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Bleistiftskizze: Hände schnitzen einen Stern in einen orange hervorgehobenen Stempel neben einer Reihe leerer Stempel, als Bild für ein eigenes Ereignis
Tracking & Analytics

Benutzerdefiniertes Ereignis

Wenn Google Analytics nicht von selbst misst, was dich interessiert, baust du dir ein eigenes Ereignis. Das ist schnell gemacht — und genauso schnell verbaut.

Auch bekannt alsCustom Event

4 Min

Lesezeit

30.10.2026

Letzte Aktualisierung

Was ist ein benutzerdefiniertes Ereignis?

Google Analytics 4 misst alles als Ereignis: einen Seitenaufruf, einen Scroll, einen Kauf. Ein benutzerdefiniertes Ereignis ist eines, das du selbst erfindest — weil keines der vorgefertigten passt.

GA4 kennt vier Arten von Ereignissen:

Art

Wer legt sie an?

Automatisch erfasst

GA4, ohne Zutun

Optimierte Analysen

GA4, per Schalter

Empfohlen

du, nach Googles Namen

Benutzerdefiniert

du, mit eigenem Namen

Google nennt als Beispiele eine Spende, die Nutzung einer neuen Funktion oder das Erreichen einer Bestätigungsseite. In der Entwicklerdoku steht ein Klassiker: tutorial_complete mit dem Parameter tutorial_name.

Regeln und Grenzen

Ein eigenes Ereignis ist schnell angelegt. Die Regeln dahinter sind streng, und die meisten lassen sich nachträglich nicht mehr ändern.

  • Name: höchstens 40 Zeichen, beginnt mit einem Buchstaben, nur Buchstaben, Ziffern und Unterstriche.
  • Groß- und Kleinschreibung zählt: my_event und My_Event sind zwei Ereignisse.
  • Parameter: bis zu 25 je Ereignis in der Standard-Property, Werte bis 100 Zeichen.
  • Reservierte Namen: page_view, scroll, click, session_start und andere sind tabu.
  • Anzahl: Im Web gibt es keine Grenze für eindeutige Ereignisnamen, in Apps 500 je Nutzer.

Damit ein Parameter in Berichten auftaucht, musst du ihn als benutzerdefinierte Dimension registrieren. Davon hat eine Standard-Property 50 auf Ereignisebene. Nach dem Anlegen dauert es 24 bis 48 Stunden, bis die Dimension in Berichten nutzbar ist.

So legst du ein eigenes Ereignis an

Es gibt drei Wege. Welcher passt, hängt davon ab, ob du an den Code der Website darfst.

Weg

Wann sinnvoll

Google Tag Manager

Standard, ohne Entwickler

gtag.js im Code

wenn die Website ohnehin gebaut wird

GA4-Oberfläche

aus vorhandenen Ereignissen ableiten

Im Tag Manager nimmst du den Tag-Typ „Google Analytics: GA4-Ereignis“, gibst einen Namen wie signup_newsletter ein und hängst einen Trigger an, etwa einen Klick auf den Anmelde-Button. In der GA4-Oberfläche kannst du bis zu 50 neue Ereignisse aus vorhandenen erstellen. Die gelten aber erst ab dem Moment, an dem du sie anlegst — nicht rückwirkend.

Häufige Fehler

Fehler 1 · Selbst erfinden, was Google schon kennt

newsletter_anmeldung statt sign_up, kauf statt purchase. Google schreibt selbst, es sei immer besser, vorhandene Ereignisse zu nutzen. Nur die empfohlenen füllen die fertigen Berichte. Schau zuerst in Googles Liste, dann erfinde.

Fehler 2 · Parameter nicht registriert

Das Ereignis läuft, der Parameter wird mitgeschickt — und im Bericht ist nichts zu sehen. Er fehlt als benutzerdefinierte Dimension. Den Bereich einer Dimension kannst du nach dem Speichern nicht mehr ändern, also vorher überlegen.

Fehler 3 · Wildwuchs bei den Namen

Einer schreibt Formular_Senden, der andere formular_senden, der Dritte form-send. Ergebnis: drei Ereignisse für eine Handlung. Leg eine Namensliste an, alles klein, mit Unterstrich.

Fehler 4 · Doppelt messen

Du legst ein Ereignis in der GA4-Oberfläche an, das der Code längst sendet. Dann zählt es zweimal. Google empfiehlt, vorher mit der Person zu sprechen, die den Code pflegt.

Custom Events bei Meta

Auch das Meta Pixel kennt eigene Ereignisse. Neben Standard-Events wie Purchase sendest du mit trackCustom frei benannte, die Namen dürfen bis 50 Zeichen lang sein. Daraus lassen sich Zielgruppen bilden. Benutzerdefinierte Conversions legst du im Events Manager an, bis zu 100 je Werbekonto.

Häufige Fragen

Wann brauche ich ein benutzerdefiniertes statt eines empfohlenen Ereignisses?

Nur wenn es kein passendes empfohlenes gibt. Für Anmeldung, Kauf, Login oder Suche hat Google feste Namen. Ein eigenes Ereignis lohnt sich für Dinge, die nur dein Geschäft kennt, etwa die Nutzung eines Rechners oder einen Konfigurator.

Wie lang darf der Name sein?

Höchstens 40 Zeichen. Er muss mit einem Buchstaben beginnen und darf nur Buchstaben, Ziffern und Unterstriche enthalten. Groß- und Kleinschreibung zählt. Bleib lieber deutlich unter dem Limit.

Warum sehe ich meine Parameter nicht im Bericht?

Weil du sie als benutzerdefinierte Dimension oder als Messwert registrieren musst. Das geht in der Verwaltung unter „Benutzerdefinierte Definitionen“. Danach dauert es 24 bis 48 Stunden, bis die Werte erscheinen.

Kann ich ein Ereignis ohne Code anlegen?

Ja, in der GA4-Oberfläche lassen sich neue Ereignisse aus vorhandenen ableiten, etwa aus einem Seitenaufruf mit bestimmter URL. Sie gelten aber erst ab dem Anlegen, nicht für alte Daten.

Ist ein benutzerdefiniertes Ereignis automatisch eine Conversion?

Nein. Du musst es als Schlüsselereignis markieren. Erst dann zählt es als Ziel und kann an Google Ads übergeben werden. GA4 erlaubt bis zu 30 Schlüsselereignisse je Property.

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