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Bleistiftskizze zum Begriff UTM-Parameter
Tracking & Analytics

UTM-Parameter

Ein paar Zeichen am Ende eines Links entscheiden, ob dein Newsletter in Google Analytics als Erfolg auftaucht — oder als „Direct“ im Nirgendwo. So setzt du UTM-Parameter richtig.

Auch bekannt alsUTM-TagsUTM-CodesKampagnen-Parameter

5 Min

Lesezeit

27.10.2026

Letzte Aktualisierung

Was sind UTM-Parameter?

Du verschickst einen Newsletter mit Link auf dein neues Angebot. Am nächsten Tag zeigt Google Analytics viele Besuche — als „Direct“. Ob die aus deinem Newsletter kamen? Keine Ahnung. Genau dieses Problem lösen UTM-Parameter.

Es sind kleine Zusätze am Ende eines Links, nach einem Fragezeichen und mit & getrennt. Googles eigenes Beispiel sieht so aus:

Beispiel-Link

example.com/?utm_source=email_campaign&utm_medium=email&utm_campaign=summer-sale

Quelle = email_campaign · Medium = email · Kampagne = summer-sale

Klickt jemand auf diesen Link, liest Google Analytics 4 die Werte aus und ordnet den Besuch der richtigen Quelle, dem richtigen Medium und der richtigen Kampagne zu. Für den Besucher ändert sich nichts — die Seite ist dieselbe.

Welche Parameter gibt es?

Google empfiehlt, immer die ersten drei zu setzen. Der Rest ist optional.

Parameter

Bedeutung

utm_source

Woher? newsletter, linkedin, partnerseite

utm_medium

Welcher Kanal? email, social, cpc

utm_campaign

Welche Aktion? herbst-angebot

utm_content

Welcher Link genau? button-oben

utm_term

Welches bezahlte Keyword?

utm_id

Kampagnen-ID

Dazu kommen utm_source_platform (die Plattform, die den Traffic leitet), utm_creative_format und utm_marketing_tactic. Die letzten zwei wertet GA4 laut Google derzeit nicht aus. Fehlt ein Parameter, steht im Bericht „(not set)“. Die Werte findest du in GA4 unter Akquisition → Traffic-Akquisition.

Bauen musst du die Links nicht von Hand: Googles kostenloser Campaign URL Builder setzt sie zusammen, du trägst nur die Werte ein.

Warum utm_medium so wichtig ist

GA4 sortiert jeden Besuch in eine Standard-Channelgruppe ein: Email, Organic Social, Paid Search und so weiter. Das passiert über feste Regeln, die du nicht ändern kannst. Und die schauen vor allem auf das Medium.

So getaggt

Landet in GA4 als

utm_medium=email

Email

utm_source=linkedin&utm_medium=social

Organic Social

utm_source=facebook&utm_medium=paid_social

Paid Social

utm_medium=newsletter

Unassigned

utm_medium=print

Unassigned

Die Zuordnung folgt aus Googles Regeln für die Standard-Channelgruppe. „Newsletter“ als Medium kennt GA4 nicht — der Besuch landet in „Unassigned“, also nirgends. Nimm für das Medium deshalb immer Googles Standardwerte und pack deine eigenen Namen in Quelle und Kampagne.

Und bei Google Ads?

Da brauchst du keine UTM-Parameter. Google Ads hängt per Auto-Tagging selbst eine Klick-ID an den Link, die gclid. Bei neuen Konten ist das standardmäßig an. Laufen Auto-Tagging und UTM-Parameter parallel, gewinnt in GA4 die gclid: Quelle und Medium kommen dann aus dem Auto-Tagging, deine UTM-Werte werden überschrieben.

Häufige Fehler

Fehler 1 · Mal groß, mal klein

Für GA4 sind „Facebook“ und „facebook“ zwei verschiedene Quellen. Laut Google-Hilfe ist auch „SpringSale“ etwas anderes als „Spring_Sale“. Dein Kanal zerfällt dann in mehrere Zeilen. Googles Empfehlung: alles kleinschreiben und eine feste Namensliste führen.

Fehler 2 · Eigene Medium-Werte erfinden

„newsletter“, „qr“, „flyer“ — alles landet in Unassigned. Das Medium beschreibt den Kanaltyp, und dafür gibt es Standardwerte.

Fehler 3 · UTMs auf interne Links setzen

Ein Banner auf deiner eigenen Startseite mit UTM-Parametern überschreibt die echte Herkunft des Besuchers. Er kam von Google, jetzt steht da „startseite-banner“. Für interne Klicks nimmst du Ereignisse, keine UTMs.

Fehler 4 · Persönliche Daten in den Link schreiben

E-Mail-Adressen, Telefonnummern oder Namen haben in UTM-Parametern nichts zu suchen. Google verbietet das ausdrücklich, und es landet in jedem Bericht im Klartext.

So machst du es richtig

  • Eine Tabelle anlegen mit erlaubten Werten für Quelle, Medium und Kampagne.
  • Kleinschreibung und Bindestriche statt Leerzeichen.
  • Medium aus Googles Standardwerten: email, social, cpc, display, referral, affiliate.
  • Jeden Link einmal testen: klicken und in GA4 unter Echtzeit nachsehen, ob er richtig ankommt.
  • Für QR-Codes und Flyer einen getaggten Link nutzen, sonst erscheinen die Besuche als Direct.

Häufige Fragen

Welche UTM-Parameter brauche ich mindestens?

Google empfiehlt, immer utm_source, utm_medium und utm_campaign zu setzen. Damit weißt du, woher ein Besuch kam, über welchen Kanal und zu welcher Aktion er gehört.

Sind UTM-Parameter case-sensitive?

Die Werte ja: „Google“ und „google“ sind für GA4 zwei Quellen. Die Regeln für die Standard-Channelgruppe dagegen unterscheiden nicht nach Groß- und Kleinschreibung. Am sichersten ist, alles kleinzuschreiben.

Brauche ich UTM-Parameter bei Google Ads?

Nein, wenn Auto-Tagging aktiv ist. Google Ads hängt dann die gclid an, und GA4 nimmt Quelle und Medium daraus. Zusätzliche UTM-Werte werden für Quelle und Medium überschrieben.

Warum landet mein Traffic in „Unassigned“?

Meist, weil das Medium keiner Regel der Standard-Channelgruppe entspricht, etwa „newsletter“ statt „email“. Nimm für utm_medium die Standardwerte, dann ordnet GA4 den Besuch richtig zu.

Darf ich UTM-Parameter auf interne Links setzen?

Lass es. Sie überschreiben die echte Herkunft des Besuchers und verzerren deine Berichte. Für Klicks auf der eigenen Seite nutzt du Ereignisse.

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