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Bleistiftskizze: Kompass neben einer Gruppe Spielfiguren, ein Pfeil verbindet ihn mit einer orange markierten Figur, als Bild für gezielte Lead-Auswahl
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Sales Navigator

LinkedIn kennt fast jeden Entscheider, aber die kostenlose Suche zeigt dir nur einen Bruchteil davon. Der Sales Navigator ist das Bezahlwerkzeug für alle, die dort gezielt nach Kunden suchen.

Auch bekannt alsLinkedIn Sales Navigator

5 Min

Lesezeit

02.11.2026

Letzte Aktualisierung

Was ist der Sales Navigator?

Der Sales Navigator ist ein Bezahlprodukt von LinkedIn für den Vertrieb. LinkedIn beschreibt ihn als B2B-Werkzeug für einzelne Verkäufer und Vertriebsteams. Du arbeitest damit in einer eigenen Oberfläche neben deinem normalen Profil.

Der Kern ist einfach: Du suchst Menschen und Firmen so genau, wie es die normale Suche nicht erlaubt. Dann speicherst du sie in Listen und bekommst Bescheid, wenn sich dort etwas tut.

  • Suchfilter: LinkedIn nennt über 50 Filter, zum Beispiel Branche, Region, Position und Firmengröße.
  • Lead-Listen: Du speicherst Personen und Firmen und behältst sie im Blick.
  • Alerts: Du erfährst etwa von Jobwechseln bei deinen gespeicherten Kontakten.
  • InMails: Nachrichten an Mitglieder, mit denen du nicht vernetzt bist.

Ein Lead ist dabei ein Kontakt, der als möglicher Kunde infrage kommt. Der Sales Navigator findet ihn dir, überzeugen musst du ihn weiterhin selbst.

Was kostet der Sales Navigator?

Es gibt drei Tarife. LinkedIn nennt die Preise als „ab“-Werte je Lizenz, ohne Steuern. Sie schwanken je nach Gerät und Aktion, schau also vor dem Kauf noch einmal nach.

Tarif

Monatspreis ab

Core

120,99 €

Advanced

148,21 €

Advanced Plus

auf Anfrage

Stand November 2026, abgelesen auf der Vergleichsseite von LinkedIn. Im Jahresabo kostet Core 1.088,88 €, das sind rund 91 € im Monat. Die Anbindung ans CRM, also an dein Kundenverwaltungs-System, gibt es nur in Advanced Plus: für HubSpot, Microsoft Dynamics, Oracle Sales und Salesforce.

Welche Grenzen hat der Sales Navigator?

Auch das Bezahlwerkzeug hat Decken. Diese Werte nennt LinkedIn in seiner Hilfe:

Limit

Wert

InMails pro Monat

50

InMail-Guthaben maximal

150

Treffer je Lead-Suche

2.500

Treffer je Firmensuche

1.000

Leads je Liste

1.000

Gespeicherte Leads gesamt

10.000

Zum Vergleich: Premium Business bringt laut LinkedIn 15 InMails. Reagiert jemand innerhalb von 90 Tagen auf deine InMail, sei es mit einer Annahme oder Ablehnung, bekommst du das Guthaben zurück. Das belohnt gezielte Nachrichten und bestraft Streuversand.

Für wen lohnt sich der Sales Navigator?

Mit klar umrissener Zielgruppe ja, ohne nein. Zwei durchgerechnete Beispiele, die Fälle sind ausgedacht, die Preise die Listenpreise von oben.

Case A · Solo-Beratung

Eine Person, eine Nische

1

Lizenz Core

1.088,88 €

pro Jahr

Rund 91 € im Monat

Rechnet sich, wenn ein einziger Auftrag im Jahr mehr hereinkommt. Filter auf Branche, Region und Rolle, dazu Alerts.

Case B · Vertriebsteam

Drei Leute ohne CRM-Anbindung

3

Lizenzen Core

3.266,64 €

pro Jahr

3 × 1.088,88 € = 3.266,64 €

Wer die Anbindung will, braucht Advanced Plus und muss den Preis erfragen.

Vorsicht bei der großen Zahl aus LinkedIns Marketing: Die Forrester-Studie mit 312 % ROI hat LinkedIn selbst beauftragt. Sie rechnet mit einer Modellfirma mit 250 Lizenzen und 250 Mio. Dollar Jahresumsatz. Für einen kleinen Betrieb sagt das wenig.

Darfst du per InMail werben?

Hier liegt die größte Falle. § 7 UWG verlangt für Werbung per elektronischer Post die vorherige ausdrückliche Einwilligung, und das gilt auch gegenüber Firmen. Ob eine InMail darunterfällt, hat unseres Wissens noch kein Gericht konkret entschieden. Nach überwiegender Einordnung zählen Direktnachrichten in sozialen Netzwerken aber dazu.

Für dich heißt das: Eine persönliche Kontaktaufnahme ohne Verkaufspitch ist etwas anderes als die Werbe-InMail an 50 Leute. Die zweite ist ein echtes Abmahnrisiko.

Dazu kommt die DSGVO: Überträgst du Daten von Leads in dein CRM, musst du die Betroffenen nach Art. 14 informieren, spätestens beim ersten Kontakt und innerhalb eines Monats.

Häufige Fehler

Fehler 1 · Masse statt Auswahl

50 InMails sind schnell weg. Wer sie als Serienbrief verschickt, verbrennt Guthaben und Ruf. Schreib lieber zehn, die wirklich passen.

Fehler 2 · Leads per Browser-Erweiterung abziehen

Die Nutzervereinbarung von LinkedIn verbietet Scraping mit Crawlern, Browser-Plugins und Bots, auch das automatische Versenden von Nachrichten. Wer das tut, riskiert sein Konto.

Fehler 3 · Den falschen Tarif buchen

Viele erwarten die CRM-Anbindung schon in Core. Die gibt es dort nicht. Klär vorher, was du wirklich brauchst.

Häufige Fragen

Was kostet der Sales Navigator?

Laut LinkedIn ab 120,99 € im Monat für Core und ab 148,21 € für Advanced, jeweils ohne Steuern. Advanced Plus gibt es nur auf Anfrage. Im Jahresabo wird es günstiger, die Preise schwanken aber.

Was ist der Unterschied zu LinkedIn Premium?

Premium Business ist ein allgemeines Upgrade mit 15 InMails und Basisfiltern. Der Sales Navigator ist ein eigenes Vertriebswerkzeug mit 50 InMails, über 50 Filtern, Lead-Listen und Alerts.

Lohnt sich der Sales Navigator für Selbstständige?

Ja, wenn du im B2B-Geschäft verkaufst, deine Zielgruppe klar benennen kannst und ein Auftrag die Jahreskosten deckt. Wer vor allem Inhalte posten will, kommt ohne ihn aus.

Wie viele InMails bekomme ich?

Laut Vergleichsseite von LinkedIn 50 im Monat, die sich bis auf 150 ansammeln können. Antwortet jemand binnen 90 Tagen, gibt es die InMail zurück, auch bei einer Ablehnung.

Darf ich in Deutschland per InMail werben?

Das ist riskant. Für Werbung per elektronischer Post verlangt § 7 UWG eine vorherige ausdrückliche Einwilligung, auch bei Firmen. Direktnachrichten werden überwiegend dazugezählt. Im Zweifel frag einen Anwalt.

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