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Keyword

Das Wort, für das du gefunden werden willst. Klingt simpel — bis du merkst, dass deine Kunden ganz andere Wörter tippen als du.

Auch bekannt alsKeywordsSchlüsselwortSchlüsselwörter

6 Min

Lesezeit

26.10.2026

Letzte Aktualisierung

Was ist ein Keyword?

Ein Tischler nennt es „Massivholzküche nach Maß“. Seine Kundin googelt „Küche vom Schreiner Kosten“. Genau zwischen diesen beiden Formulierungen entscheidet sich, ob sie ihn findet.

Ein Keyword ist das Wort oder die Wortgruppe, für die du gefunden werden willst. Google selbst beschreibt Keywords in der Ads-Hilfe als Wörter oder Wortgruppen, mit denen dein Produkt oder deine Dienstleistung beschrieben wird. Das gilt in zwei Welten:

  • In der SEO ist das Keyword das Thema, auf das du eine Seite ausrichtest — Titel, Überschriften, Inhalt.
  • In Google Ads ist es der Begriff, den du einer Anzeigengruppe hinzufügst. Passt eine Suche dazu, kann deine Anzeige erscheinen.

Short-Head, Long-Tail und Suchintention

Keywords unterscheiden sich vor allem in zwei Dingen: wie oft gesucht wird und was der Suchende eigentlich will.

Art

Beispiel

Short-Head — allgemein, viel Suchvolumen, viel Konkurrenz

„Küche“

Mid-Tail — enger, mittleres Volumen

„Küche nach Maß“

Long-Tail — spezifisch, wenig Volumen, klare Absicht

„Küche vom Schreiner Kosten Hamburg“

Der Long-Tail ist größer, als die meisten denken. In der US-Datenbank von Ahrefs haben fast 93 % aller Keywords weniger als 10 Suchen im Monat. Nur knapp 18.000 Keywords kommen auf mehr als 100.000. Einzeln ist der Long-Tail winzig, zusammen ist er die Masse.

Dazu kommt: Laut Google sind rund 15 % der Suchanfragen, die Google jeden Tag sieht, völlig neu. Diese Zahl hat Google 2019 genannt und 2025 bestätigt. Du kannst also nie jede Formulierung vorhersehen — du kannst nur das Thema gut abdecken.

Wichtiger als die Länge ist die Suchintention: Will jemand etwas wissen („Was kostet eine Maßküche“), etwas finden („Tischlerei Meyer Öffnungszeiten“) oder etwas kaufen („Maßküche Angebot anfragen“)? Eine Seite, die die falsche Absicht bedient, rankt schlecht — egal, wie oft das Keyword darin steht.

Beispiele aus der Praxis

Zwei Beispiele aus der US-Datenbank von Ahrefs zeigen, wie weit die Zahlen auseinanderliegen — und warum ein kleines Keyword trotzdem die bessere Wahl sein kann. Die Werte sind Schätzungen des Tools, keine Google-Daten.

Case A · Head gegen Long-Tail

Thema Meditation

211.000

Suchen / Monat für „meditation“

50

für „can meditation make you smarter“

Gleiches Thema, Faktor 4.000 beim Volumen

Die lange Frage hat kaum Volumen, aber eine glasklare Absicht — und viel weniger Konkurrenz.

Case B · Oberthema finden

Gesunde Hundeleckerlis

100

Suchen für „best healthy treats for dogs“

6.800

für „healthy dog treats“

Dieselbe Absicht, eine Seite reicht für beide

Wenn Long-Tail und Oberbegriff dasselbe meinen, schreib eine starke Seite statt zwei schwacher.

Häufige Fehler

Fehler 1 · Wie der Experte denken, nicht wie der Kunde

Google schreibt es selbst in den SEO-Leitfaden: Wer viel über ein Thema weiß, sucht mit anderen Wörtern als jemand, der neu darin ist. Deine Fachsprache ist selten das Keyword deiner Kunden.

Fehler 2 · Nur aufs Suchvolumen schauen

Große Keywords locken, bringen aber oft die falschen Leute. In Google Ads kosten schlecht gewählte Keywords laut Google am Ende mehr Geld. In der SEO gilt dasselbe in Zeit: Für „Küche“ rankst du nie, für „Küche vom Schreiner Kosten“ schon.

Fehler 3 · Keyword-Stuffing

Das Keyword so oft wiederholen, bis der Text unnatürlich klingt — das nennt Google in seinen Spam-Richtlinien ausdrücklich als Verstoß. Eine Zielzahl für die Keyword-Dichte nennt Google nicht.

Fehler 4 · Mehrere Seiten auf dasselbe Keyword

Drei Blogartikel zu „Maßküche Kosten“ machen sich gegenseitig Konkurrenz. Leg pro Keyword eine Hauptseite fest und lass die anderen auf sie verlinken.

So findest du die richtigen Keywords

  1. Kunden zuhören. Welche Wörter fallen in Anfragen, Mails, Telefonaten? Das ist deine erste Liste.
  2. Google Search Console öffnen. Unter „Leistung“ siehst du, für welche Suchanfragen du schon auftauchst.
  3. Volumen prüfen. Der Google Keyword-Planer zeigt gerundete Durchschnittswerte über zwölf Monate. Er ist kostenlos, verlangt aber ein Google-Ads-Konto mit hinterlegten Zahlungsdaten.
  4. Intention klären. Google das Keyword selbst: Was steht oben? Ratgeber, Shops, Branchenbücher? So weißt du, welche Art Seite Google erwartet.
  5. Eine Seite, ein Hauptkeyword. Plus Varianten und verwandte Begriffe, die du natürlich im Text unterbringst.

Wer tiefer einsteigen will, nimmt SISTRIX, Ahrefs oder Semrush. Die Tools zeigen geschätzte Volumen, Konkurrenz und verwandte Begriffe. Google Trends hilft bei saisonalen Themen.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Keyword und Suchanfrage?

Das Keyword legst du fest — als Thema deiner Seite oder als Begriff in Google Ads. Die Suchanfrage ist das, was ein Nutzer tatsächlich eingibt. Viele unterschiedliche Suchanfragen können zum selben Keyword passen.

Wie viele Keywords sollte eine Seite haben?

Ein Hauptkeyword pro Seite, dazu Varianten und verwandte Begriffe. Gute Seiten ranken ohnehin für viele Suchanfragen gleichzeitig: Laut einer Ahrefs-Studie von 2017 rankte eine Seite auf Platz 1 im Median für rund 400 weitere Begriffe in den Top 10.

Brauche ich noch das Meta-Tag „keywords“?

Nein. Google nutzt das Meta-Tag „keywords“ laut eigenem SEO-Leitfaden nicht. Auch Keywords im Domainnamen oder in der URL haben allein kaum Auswirkungen auf das Ranking.

Wie oft sollte ein Keyword im Text vorkommen?

Es gibt keine Google-Zahl. Nenn das Keyword im Titel, in einer Überschrift und früh im Text, danach schreib natürlich. Yoast SEO zeigt Grün bei einer Keyphrase-Dichte zwischen 0,5 und 3 % — das ist eine Faustregel des Plugins, kein Rankingfaktor.

Lohnen sich Long-Tail-Keywords?

Für kleine Unternehmen fast immer. Sie haben wenig Konkurrenz, eine klare Absicht und bringen Besucher, die wissen, was sie wollen. In Summe macht der Long-Tail den Großteil aller Keywords aus.

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