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Bleistiftskizze zum Begriff OffPage-SEO
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OffPage-SEO

Alles, was andere über deine Website sagen: Links, Erwähnungen, Bewertungen. Der Teil von SEO, den du nicht direkt in der Hand hast — aber beeinflussen kannst.

Auch bekannt alsOff-Page-SEOOffPage-OptimierungOff-Page-OptimierungOff-Site-SEO

6 Min

Lesezeit

26.10.2026

Letzte Aktualisierung

Was ist OffPage-SEO?

Du kannst auf deiner Website schreiben, du seist der beste Steuerberater in Kiel. Glaubwürdiger wird es, wenn andere das sagen. Genau darum geht es bei OffPage-SEO: um alles, was außerhalb deiner Website passiert und Suchmaschinen zeigt, dass deine Seite vertrauenswürdig ist.

  • Backlinks: Links von anderen Websites auf deine.
  • Erwähnungen: Deine Marke wird in Artikeln, Foren oder Podcasts genannt, auch ohne Link.
  • Bewertungen: bei Google, in Branchenportalen, auf Bewertungsplattformen.
  • Einträge: in seriösen Branchenverzeichnissen und im Google-Unternehmensprofil.
  • Bekanntheit: durch PR, Social Media, Vorträge und Mundpropaganda.

Der Gegenbegriff ist OnPage-SEO: alles auf deiner eigenen Seite, von Inhalt bis Seitentitel. Wichtig: „OffPage-SEO“ ist Branchensprache. Google selbst benutzt den Begriff nicht — sagt aber einiges darüber, was zählt.

Was Google selbst dazu sagt

In seiner Erklärung, wie Suche funktioniert, nennt Google als einen Qualitätsfaktor, ob andere bekannte Websites auf einen Inhalt verlinken oder verweisen. Das sei in der Regel ein gutes Zeichen, dass die Information vertrauenswürdig ist.

Im SEO-Starter-Guide schreibt Google, dass Links mit der Zeit von selbst entstehen. Als Wege, die eigene Seite bekannt zu machen, nennt Google Social Media, Community-Arbeit, Werbung und Mundpropaganda — und warnt zugleich, dass man es mit der Eigenwerbung übertreiben und sich damit schaden kann.

Auch Googles Richtlinien für Qualitätsprüfer zeigen die Richtung: Der Ruf einer Website soll über unabhängige Quellen geprüft werden — Nachrichtenartikel, Wikipedia, Foren, Bewertungen. Widerspricht die Selbstdarstellung diesen Quellen, gelten die unabhängigen. Die Prüfer verändern das Ranking übrigens nicht direkt; ihre Bewertungen helfen Google, die Suche zu verbessern.

Was die Daten zeigen

Zwei Studien von Ahrefs zeigen, warum OffPage-SEO zählt — und wie es sich verschiebt. Beides sind Zusammenhänge, keine Beweise für Ursache und Wirkung.

Studie A · Google-Traffic (2023)

14 Milliarden Seiten im Ahrefs-Index

96,55 %

der Seiten ohne Google-Traffic

Ohne Links von außen bekommt kaum eine Seite nennenswert Traffic

Ahrefs sieht einen klaren Zusammenhang zwischen verweisenden Websites und Traffic, betont aber selbst: Korrelation ist nicht Kausalität.

Studie B · KI-Antworten (2025)

75.000 Marken und Googles AI Overviews

0,66

Zusammenhang Markenerwähnungen

0,22

Zusammenhang Backlinks

Für KI-Antworten zählen Erwähnungen stärker als reine Links

Ahrefs nennt alle Werte mäßige bis sehr schwache Zusammenhänge. Die Richtung ist trotzdem deutlich: Marke schlägt Linkzahl.

Bei lokalen Unternehmen kommen Bewertungen dazu: Laut BrightLocal-Umfrage 2026 lesen 97 % der US-Verbraucher Bewertungen lokaler Unternehmen, 71 % nutzen dafür Google.

