Was ist die Safe Zone?
Du hast ein Reel gebaut, der Preis steht groß unten drin — und im Feed sieht ihn keiner. Er liegt hinter der Bildunterschrift. Genau dafür gibt es die Safe Zone.
Hochformat-Videos und -Bilder im Format 9:16 (meist 1080 × 1920 Pixel) laufen bei Reels, Stories, TikTok und Shorts über den ganzen Bildschirm. Darüber legt die App ihre eigenen Elemente: Profilname und Bildunterschrift unten, Like-, Kommentar- und Teilen-Knöpfe rechts, oben Fortschrittsbalken oder Reiter. Bei Anzeigen kommt der Button für den Call-to-Action dazu. Die Safe Zone ist der Bereich, der frei bleibt.
Die Maße je Plattform
Meta gibt für Instagram Reels, Instagram Stories und Facebook Stories dieselbe Regel aus: 14 % oben, 35 % unten und 6 % an jeder Seite freihalten. Auf 1080 × 1920 Pixel heißt das:
Rand bei Meta
Freihalten
Oben
ca. 270 px (14 %)
Unten
ca. 670 px (35 %)
Links und rechts
je ca. 65 px (6 %)
Frei bleibt
ca. 950 × 980 px
Übrig bleibt also nur knapp die Hälfte der Fläche. Pinterest ist noch strenger: Bei 1080 × 1920 sollen oben 270, unten 790, links 65 und rechts 195 Pixel frei bleiben. TikTok nennt keine festen Werte, weil die Zone mit der Länge der Bildunterschrift und mit Zusatzformaten wächst — dafür gibt es offizielle Vorlagen zum Herunterladen. Google stellt für YouTube Shorts eine transparente Vorlage bereit, die den sicheren Bereich markiert.
Warum sich das lohnt
Meta hat 15 Split-Tests mit Reels-Anzeigen ausgewertet. Videoanzeigen mit Ton, bei denen alle wichtigen Elemente in der Safe Zone lagen, hatten 34,5 % geringere Kosten pro Ergebnis als Bildanzeigen. Kampagnen mit 9:16-Videos, Ton und Kernbotschaft in der Safe Zone wurden in Reels doppelt so oft ausgeliefert.
Das ist eine Herstellerangabe, und die Safe Zone ist dort einer von mehreren Faktoren neben Ton und Format. Die Richtung ist trotzdem klar: Was der Nutzer nicht sieht, wirkt nicht.
Häufige Fehler
Fehler 1 · Preis und Call-to-Action ganz unten
Unten liegt der größte verdeckte Streifen: Bildunterschrift, Profilname, Ton-Hinweis, bei Anzeigen der Button. Bei Meta ist das ein gutes Drittel des Bildes.
Fehler 2 · Logo in die Ecke oben
Oben sitzen Fortschrittsbalken, Profilbild oder die Reiter der App. Ein Logo direkt am Rand wird angeschnitten oder überdeckt.
Fehler 3 · Text rechts unten
Rechts läuft die Spalte mit Like, Kommentar und Teilen. Text, der dort endet, verschwindet halb hinter den Knöpfen.
Fehler 4 · Eine Vorlage für alle Plattformen
Pinterest verdeckt unten mehr als Meta, TikTok ändert die Zone mit der Länge der Bildunterschrift. Wer dasselbe Video überall ausspielt, richtet sich nach der strengsten Zone.
So gestaltest du richtig
- Vorlage zuerst: Safe-Zone-Overlay als oberste Ebene in Canva, CapCut, Figma oder Premiere legen und am Ende ausblenden.
- Kernbotschaft in die Mitte: Text, Preis, Gesicht und Produkt ins obere Mittelfeld, nicht an den Rand.
- Untertitel hochziehen: Untertitel auf rund zwei Drittel der Höhe setzen, nicht ganz nach unten.
- Hintergrund darf bluten: Bild und Farbe dürfen bis zum Rand gehen, nur Wichtiges muss innen liegen.
- Am Handy prüfen: Vor dem Veröffentlichen die Vorschau ansehen, bei Anzeigen die Platzierungsvorschau im Werbeanzeigenmanager.
Häufige Fragen
Wie groß ist die Safe Zone bei Instagram Reels?
Meta empfiehlt, oben 14 %, unten 35 % und an den Seiten je 6 % freizuhalten. Bei 1080 × 1920 Pixeln sind das rund 270 Pixel oben, 670 unten und 65 an jeder Seite.
Gilt die Safe Zone auch für normale Beiträge?
Ja, praktisch schon. Offiziell stehen die Maße in den Anzeigen-Spezifikationen, aber organische Reels und Stories werden mit fast denselben Bedienelementen überlagert.
Ist die Safe Zone bei TikTok, Reels und Shorts gleich?
Nein. Pinterest hält unten 790 Pixel frei, Meta rund 670. TikTok passt die Zone an die Länge der Bildunterschrift an. Für Videos auf mehreren Plattformen richtest du dich nach der strengsten Vorgabe.
Wo finde ich eine Vorlage?
TikTok bietet Vorlagen in der Hilfe für In-Feed-Anzeigen, Google eine PNG-Vorlage für Shorts, Meta Hilfen in Canva und Adobe Express. Lege sie als oberste Ebene über dein Motiv.
Welche Auflösung soll ich nehmen?
Das Format ist überall 9:16. Üblich sind 1080 × 1920 Pixel, Meta empfiehlt für Reels sogar 1440 × 2560. Die Safe Zone rechnest du in Prozent, dann passt sie zu jeder Auflösung.