Was ist ein Produkt-Feed?
Wenn du bei Google nach „Laufschuhe Damen“ suchst und oben Bilder mit Preisen siehst, woher weiß Google, was der Shop gerade hat und was es kostet? Aus dem Produkt-Feed.
Ein Produkt-Feed ist eine Liste aller Artikel deines Shops in einem festen Format. Je Produkt gibt es eine Zeile oder einen Eintrag mit Feldern — die Plattformen nennen sie Attribute. Daraus bauen Google Shopping, Performance Max, Meta-Katalog-Anzeigen und Microsoft Shopping ihre Anzeigen.
Google sagt inzwischen „Datenquelle“ statt „Feed“, Meta spricht von „Katalog“ oder „Datenfeed“. Gemeint ist immer dasselbe.
Welche Felder Pflicht sind
Bei Google sind diese Attribute immer Pflicht:
Attribut
Inhalt
id
eigene Artikel-ID, max. 50 Zeichen
title
Produktname, max. 150 Zeichen
description
Beschreibung, max. 5.000
link
Adresse der Produktseite
image_link
Adresse des Hauptbilds
availability
z. B. in_stock
price
z. B. 15.00 EUR
Dazu kommen Felder, die nur unter Bedingungen Pflicht sind: brand bei neuer Ware, gtin bei jedem Produkt, das eine GTIN hat, und item_group_id für Varianten in Deutschland. Bei Kleidung verlangt Google zusätzlich Farbe, Größe, Geschlecht und Altersgruppe.
Meta ist ähnlich, aber nicht gleich: Dort ist condition immer Pflicht, Titel dürfen bis 200 Zeichen lang sein, und die Verfügbarkeit heißt „in stock“ mit Leerzeichen statt „in_stock“. Wer einen Feed für beide nutzt, braucht kleine Anpassungen.
Formate und Wege zum Feed
- Datei: tabulatorgetrennt (.txt, .tsv) oder XML, bei Google bis 4 GB. Google Sheets geht auch.
- Geplanter Abruf: Google holt die Datei regelmäßig von einer Adresse (http, https, ftp oder sftp) ab.
- Shop-Plugin: Shopify mit der App „Google & YouTube“, WooCommerce mit Google for WooCommerce — beides der einfachste Einstieg.
- API: für große Kataloge die Merchant API. Die alte Content API for Shopping hat Google im August 2026 abgeschaltet.
- Automatische Datenquelle: Google liest Produktdaten aus den strukturierten Daten deiner Shopseiten, mindestens alle 24 Stunden.
Häufige Fehler
Fehler 1 · Preis im Feed ≠ Preis im Shop
Rabatt-Plugin aktiv, Feed noch nicht aktualisiert — und schon passen Feed und Produktseite nicht zusammen. Google lehnt solche Produkte ab. Halte die Abrufe deshalb mindestens täglich und prüf die Diagnose im Merchant Center.
Fehler 2 · GTIN und Marke erfinden
„Keine Marke“ als Marke oder eine geratene GTIN? Google verbietet beides ausdrücklich. Gibt es wirklich keine Kennung, etwa bei Handgemachtem, setzt du „identifier_exists“ auf „no“.
Fehler 3 · Bild getauscht, Adresse gleich
Meta erkennt ein neues Bild nur an einer neuen Bild-Adresse. Und bei Google gilt ab 31. Januar 2027: Produktbilder müssen mindestens 500 × 500 Pixel groß sein. Kleinere solltest du jetzt schon ersetzen.
Fehler 4 · Titel ohne Suchbegriffe
„Modell Ava“ sagt niemandem etwas. „Damen Laufschuh Ava, leicht, Größe 38, blau“ trifft die Suche. Der Titel ist das wichtigste Feld für die Frage, bei welchen Suchen dein Produkt erscheint.
So machst du deinen Feed besser
- Mit dem Plugin starten und die Diagnose im Merchant Center auf null Fehler bringen.
- Titel überarbeiten: Marke, Produktart, wichtigste Eigenschaft, Variante.
- Echte GTINs eintragen, wo es sie gibt.
- Gute Bilder: freigestellt, groß, ohne Werbetext.
- Feed-Tool erst bei Bedarf: Channable, Productsup oder DataFeedWatch lohnen sich, wenn du viele Kanäle oder Tausende Artikel bedienst.
Häufige Fragen
Welche Felder braucht ein Produkt-Feed für Google Shopping?
Immer Pflicht sind ID, Titel, Beschreibung, Link zur Produktseite, Bild-Link, Verfügbarkeit und Preis. Dazu je nach Produkt Marke, GTIN, Varianten-ID und bei Kleidung Farbe, Größe, Geschlecht und Altersgruppe.
Wie oft muss ich meinen Produkt-Feed aktualisieren?
Mindestens alle 30 Tage, sonst laufen die Produkte bei Google ab. Praktisch solltest du täglich aktualisieren, damit Preise und Verfügbarkeit mit dem Shop übereinstimmen. Shop-Plugins erledigen das meist von selbst.
Kann ich denselben Feed für Google und Meta nutzen?
Im Grundsatz ja, die Felder sind sehr ähnlich. Ein paar Unterschiede gibt es aber, etwa bei der Schreibweise der Verfügbarkeit und beim Zustand, der bei Meta immer Pflicht ist. Feed-Tools oder Plugins passen das je Kanal an.
Warum werden meine Produkte im Merchant Center abgelehnt?
Häufige Gründe sind abweichende Preise oder Verfügbarkeiten zwischen Feed und Shop, fehlende oder falsche GTINs, zu kleine Bilder und Platzhalter bei der Marke. Die Diagnose im Merchant Center nennt den Grund je Produkt.
Brauche ich ein Feed-Tool oder reicht das Shop-Plugin?
Für die meisten kleinen Shops reicht das Plugin. Ein Feed-Tool lohnt sich, wenn du viele Kanäle bedienst, Tausende Artikel hast oder Titel und Kategorien regelbasiert umschreiben willst.