Startseite > Lexikon > Paid Ads (SEA & Social Ads) > Google Merchant Center

Bleistiftskizze zum Begriff Google Merchant Center
Paid Ads (SEA & Social Ads)

Google Merchant Center

Ohne Merchant Center keine Produkte bei Google Shopping. Es ist kein Werbetool, sondern der Ort, an dem Google deine Produktdaten bekommt — kostenlos.

Auch bekannt alsMerchant CenterMerchant Center NextGMC

5 Min

Lesezeit

27.10.2026

Letzte Aktualisierung

Was ist das Google Merchant Center?

Du suchst bei Google nach „Wanderschuhe Herren“ und siehst oben Bilder mit Preis und Shopnamen. Diese Produkte kommen alle aus dem Google Merchant Center.

Dort reichen Händler ihre Produktdaten ein: Titel, Preis, Bild, Verfügbarkeit, Versand und Rückgabe. Google ordnet diese Daten dann Suchanfragen zu. Shopping-Anzeigen arbeiten laut Google mit diesen Produktdaten, nicht mit Keywords.

Merchant Center, Google Ads und Unternehmensprofil

Drei Google-Werkzeuge, drei Aufgaben:

Werkzeug

Wofür

Merchant Center

Produktdaten, Versand, Rückgabe

Google Ads

Kampagnen, Budget, Gebote

Unternehmensprofil

Standort, Öffnungszeiten, Bewertungen

Für Shopping-Anzeigen und für Performance Max mit Produkten musst du Google Ads mit dem Merchant Center verknüpfen. Shopping-Kampagnen rechnen pro Klick ab. Performance Max spielt die Produkte zusätzlich auf YouTube, Gmail, im Display-Netzwerk und in Maps aus.

Kostenlose Einträge und Shopping-Anzeigen

Viele wissen nicht: Du kannst Produkte bei Google zeigen, ohne einen Cent für Werbung auszugeben. Seit Oktober 2020 bestehen die Ergebnisse im Shopping-Tab in Europa überwiegend aus kostenlosen Produkteinträgen.

Kostenlose Einträge erscheinen laut Google im Shopping-Tab, in der Google-Suche, in Google Bilder und Lens, in Maps über das Unternehmensprofil und in Gemini. Sie sind normalerweise von selbst eingeschaltet. Einen festen Platz garantiert Google aber nicht.

Was dein Produkt-Feed braucht

Der Produkt-Feed ist die Liste deiner Produkte mit allen Angaben. Er kommt per Datei, Google-Tabelle, Shop-Plugin oder direkt von deiner Website. Diese Angaben sind für alle Produkte Pflicht:

Attribut

Was rein muss

id

eindeutige Nummer, bis 50 Zeichen

title

Produktname, bis 150 Zeichen

description

Beschreibung, bis 5.000 Zeichen

link

Adresse der Produktseite

image_link

Hauptbild

availability

auf Lager, ausverkauft …

price

Preis mit Währung, nicht 0

Dazu kommen bedingte Pflichtangaben: die Marke bei neuen Produkten, die GTIN (die Nummer unter dem Strichcode), wenn es eine gibt, und bei Kleidung in Deutschland Altersgruppe, Geschlecht und Farbe. Ab dem 31. Januar 2027 müssen Produktbilder mindestens 500 × 500 Pixel groß sein.

Neue Produkte prüft Google laut Hilfe bis zu 3 bis 5 Werktage, bevor sie als Shopping-Anzeige laufen. Plan das vor einer Aktion ein.

Häufige Fehler

Fehler 1 · Preis im Feed passt nicht zum Shop

Im Feed steht 49,90 €, auf der Produktseite 54,90 € — und Google lehnt das Produkt ab. Häufige Ursache: Aktionspreise, die im Shop enden, im Feed aber stehen bleiben. Lass den Feed deshalb automatisch aus dem Shop befüllen.

Fehler 2 · „Erst kommt immer eine Warnung“

Nicht immer. Bei schweren Verstößen gegen die Richtlinie zur falschen Darstellung sperrt Google das Konto sofort und ohne Vorwarnung. Dazu zählen falsche Kontaktdaten, verweigerte Erstattungen und Lockvogelpreise. Bei anderen Verstößen warnt Google mindestens 7 Tage vorher.

Fehler 3 · Versteckte Kosten

Versandkosten, die erst an der Kasse auftauchen, oder fehlende Rückgabe-Infos sind ein Klassiker für Sperrungen. Google will, dass der Gesamtpreis vorher klar ist. In den meisten Ländern Westeuropas sind Versandangaben ohnehin Pflicht.

Fehler 4 · Titel als Keyword-Sammlung

„Schuhe Wanderschuhe Trekking Outdoor günstig Sale“ ist kein Produkttitel. Gut ist: Marke, Produkt, wichtigste Eigenschaft, Größe oder Farbe — so, wie ein Kunde danach suchen würde.

So startest du

  • Konto anlegen und Website bestätigen — mit Impressum, Kontaktdaten und klaren Rückgaberegeln auf der Seite.
  • Shop anbinden — Shopify, WooCommerce, BigCommerce und PrestaShop haben offizielle Google-Erweiterungen.
  • Versand und Rückgabe im Merchant Center hinterlegen.
  • Diagnose prüfen — abgelehnte Produkte und Warnungen zeigt das Merchant Center je Produkt an.
  • Erst kostenlos, dann bezahlt — lauf ein paar Wochen mit kostenlosen Einträgen, bevor du Google Ads verknüpfst.

Häufige Fragen

Kostet das Google Merchant Center etwas?

Nein. Konto und kostenlose Produkteinträge sind gratis. Kosten entstehen nur, wenn du über Google Ads Shopping-Anzeigen oder Performance-Max-Kampagnen schaltest.

Brauche ich Google Ads, um Produkte bei Google zu zeigen?

Nein. Über kostenlose Einträge erscheinen deine Produkte ohne Werbebudget, etwa im Shopping-Tab und in Google Bilder. Für bezahlte Shopping-Anzeigen brauchst du zusätzlich ein verknüpftes Google-Ads-Konto.

Welche Angaben braucht mein Produkt-Feed mindestens?

ID, Titel, Beschreibung, Link zur Produktseite, Bild, Verfügbarkeit und Preis. Je nach Produkt kommen Marke, GTIN und bei Kleidung Alter, Geschlecht und Farbe dazu.

Wie lange dauert die Prüfung meiner Produkte?

Laut Google bis zu 3 bis 5 Werktage für Shopping-Anzeigen. Nach einer technischen Korrektur crawlt Google meist innerhalb von 24 bis 48 Stunden neu.

Warum wurde mein Konto wegen falscher Darstellung gesperrt?

Meist wegen fehlender oder falscher Kontaktdaten, unklarer Rückgaberegeln, versteckter Kosten oder Preisen, die nicht stimmen. Behebe die Ursache auf deiner Website und stell dann im Merchant Center einen Antrag auf Überprüfung.

Begriff teilenHat dir die Definition geholfen? Schick sie weiter.