Blaue. Erst messen, dann Budget hochfahren.

Fehler 4 · Klicks statt Kunden optimieren

Ein niedriger CPC fühlt sich gut an, bringt aber nichts, wenn keiner kauft. Am Ende zählen Kosten pro Anfrage und Return on Ad Spend.

So startest du

  • Mit einer Suchkampagne anfangen, nicht mit Performance Max. Da siehst du, welche Suchbegriffe Geld kosten.
  • Wenige, eindeutige Keywords und eine Liste mit Ausschluss-Keywords („kostenlos“, „Job“, „gebraucht“).
  • Eine passende Landingpage je Thema statt der Startseite.
  • Conversion-Tracking über den Google Tag Manager oder GA4 einrichten, bevor die erste Anzeige läuft.

Häufige Fragen

Was kostet Google Ads?

So viel, wie du festlegst — es gibt kein Mindestbudget. Was ein Klick kostet, hängt von Branche und Wettbewerb ab. US-Benchmarks für 2026 liegen im Schnitt bei gut fünf Dollar, in Recht und Gesundheit deutlich darüber, in der Gastronomie darunter. Plane für einen ersten Test eher einige hundert Euro im Monat ein, sonst lernst du wenig.

Gewinnt immer das höchste Gebot?

Nein. Google berechnet bei jeder Suche den Anzeigenrang aus Gebot, Anzeigenqualität, Landingpage, Kontext und Wettbewerb. Eine relevante Anzeige kann mit niedrigerem Gebot weiter oben stehen. Gezahlt wird nur so viel, wie nötig ist, um den Nächsten zu überholen.

Verbessert Google Ads mein SEO-Ranking?

Nein. Google sagt ausdrücklich, dass die Zahlung keinen Einfluss auf die organischen Suchergebnisse hat. Indirekt lernst du aber viel: Die Suchbegriff-Berichte zeigen, wonach deine Kunden suchen.

Was ist der Unterschied zwischen Google Ads und Google AdSense?

Google Ads ist für Werbetreibende, die Anzeigen schalten. AdSense ist die Gegenseite: Website-Betreiber zeigen Anzeigen auf ihren Seiten und werden pro Klick oder Einblendung bezahlt. Die Anzeigen dort stammen aus Google Ads.

Suche oder Performance Max — womit fange ich an?

Für den Anfang mit der Suche. Dort siehst du genau, bei welchen Suchbegriffen deine Anzeige erscheint, und kannst gezielt nachsteuern. Performance Max verteilt das Budget selbst über alle Kanäle und braucht gute Conversion-Daten, um sinnvoll zu arbeiten.

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