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Bleistiftskizze zum Begriff Demand Gen
Paid Ads (SEA & Social Ads)

Demand Gen

Der Kampagnentyp in Google Ads für Leute, die noch gar nicht nach dir suchen. Demand Gen spielt Bild- und Videoanzeigen auf YouTube, in Discover und Gmail aus — und soll dabei trotzdem Conversions bringen.

Auch bekannt alsDemand-Gen-KampagneDemand Gen-Kampagne

5 Min

Lesezeit

27.10.2026

Letzte Aktualisierung

Was ist Demand Gen?

Demand Gen ist ein Kampagnentyp in Google Ads. Die Idee steckt im Namen: Nachfrage erzeugen (englisch demand generation). Statt auf jemanden zu warten, der bei Google nach „Laufschuhe kaufen“ sucht, zeigst du deine Anzeige Menschen, die gerade durch Videos oder ihren Feed scrollen.

Ausgespielt wird an diesen Stellen:

  • YouTube — vor Videos, im Feed und in Shorts
  • Discover — der Newsfeed in der Google-App
  • Gmail — in den Tabs „Werbung“ und „Soziale Netzwerke“
  • Maps — je nach Konto
  • Google Displaynetzwerk — auf Wunsch zusätzlich

Woher kommt Demand Gen?

Demand Gen hat gleich mehrere ältere Kampagnentypen geschluckt:

  • Discovery-Kampagnen: 2023 zu Demand Gen hochgestuft, die letzten wurden bis März 2024 automatisch umgestellt.
  • Videokampagnen für Aktionen: seit April 2025 nicht mehr neu anlegbar, bis April 2026 komplett umgestellt.
  • Displaykampagnen: seit Juni 2026 bietet Google ein Werkzeug zum Umzug an. Später sollen neue Displaykampagnen nur noch in Demand Gen entstehen. Einen Termin für die automatische Umstellung nennt Google noch nicht (Stand Oktober 2026).

Kurz gesagt: Wer bei Google heute mit Bildern und Videos werben will und keine Performance Max nutzt, landet fast immer bei Demand Gen. Google selbst spricht von über drei Milliarden monatlich aktiven Nutzern, die man so erreicht — eine Eigenangabe.

Demand Gen oder Performance Max?

Das ist die häufigste Frage. Beide sind stark automatisiert, aber sie machen verschiedene Jobs:

Merkmal

Demand Gen

Kanäle

nur visuelle Feeds

Suche & Shopping

nein

Zielgruppe

wählst du selbst

Kontrolle

Creatives, Kanäle, Tests

Performance Max soll laut Google Kunden über alle Google-Kanäle finden, auch in der Suche und in Shopping. Du gibst dafür viel Kontrolle ab. Demand Gen bleibt in den visuellen Umfeldern, du suchst die Zielgruppe selbst aus — auch über Lookalike-Segmente — und kannst Creatives sauber gegeneinander testen. Als Faustregel: Performance Max fängt vorhandene Nachfrage ein, Demand Gen erzeugt neue.

Wie viel Budget braucht Demand Gen?

Mehr, als viele denken. Bei Geboten auf einen Ziel-CPA empfiehlt Google ein Tagesbudget von mindestens dem 10- bis 20-Fachen des Ziel-CPA. Die Zahl schwankt je nach Hilfeseite: Die Hauptseite nennt das 10-Fache, die Entwickler-Doku das 15-Fache, die Seite zur Fehlerbehebung das 20-Fache.

Faustregel Tagesbudget

Tagesbudget ≥ Ziel-CPA × 10 bis 20

Beispiel: Ziel-CPA 30 € → Tagesbudget 300 bis 600 €

Der Grund ist die Lernphase: Der Algorithmus braucht genug Conversions, um zu verstehen, wen er ansprechen soll. Google schreibt selbst, Anzeigengruppen mit mehr als 50 Conversions liefen besser.

Beispiele aus der Praxis

Zwei veröffentlichte Fälle. Beide stammen von Google beziehungsweise einer Agentur — also mit Vorsicht genießen, unabhängige Studien gibt es dazu kaum.

Case A · Elektronik

LG, Klimaanlage, Vergleich mit Paid Social

−91 %

Kosten pro Aktion

+24 %

Conversion Rate

Dazu eine um 48 % höhere Klickrate

Google-Fallstudie, zweites Quartal 2023, verglichen mit LGs eigenen Social-Ads-Kampagnen.

Case B · Tourismus

Tourismusverband Stubai, Sommer 2025

+91 %

Conversions

−50 %

Kosten pro Conversion

Bei gleichem Budget wie im Vorjahressommer

Agentur-Fallstudie, Zielgruppe deutschsprachige Gäste. Was als Conversion zählte, ist nicht angegeben.

Häufige Fehler

Fehler 1 · Nur Video oder nur Bild

Google empfiehlt beides. Nach Googles eigenen Daten von Anfang 2024 holten Werbetreibende mit Video- und Bild-Assets 20 % mehr Conversions bei gleichem CPA heraus als mit Video allein.

Fehler 2 · Kanäle zu früh abschalten

Gmail sieht teuer aus, also raus damit? Google rät, die Kampagne als Ganzes zu bewerten. Wer alles auf einen Kanal zwingt, wird meist ineffizienter.

Fehler 3 · Ohne sauberes Conversion-Tracking starten

Ohne funktionierendes Google-Tag weiß der Algorithmus nicht, was ein Erfolg ist. Dann optimiert er ins Blaue. Erst messen, dann werben.

Für wen lohnt sich Demand Gen?

  • Du hast ein visuelles Produkt — Mode, Möbel, Reisen, Essen. Was gut aussieht, funktioniert im Feed.
  • Die Suche ist ausgereizt — deine Suchkampagnen holen schon das meiste raus, jetzt brauchst du neue Interessenten.
  • Du hast Material — mindestens ein paar gute Bilder und ein kurzes Video, gern im Hochformat für Shorts.
  • Das Budget reicht — siehe Faustregel oben.

Häufige Fragen

Was ist aus den Discovery-Kampagnen geworden?

Sie wurden 2023 zu Demand Gen hochgestuft. Bis März 2024 hat Google alle verbliebenen Discovery-Kampagnen automatisch umgestellt. Der Discover-Feed selbst bleibt als Werbeplatz erhalten.

Ersetzt Demand Gen die Displaykampagnen?

Auf Dauer ja. Seit Juni 2026 gibt es ein Werkzeug, mit dem du Displaykampagnen in Demand Gen umziehst; es übernimmt bis zu 42 Tage Leistungsdaten. Später sollen neue Displaykampagnen nur noch in Demand Gen entstehen.

Kann ich Demand Gen ohne Video nutzen?

Ja, Bildanzeigen und Karussells reichen für den Start. Ohne Video fehlen dir aber YouTube-Plätze, und Google empfiehlt die Kombination aus beidem.

Kann ich steuern, wo meine Anzeigen laufen?

Ja. Du kannst alle Google-Kanäle wählen oder einzeln YouTube, Discover, Gmail, Maps und das Displaynetzwerk ein- und ausschalten. Google rät aber, erst einmal alle laufen zu lassen.

Lohnt sich Demand Gen für kleine Unternehmen?

Wenn das Budget reicht und du gutes Bild- und Videomaterial hast, ja. Mit sehr kleinem Budget kommt der Algorithmus kaum aus der Lernphase. Dann sind Suchkampagnen meist der bessere Anfang.

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