Startseite > Lexikon > Tracking & Analytics > Conversion Linker

Bleistiftskizze zum Begriff Conversion Linker
Tracking & Analytics

Conversion Linker

Ein unscheinbares Tag im Google Tag Manager, ohne das Google Ads deine Verkäufe oft keiner Anzeige zuordnen kann. Es merkt sich den Klick — damit die Conversion später weiß, woher sie kam.

Auch bekannt alsConversion-VerknüpfungConversion-Linker-Tag

5 Min

Lesezeit

27.10.2026

Letzte Aktualisierung

Was ist der Conversion Linker?

Jemand klickt auf deine Google-Anzeige, stöbert auf drei Seiten herum und kauft dann. Woher weiß Google Ads, dass genau dieser Klick zum Kauf geführt hat? Dafür sorgt der Conversion Linker.

Wenn Google Ads die automatische Tag-Kennzeichnung nutzt, hängt es an jeden Klick eine Kennung an die Adresse, die GCLID (Google Click Identifier), etwa ?gclid=123xyz. Der Conversion Linker liest sie auf der Landingpage aus und legt sie in einem Cookie auf deiner eigenen Domain ab. Feuert später auf der Danke-Seite das Conversion-Tag, liest es das Cookie aus und meldet: Dieser Kauf gehört zu jenem Klick.

Im deutschen Google Tag Manager heißt der Tag-Typ „Conversion-Verknüpfung“. Er arbeitet für Google Ads und für Floodlight (Campaign Manager 360). Google rät ausdrücklich davon ab, ihn abzuschalten — die Conversion-Messung werde sonst ungenauer.

Brauchst du ihn überhaupt?

Kommt drauf an, wie dein Tracking gebaut ist. Läuft auf jeder Seite schon das Google-Tag (gtag.js), übernimmt es die Aufgabe selbst. Laut Google laden Container mit Google-Ads- und Floodlight-Tags das Google-Tag inzwischen automatisch.

Setup

Linker nötig?

Google-Tag auf allen Seiten

nein, erledigt das selbst

Nur Tag Manager mit Ads-Tags

ja, auf allen Seiten

Server-Container

ja, eigenes Tag dort

Werbe-Cookies abgelehnt

setzt kein Cookie

Im Zweifel schadet das Tag nicht. Wichtig ist nur: Es muss auf jeder Seite feuern, auf der Besucher nach einem Anzeigenklick landen können — in der Praxis also mit dem Trigger „Alle Seiten“.

Was technisch passiert

  • Cookies: Die Klickdaten landen in Cookies mit dem Präfix _gcl_, zum Beispiel _gcl_aw, und zusätzlich im lokalen Speicher des Browsers.
  • Domain: Standard ist die oberste Domain. Für blog.example.com setzt das Tag das Cookie auf example.com.
  • Laufzeit: Laut Googles Cookie-Liste 90 Tage — sofern der Browser sie lässt.
  • Mehrere Domains: Mit der Option „Domainübergreifende Verknüpfung“ gibt das Tag die Klickdaten per URL-Parameter an verknüpfte Domains weiter, etwa vom Shop zur Bezahlseite.

Conversion Linker und Einwilligung

Mit dem Consent Mode steuerst du, ob der Linker schreiben darf. Lehnt ein Besucher Werbe-Cookies ab (ad_storage verweigert), setzt das Tag laut Google keine neuen Werbe-Cookies und liest keine bestehenden.

Für diesen Fall gibt es das URL-Passthrough: Die Klickinformationen wandern dann über Parameter in der Adresse von Seite zu Seite statt über Cookies — allerdings nur innerhalb derselben Domain. Im Tag Manager schaltest du das in den Einstellungen des Conversion-Linker-Tags ein. Ob das in deinem Setup zulässig ist, klärst du mit deinem Datenschutz-Verantwortlichen.

Häufige Fehler

Fehler 1 · Nur auf der Danke-Seite auslösen

Dort ist die GCLID längst aus der Adresse verschwunden. Der Linker muss auf der Landingpage feuern, wo der Klick ankommt. Deshalb „Alle Seiten“.

Fehler 2 · Die GCLID unterwegs verlieren

Weiterleitungen, die Parameter abschneiden, oder Server, die unbekannte Parameter ablehnen, kappen die Kette. Google warnt selbst, dass ein kleiner Teil der Websites mit Parametern eine Fehlerseite zeigt. Klick deine Anzeige einmal mit angehängtem ?gclid=test durch und schau, ob er auf der Zielseite ankommt.

Fehler 3 · Cookie-Präfix ändern und vergessen

Wer im Linker ein eigenes Präfix einträgt, muss es auch in den Conversion-Tags hinterlegen. Sonst suchen die an der falschen Stelle.

Fehler 4 · gtag und Tag Manager mischen

Mal ein Snippet im Theme, mal ein Tag im Container — das führt zu doppelten oder fehlenden Daten. Google empfiehlt, sich auf eine Methode festzulegen, am besten den Tag Manager.

So richtest du ihn ein

  • Im Google Tag Manager: Tags → Neu → Tag-Typ „Conversion-Verknüpfung“.
  • Trigger „Alle Seiten“ wählen.
  • Bei mehreren Domains die domainübergreifende Verknüpfung aktivieren und die Domains eintragen.
  • Im Vorschaumodus mit Tag Assistant prüfen, ob das Tag feuert.
  • In den Entwicklertools des Browsers unter „Anwendung → Cookies“ nachsehen, ob _gcl_aw nach einem Testklick da ist.
  • Veröffentlichen.

Häufige Fragen

Brauche ich den Conversion Linker, wenn ich das Google-Tag nutze?

Nein, wenn das Google-Tag auf allen Seiten läuft. Es übernimmt die Speicherung der Klickdaten selbst. Ein zusätzlicher Conversion Linker schadet aber auch nicht.

Welche Cookies setzt der Conversion Linker?

Cookies mit dem Präfix _gcl_, etwa _gcl_aw, auf deiner eigenen Domain. Laut Google laufen sie 90 Tage. Safari kürzt per JavaScript gesetzte Cookies aber auf 7 Tage oder weniger.

Funktioniert der Conversion Linker ohne Einwilligung?

Lehnt der Besucher Werbe-Cookies im Consent Mode ab, setzt der Linker keine Cookies. Mit URL-Passthrough können Klickinformationen dann innerhalb derselben Domain über die Adresse weitergegeben werden.

Brauche ich ihn auch im Server-Container?

Ja. Wer serverseitiges Tagging nutzt, legt im Server-Container ein eigenes Conversion-Linker-Tag an, laut Google in den meisten Fällen mit dem Trigger „All pages“.

Wie verknüpfe ich Shop und Bezahlseite auf verschiedenen Domains?

Über die Option „Domainübergreifende Verknüpfung“ im Conversion-Linker-Tag. Dort trägst du die Domains ein, und das Tag hängt die Klickdaten an Links zu diesen Domains an.

Begriff teilenHat dir die Definition geholfen? Schick sie weiter.