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Bleistiftskizze zum Begriff Interne Verlinkung
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Interne Verlinkung

Die einzige Sorte Links, über die du komplett selbst bestimmst. Interne Verlinkung führt Leser und Suchmaschinen durch deine Website — und zeigt Google, welche Seiten dir wichtig sind.

Auch bekannt alsinterne LinksInternal Linkinginterne Linkstruktur

7 Min

Lesezeit

26.10.2026

Letzte Aktualisierung

Was ist interne Verlinkung?

Stell dir deine Website als Haus vor. Jede Seite ist ein Raum. Interne Links sind die Türen dazwischen. Fehlt eine Tür, steht der Raum zwar da — aber niemand kommt hinein.

Genau so sieht das Google. Die Suchmaschine findet Seiten vor allem, indem sie Links von Seiten folgt, die sie schon kennt. Googles eigene Regel ist schlicht: Jede Seite, die dir wichtig ist, braucht einen Link von mindestens einer anderen Seite deiner Website.

Interne Links sitzen an vielen Stellen:

  • Im Fließtext — der Link mitten im Satz, der zum passenden Artikel führt
  • In der Navigation — Hauptmenü, Footer, Seitenleiste
  • In der Breadcrumb — der Pfad „Startseite › Blog › Artikel“ oben auf der Seite
  • In Teaser-Listen — „Das könnte dich auch interessieren“, Kategorie-Seiten, verwandte Beiträge

Warum ist interne Verlinkung so wichtig?

Interne Links erledigen drei Jobs auf einmal:

  1. Finden: Der Crawler kommt über Links zu neuen und geänderten Seiten. Ohne Link bleibt eine Seite für ihn oft unsichtbar.
  2. Einordnen: Der Ankertext, also der klickbare Text eines Links, sagt Google, worum es auf der Zielseite geht.
  3. Gewichten: Seiten, auf die viele deiner eigenen Seiten zeigen, wirken wichtiger als Seiten mit einem einzigen Link.

Die Zahlen dazu sind Korrelationen, keine Beweise — aber sie zeigen in eine Richtung. Eine Studie von Zyppy hat 23 Millionen interne Links auf 1.800 Websites ausgewertet. Seiten mit 40 bis 44 internen Links bekamen im Schnitt rund viermal so viele Klicks aus Google wie Seiten mit null bis vier Links. Ab etwa 45 bis 50 Links fiel die Kurve wieder ab.

Der Haken an dieser Kurve: Viele Links kommen dort aus der seitenweiten Navigation, die auf alles zeigt — auch auf schwache Seiten. Mehr Links sind also nicht automatisch besser. Gute Links sind besser.

Wie sieht ein guter interner Link aus?

Ein guter Link verspricht, was hinter ihm steckt. Google nennt „hier klicken“ und „mehr lesen“ ausdrücklich als schlechte Beispiele. Gut ist ein Ankertext, der beschreibt, kurz bleibt und zur Zielseite passt.

Schwach

Besser

Mehr dazu hier.

Mehr dazu im Ratgeber zur Keyword-Recherche.

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Checkliste für Landingpages

Bild-Link ohne Alt-Text

Bild-Link mit Alt-Text, der das Ziel nennt

Googles Test dafür: Lies den Ankertext ohne den Satz drumherum. Verstehst du dann noch, wohin der Link führt? Dann passt er. Bei Bild-Links nimmt Google übrigens den Alt-Text als Ankertext.

Und technisch muss der Link ein echter Link sein: ein <a>-Element mit href-Attribut. Links, die nur per JavaScript-Klick funktionieren, kann Google nicht zuverlässig auslesen.

Beispiele aus der Praxis

Der Anbieter SearchPilot testet SEO-Änderungen mit geteilten Seitengruppen: Eine Hälfte bekommt die Änderung, die andere nicht. Zwei dieser Tests drehten sich um interne Links. Beides sind große Websites und Tests aus 2020 und 2021 — für eine kleine Seite sind das keine Prognosen, aber gute Anschauung.

Case A · Onlineshop

Lebensmittel-Shop, Kategorie-Seiten (2020)

+25 %

organischer Traffic

≈ 9.200

zusätzliche Sitzungen / Monat

Links von Ober- auf Unterkategorien, als Buttons oben auf der Seite

Der Hebel war nicht die Menge, sondern der Ort: Die Unterkategorien waren vorher kaum verlinkt.

