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Bleistiftskizze zum Begriff Performance Max
Paid Ads (SEA & Social Ads)

Performance Max

PMax

Der Kampagnentyp von Google Ads, der mit einer einzigen Kampagne auf allen Google-Kanälen wirbt. Du lieferst Ziel, Budget und Material — wo die Anzeige läuft, entscheidet Googles KI.

Auch bekannt alsPerformance-Max-KampagnePerformance Max-Kampagne

4 Min

Lesezeit

26.10.2026

Letzte Aktualisierung

Was ist Performance Max?

Stell dir vor, du gibst einem Vertriebsprofi einen Korb voller Prospekte und sagst: „Bring mir Kunden.“ Wo er die verteilt, entscheidet er selbst. So arbeitet Performance Max, kurz PMax.

Google beschreibt PMax als zielbasierte Kampagne, die über eine einzige Kampagne auf das gesamte Inventar von Google Ads zugreift. Deine Anzeigen können laufen auf:

  • der Google-Suche und den Suchpartnern
  • YouTube
  • dem Displaynetzwerk
  • Discover und Gmail
  • Google Maps
  • mit Produktfeed aus dem Merchant Center auch als Shopping-Anzeigen

Du lieferst das Ziel (Umsatz, Leads, Ladenbesuche), das Budget und das Material: Texte, Bilder, Logo, am besten Videos. Gebündelt werden sie in sogenannten Asset-Gruppen. Dazu kannst du Hinweise geben, wen du suchst — Zielgruppensignale und Suchthemen. Den Rest erledigt Smart Bidding, also Googles automatische Gebotssteuerung.

Was kannst du steuern — und was nicht?

Am Anfang war PMax eine Blackbox. Inzwischen hat Google einiges nachgerüstet:

Hebel

Seit

Kanalbericht (wo lief was?)

Daten ab Juni 2025

Auszuschließende Keywords

Anfang 2025

Suchbegriffsbericht

August 2025

Suchthemen bis 50 je Asset-Gruppe

August 2025

Markenausschlüsse

verfügbar

Was du weiterhin nicht kannst: Budget auf einzelne Kanäle verteilen. Der Kanalbericht zeigt dir, wie viel auf YouTube oder in der Suche lief — umsteuern kannst du nur indirekt über Material, Ausschlüsse und Ziele.

Funktionen ändern sich bei PMax schnell. Seit Juni 2026 wandern zum Beispiel reine Display-Kampagnen in den Kampagnentyp Demand Gen. Prüf vor großen Umbauten kurz die aktuelle Google-Ads-Hilfe.

Was bringt PMax wirklich?

Laut Google erzielen Werbetreibende außerhalb des Handels mit PMax im Schnitt 27 % mehr Conversions oder Conversion-Wert bei ähnlichen Kosten pro Conversion — und zwar zusätzlich zu Suchkampagnen mit weitgehend passenden Keywords (Google-Daten, Oktober bis November 2023). Mindestens ein Video in der Kampagne bringe im Schnitt 12 % mehr Conversions.

Das sind Googles eigene Durchschnittswerte. Unabhängiger ist eine Studie von Optmyzr aus 2024 mit 9.199 Konten und knapp 25.000 PMax-Kampagnen. Die wichtigsten Befunde:

  • 82 % der Konten betreiben PMax neben anderen Kampagnentypen.
  • Konten mit weniger als 60 Conversions schnitten bei fast allen Kennzahlen schwächer ab.
  • Zielgruppensignale und Suchthemen halfen im Schnitt nicht automatisch — teils lief es ohne besser.

Heißt für dich: PMax lebt von Daten. Wer kaum Conversions hat, füttert eine KI mit zu wenig Futter.

Beispiele aus der Praxis

Zwei Szenarien mit ausgedachten, aber typischen Zahlen — sie zeigen, wann PMax passt und wann eher nicht.

Case A · Onlineshop

Gartenmöbel mit Produktfeed

240

Käufe / Monat

850

Produkte im Feed

Gute Voraussetzungen: genug Daten

Viele Conversions, ein sauberer Feed, Bilder für jedes Produkt — PMax hat hier genug Futter für Shopping, Suche und YouTube.

Case B · Dienstleister

Handwerksbetrieb, Anfrageformular

12

Anfragen / Monat

0

Videos

Eher schwierig: zu wenig Daten

Mit zwölf Anfragen im Monat lernt die Gebotssteuerung kaum. Hier bringt eine gut gebaute Suchkampagne meist mehr Kontrolle.

Häufige Fehler

Fehler 1 · Zu früh urteilen

Google rät, neue PMax-Kampagnen mindestens sechs Wochen laufen zu lassen. Nach größeren Änderungen braucht es ein bis zwei Wochen oder einen vollen Conversion-Zyklus. Wer jeden Montag Budget und Ziel verstellt, stört das Lernen.

Fehler 2 · Marken-Traffic nicht prüfen

PMax darf auch auf deinen eigenen Firmennamen werben. Diese Klicks hättest du oft ohnehin bekommen. Schau in den Suchbegriffsbericht, wie viel davon Marke ist. Markenausschlüsse und auszuschließende Keywords helfen — aber laut Optmyzr nicht immer messbar. Testen statt raten.

Fehler 3 · Dünnes Material

Drei Überschriften und ein Bild sind das Minimum, nicht das Ziel. Google empfiehlt elf und mehr Überschriften, vier und mehr Bilder je Format und Videos. Fehlt ein Video, baut Google selbst eins — selten schön.

Fehler 4 · Andere Ziele als in der Suche

Wenn PMax auf Newsletter-Anmeldungen optimiert und die Suchkampagne auf Käufe, vergleichst du Äpfel mit Birnen. Google empfiehlt, in beiden dieselben Conversion-Ziele zu nutzen.

So startest du mit PMax

  • Conversion-Tracking sauber — sonst optimiert die KI auf Müll.
  • Eine Kampagne, wenige Asset-Gruppen — lieber nach Produktgruppen als nach Lust und Laune.
  • Volles Material — alle Formate, mindestens ein Video quer, hochkant und quadratisch.
  • Ausschlüsse setzen — Marke prüfen, unpassende Suchbegriffe ausschließen.
  • Sechs Wochen Geduld — dann Kanalbericht und Suchbegriffe auswerten.

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Lernphase bei Performance Max?

Google empfiehlt, neue Kampagnen mindestens sechs Wochen laufen zu lassen, bevor du sie bewertest. Nach größeren Änderungen sind es ein bis zwei Wochen oder ein voller Conversion-Zyklus.

Welches Mindestbudget braucht PMax?

Google nennt keinen festen Betrag. Beim Einrichten schlägt Google drei Budgetstufen vor, die niedrigste gilt als empfohlenes Minimum. Wichtiger als das Budget ist, dass genug Conversions zusammenkommen, damit die Gebotssteuerung lernen kann.

Kann ich sehen, wo meine Anzeigen laufen?

Ja. Der Kanalbericht zeigt Impressionen, Klicks, Conversions und Kosten je Kanal, mit Daten ab Juni 2025. Dazu kommt der Suchbegriffsbericht für die Suchanfragen.

Ersetzt Performance Max meine Suchkampagne?

Nein. Google beschreibt PMax als Ergänzung. Passt eine Suchanfrage genau zu einem Keyword deiner Suchkampagne, hat die Suchkampagne Vorrang.

Kann ich bei PMax Keywords ausschließen?

Ja, seit 2025 auf Kampagnenebene und auch über Listen, die mehrere PMax-Kampagnen teilen. Für den eigenen Markennamen gibt es zusätzlich Markenausschlüsse.

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