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Bleistiftskizze: Büste im Zentrum, ringsum vier Profilkarten, orange Linien und Ring verbinden sie, zwei ähnliche Büsten abseits, als Bild für sameAs
AI-Suche & AEO/GEO

sameAs

Es gibt viele Firmen namens „Müller Bau“. Woran soll eine Suchmaschine erkennen, welche davon du bist? Die schema.org-Eigenschaft sameAs gibt ihr die Antwort.

4 Min

Lesezeit

04.11.2026

Letzte Aktualisierung

Was ist sameAs?

sameAs ist eine Eigenschaft aus dem Vokabular von schema.org, also aus der gemeinsamen Sprache für strukturierte Daten. Du nutzt sie im Code deiner Website, unsichtbar für Besucher. Sie sagt: „Diese anderen Seiten beschreiben genau mich.“

schema.org definiert sie als URL einer Referenzseite, die die Identität eines Dings eindeutig angibt. Als Beispiele nennt die Definition den Wikipedia-Artikel, den Wikidata-Eintrag oder die offizielle Website. Weil sameAs zum allgemeinsten Typ „Thing“ gehört, kannst du sie an jedem Typ verwenden, vor allem an Organization und Person.

Wofür das gut ist? Suchmaschinen denken zunehmend in Entitäten: in eindeutig unterscheidbaren Dingen statt in Wörtern. Ein Name allein ist mehrdeutig. Zusammen mit deinen Profilen auf LinkedIn, Instagram oder Wikidata wird er unverwechselbar.

So sieht sameAs im Code aus

Meist steht sameAs im Organization-Markup auf der Startseite oder der Seite „Über uns“. Google empfiehlt genau diese Platzierung; auf jeder Seite muss das Markup nicht stehen. Im JSON-LD-Format ist sameAs eine Liste von URLs:

JSON-LD, gekürzt

"sameAs": ["https://www.wikidata.org/wiki/Q…", "https://www.linkedin.com/company/…", "https://www.instagram.com/…"]

Steht im Organization-Objekt neben name, url und logo.

Bei Google ist sameAs im Organization-Markup empfohlen, nicht Pflicht. Google beschreibt die Eigenschaft als URL einer Seite auf einer anderen Website mit weiteren Informationen über deine Organisation. Auch bei Profilseiten und bei Autoren in Artikeln liest Google sameAs, um Personen eindeutig zuzuordnen.

Ziel

Passt, wenn …

Wikidata

es einen Eintrag gibt

Wikipedia

es einen Artikel gibt

LinkedIn

das Profil dir gehört

Social-Profile

eigen und aktiv

Verzeichnisse

eindeutig du

In WordPress musst du dafür meist keinen Code schreiben. Yoast SEO trägt die Social-Profile, die du in den Einstellungen hinterlegst, selbst als sameAs ins Organization-Markup ein. Andere SEO-Plugins wie Rank Math haben ähnliche Felder.

Was sameAs für KI-Suche bringt

Hier lohnt ein nüchterner Blick. Google schreibt in seiner Hilfe zu AI Overviews und AI Mode wörtlich: Es gibt kein spezielles schema.org-Markup, das du dafür ergänzen musst. Voraussetzung ist nur, dass deine Seite indexiert ist und mit Snippet angezeigt werden darf.

Trotzdem hat sameAs einen Platz in der Generative Engine Optimization. Google sagt selbst, dass Organization-Markup hilft, deine Organisation im Hintergrund von anderen zu unterscheiden. Und je eindeutiger KI-Systeme dich als Entität erkennen, desto eher ordnen sie Erwähnungen richtig zu.

Häufige Fehler

Fehler 1 · Alles verlinken, was irgendwie passt

Kundenreferenzen, Presseartikel über dich, Partnerseiten: Das sind Seiten über dich oder mit dir, aber nicht du. sameAs verlangt eine eindeutige Identität. Ein Zeitungsartikel ist keine Identität.

Fehler 2 · Die eigene Domain in sameAs

Deine Website gehört in url, nicht in sameAs. Google beschreibt sameAs ausdrücklich als Seite auf einer anderen Website.

Fehler 3 · sameAs mit @id verwechseln

@id ist ein Schlüsselwort von JSON-LD. Es gibt einem Objekt in deinem eigenen Markup eine feste Kennung, damit Artikel, Website und Autor auf dieselbe Organisation verweisen können. sameAs zeigt dagegen nach außen.

Fehler 4 · Kaputte Profile und Handles

„@meinefirma“ ist keine URL. Ein verwaister Twitter-Account von 2015 hilft auch niemandem. Google verlangt gültige URLs und den passenden Typ: Person für Menschen, Organization für Firmen.

So setzt du sameAs sauber auf

  1. Profile sammeln: Welche Seiten beschreiben eindeutig deine Firma oder dich? Nur eigene, aktive Profile.
  2. Wikidata prüfen: Gibt es einen Eintrag mit Q-Nummer? Dann gehört er an die erste Stelle.
  3. Im SEO-Plugin eintragen: etwa bei Yoast in den Einstellungen für Organisation oder Person.
  4. Testen: mit dem Test für Rich-Suchergebnisse von Google oder dem Schema Markup Validator.
  5. Abgleichen: Verlinkt auch das Profil zurück auf deine Website? Das macht die Verbindung in beide Richtungen eindeutig.

Häufige Fragen

Was gehört in sameAs und was nicht?

Hinein gehören externe Seiten, die eindeutig dieselbe Firma oder Person beschreiben: Wikidata, Wikipedia, eigene Profile auf LinkedIn, Instagram oder YouTube. Nicht hinein gehören die eigene Website, Presseartikel, Kundenreferenzen oder Partnerseiten.

Ist sameAs Pflicht für ein Knowledge Panel?

Nein. Google erstellt Knowledge Panels automatisch aus vielen Quellen im Web und nennt sameAs dabei nicht. Die Eigenschaft hilft, deine Entität eindeutig zu machen, garantiert aber kein Panel.

Was ist der Unterschied zwischen sameAs, url und @id?

url ist die Adresse deiner eigenen Website. sameAs sind externe Seiten über dieselbe Entität. @id ist eine Kennung innerhalb deines Markups, mit der verschiedene Objekte auf dieselbe Organisation oder Person verweisen.

Brauche ich einen Wikidata-Eintrag?

Nicht zwingend. Wenn deine Firma die Relevanzregeln von Wikidata erfüllt, ist ein Eintrag aber das stärkste sameAs-Ziel, weil schema.org Wikidata ausdrücklich als Quelle für eindeutige Kennungen nennt.

Hilft sameAs bei ChatGPT, Perplexity oder den AI Overviews?

Belegt ist das nicht. Google sagt, für seine KI-Funktionen sei kein spezielles Markup nötig. sameAs kann helfen, dich eindeutig als Entität erkennbar zu machen. Eine direkte Wirkung auf KI-Zitate hat bisher niemand nachgewiesen.

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