Case B · Website-Footer

Startseite mit größerem Footer (2021)

30 → 100+

Links im Footer

+5 %

Traffic gesamt, nicht signifikant

Am Desktop +10 % mit 95 % Sicherheit, mobil nur +5 %

Mehr Footer-Links schaden nicht automatisch — viel bringen sie aber auch nicht.

Häufige Fehler

Fehler 1 · Verwaiste Seiten

Eine Seite ohne einen einzigen internen Link heißt verwaiste Seite (Orphan Page). Typisch: die Landingpage für die Kampagne, der alte Blogartikel, der aus dem Menü geflogen ist. Google findet sie schlecht, Besucher gar nicht.

Fehler 2 · Links auf Weiterleitungen und tote Seiten

Seite umbenannt, Weiterleitung gesetzt, Links vergessen. In einer Auswertung von Semrush über 150.000 Websites verlinkten über 70 % der Websites intern auf Weiterleitungen. Noch schlimmer sind Links auf gelöschte Seiten — jeder davon ist ein Broken Link.

Fehler 3 · Alles mit allem verlinken

Wer jeden Artikel auf jeden anderen verlinkt, sagt Google: Hier ist nichts wichtiger als der Rest. Google selbst formuliert es trocken: Wenn es dir zu viel vorkommt, ist es wahrscheinlich zu viel.

Fehler 4 · Sich auf Menü und Breadcrumb verlassen

Navigation zeigt die Struktur. Kontext gibt sie nicht. Der Link mitten im Satz, mit sprechendem Ankertext, erzählt Google viel mehr über die Zielseite als der zwanzigste Menüpunkt.

So baust du deine interne Verlinkung auf

  1. Wichtigste Seiten festlegen. Leistungsseiten, Cornerstone Content, Seiten mit Umsatz. Die sollen die meisten Links bekommen.
  2. Themen bündeln. Ein Grundlagenartikel in der Mitte, die Detailartikel verlinken auf ihn — und er auf sie.
  3. Bei jedem neuen Artikel zwei Richtungen denken: Wohin verlinkt er? Und welche älteren Artikel sollten jetzt auf ihn zeigen?
  4. Einmal im Quartal aufräumen. Crawl laufen lassen, Links auf Weiterleitungen und 404-Seiten umbiegen, verwaiste Seiten anbinden.

Zum Prüfen reichen am Anfang zwei Tools: der Linkbericht in der Google Search Console (kostenlos, aber nur eine Auswahl mit höchstens 1.000 Zeilen) und ein Crawler wie Screaming Frog. Ahrefs und Semrush zeigen in ihren Site-Audits zusätzlich verwaiste Seiten und Link-Chancen. Yoast SEO Premium schlägt beim Schreiben passende interne Links vor.

Häufige Fragen

Wie viele interne Links sollte ein Artikel haben?

Eine feste Zahl gibt es nicht — Google sagt ausdrücklich, dass es keine ideale Anzahl gibt. Als Startpunkt bewähren sich drei bis fünf Links im Fließtext auf wirklich passende Seiten. Entscheidend ist, dass jeder Link dem Leser weiterhilft.

Darf ich intern immer denselben Ankertext verwenden?

Ja, eine Strafe dafür ist nicht belegt. In der Zyppy-Studie hatten Seiten mit vielen unterschiedlichen Ankertexten aber mehr Traffic. Formuliere deshalb natürlich und variiere, statt jedes Mal dieselbe Phrase einzusetzen.

Was sind verwaiste Seiten und wie finde ich sie?

Verwaiste Seiten haben keinen einzigen internen Link. Du findest sie, indem du die Liste aller URLs, etwa aus der XML-Sitemap, mit den Seiten vergleichst, die ein Crawler über Links erreicht. Ahrefs und Semrush machen das im Site-Audit automatisch.

Soll ich interne Links auf nofollow setzen?

Nein. Für das gezielte Lenken von Linkkraft über internes nofollow gibt es keinen aktuellen Beleg. Wenn eine Seite nicht in Google erscheinen soll, regelst du das mit noindex — nicht über die Links darauf.

Zählen Links im Menü genauso wie Links im Text?

Beide helfen beim Finden. Links im Fließtext liefern aber mehr Kontext, weil der Text drumherum mitliest. Seitenweite Menü- und Footer-Links zeigen auf jeder Seite dasselbe und sagen deshalb wenig über die einzelne Zielseite.

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