Wo Linkspam anfängt

Google definiert Linkspam als Links, die vor allem dazu dienen, Rankings zu manipulieren. In den Spam-Richtlinien stehen ausdrücklich: Links kaufen oder verkaufen, Produkte gegen Links tauschen, übermäßiger Linktausch, automatisch erzeugte Links, Gastbeiträge und Pressemitteilungen mit optimiertem Ankertext, schwache Verzeichnisse und Forenkommentare mit Links.

Seit dem Link-Spam-Update im Dezember 2022 setzt Google dafür sein System SpamBrain ein, um den Einfluss unnatürlicher Links zu neutralisieren. Heißt: Gekaufte Links sind oft nicht nur riskant, sondern schlicht wertlos. Bezahlte Platzierungen sind erlaubt — wenn sie mit rel="sponsored" oder Nofollow gekennzeichnet sind.

Häufige Fehler

Fehler 1 · OffPage-SEO mit Linkkauf gleichsetzen

„Wir kaufen 50 Backlinks im Monat“ ist keine Strategie, sondern genau das, was Google als Spam beschreibt. OffPage-SEO heißt, Gründe zu schaffen, warum andere über dich reden.

Fehler 2 · Menge vor Herkunft

Zwanzig Einträge in Verzeichnissen, die niemand kennt, sind weniger wert als ein Artikel in der Lokalzeitung oder ein Link vom Branchenverband. Google spricht von „bekannten“ Websites, nicht von vielen.

Fehler 3 · Vorsorglich Links entwerten

Das Disavow-Tool, mit dem du dich von Links distanzierst, brauchen laut Google die meisten Websites nicht. Sinnvoll ist es nur bei vielen künstlichen Links und einer bestehenden oder drohenden manuellen Maßnahme.

Fehler 4 · Bewertungen links liegen lassen

Gerade für lokale Unternehmen sind Google-Bewertungen OffPage-SEO, das du direkt beeinflussen kannst: Nach jedem guten Auftrag um eine Bewertung bitten und jede Bewertung beantworten, auch die schlechten.

So fängst du an

  • Bestandsaufnahme: In der Google Search Console zeigt der Bericht „Links“, welche Websites am häufigsten auf dich verlinken. Mehr Details liefern Ahrefs, Semrush oder SISTRIX.
  • Erwähnungen beobachten: Google Alerts auf deinen Firmennamen. Wo du ohne Link genannt wirst, freundlich um einen bitten.
  • Lokal pflegen: Google-Unternehmensprofil vollständig, Bewertungen aktiv einsammeln.
  • Verlinkenswertes schaffen: eigene Zahlen, nützliche Vorlagen, eine klare Meinung — Dinge, die andere zitieren wollen.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen OnPage- und OffPage-SEO?

OnPage-SEO ist alles auf deiner eigenen Website: Inhalte, Seitentitel, Struktur. OffPage-SEO ist alles außerhalb: Links von anderen Websites, Erwähnungen, Bewertungen, Bekanntheit. Beides gehört zusammen.

Sind Backlinks heute noch wichtig?

Ja. Google nennt Verweise von bekannten Websites ausdrücklich als Qualitätssignal. Wie stark Links im Vergleich zu anderen Signalen wiegen, sagt Google nicht. Für KI-Antworten scheinen Markenerwähnungen laut einer Ahrefs-Studie sogar stärker zu zählen als die reine Linkzahl.

Darf ich Backlinks kaufen?

Nicht, um damit das Ranking zu beeinflussen — das ist laut Google Linkspam. Bezahlte Platzierungen sind erlaubt, wenn der Link mit rel="sponsored" oder nofollow gekennzeichnet ist.

Gehören Google-Bewertungen zu OffPage-SEO?

Ja, vor allem für lokale Unternehmen. Google nennt Bewertungen als Teil der Bekanntheit, die neben Relevanz und Entfernung das lokale Ranking bestimmt.

Wie sehe ich, wer auf meine Website verlinkt?

Kostenlos in der Google Search Console im Bericht „Links“. Die Liste ist dort begrenzt; vollständigere Daten liefern Tools wie Ahrefs, Semrush, SISTRIX oder Majestic.

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