Startseite > Lexikon > SEO > Schema Markup Validator

Bleistiftskizze: Eine Hand hält eine Lupe über ein Baumdiagramm aus Kreisen, ein Kreis darin vergrößert und orange, als Bild für das Prüfen strukturierter Daten
SEO

Schema Markup Validator

Der kostenlose Prüfer des Schema.org-Projekts. Er sagt dir, ob dein Markup sauber geschrieben ist, aber nicht, ob Google daraus etwas macht.

5 Min

Lesezeit

02.11.2026

Letzte Aktualisierung

Was ist der Schema Markup Validator?

Du hast strukturierte Daten auf deine Seite gebaut. Stimmt der Code? Das beantwortet der Schema Markup Validator unter validator.schema.org. Du gibst eine URL oder ein Stück Code ein und siehst, was eine Maschine daraus liest.

Das Werkzeug gehört zum Schema.org-Projekt und ist kostenlos. Es liest die Formate JSON-LD, RDFa und Microdata und erfasst auch Daten, die per JavaScript eingefügt werden. Als Ergebnis zeigt es dir den Datengraphen, also die erkannten Objekte und ihre Eigenschaften, dazu Syntaxfehler.

Der Validator ist der Nachfolger von Googles Structured Data Testing Tool. Das begann 2010 als Rich Snippets Testing Tool. Im Mai 2021 zog die Prüfung auf eine eigene Schema.org-Adresse um. Google sagt dazu: Der Validator prüft alle auf Schema.org beruhenden Daten, ohne Warnungen zu Google-Funktionen.

Validator oder Rich Results Test?

Beide Tools nehmen eine URL oder Code an. Sie beantworten aber unterschiedliche Fragen:

Tool

Beantwortet

Validator

Ist das Markup formal sauber?

Rich Results Test

Welche Google-Darstellung ist möglich?

Dazu kommt der Umfang. Der Validator kennt das ganze Vokabular mit aktuell 826 Typen. Der Rich Results Test schaut nur auf das, was Google als Rich Result anbietet. Google selbst rät, mit dem Rich Results Test zu beginnen.

Das heißt für die Praxis: Geht es dir um Sterne, Preise oder andere Extras in Google, nimm den Rich Results Test. Geht es um Typen, die Google gar nicht darstellt, zum Beispiel einen sauberen Autor oder ein Organisationsprofil, ist der Validator das bessere Werkzeug.

So prüfst du deine Seite

  • Quelle wählen: URL eingeben oder Code einfügen. Code eignet sich für Tests vor dem Livegang.
  • Objekte ansehen: Erscheinen alle Typen, die du erwartest? Fehlt einer, wurde er nicht erkannt.
  • Fehler beheben: Syntaxfehler zuerst, denn sie können ganze Blöcke unlesbar machen.
  • Eigenschaften prüfen: Stimmen die Werte mit dem sichtbaren Inhalt überein?
  • Gegenprobe: Danach den Rich Results Test laufen lassen, wenn du eine Google-Darstellung anstrebst.

Der Aufwand lohnt sich trotz aller Einschränkungen. Google nennt Einzelfälle wie Rotten Tomatoes mit 25 % höherer Klickrate und Food Network mit 35 % mehr Besuchen durch strukturierte Daten. Das sind ältere Beispiele von Google selbst, keine Prognose für deine Seite. Sie gehören zum Markup, nicht zum Validator.

Häufige Fehler

Fehler 1 · Dem Validator allein vertrauen

Pflichtfelder für Google-Darstellungen prüft nur der Rich Results Test. Wer nur validiert, merkt nicht, dass ein Feld für das Rich Result fehlt.

Fehler 2 · Unsichtbares auszeichnen

Google verbietet Markup für Inhalte, die Leser nicht sehen. Kein Tool merkt das zuverlässig. Google schreibt selbst: Die Tests fangen technische Fehler ab, Qualitätsprobleme nicht.

Fehler 3 · Kommentare im JSON-LD

Der Rich Results Test ignoriert Kommentare, zum Standard gehören sie aber nicht. Nimm sie vor dem Livegang heraus. Das erspart dir Rätselraten bei der Fehlersuche.

Fehler 4 · Eigenes Vokabular erwarten

Andere @context-URLs ruft der Validator nicht ab. Mischst du eigene Vokabulare ein, wertet er sie nicht aus. Das heißt nicht, dass sie falsch sind, nur dass dieser Test sie nicht prüft.

Fehler 5 · Vom Markup Rankings erwarten

Dafür gibt es keinen Beleg. Google spricht nur von der Eignung für Darstellungen. Auch für AI Overviews brauchst du laut Google keine speziellen strukturierten Daten.

Wann du ihn wirklich brauchst

Bei den meisten WordPress-Seiten erzeugt Yoast die Daten automatisch. Dann musst du nicht jede Seite prüfen. Drei Momente sind sinnvoll:

  • Nach einem Relaunch: Stichprobe je Seitentyp.
  • Nach Plugin-Wechsel: Prüf, ob nichts doppelt ausgegeben wird.
  • Bei eigenem Markup: Jeder selbst geschriebene Block gehört einmal durch den Test.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Schema Markup Validator und Rich Results Test?

Der Validator prüft, ob dein Markup dem Standard entspricht, für alle Schema.org-Typen. Der Rich Results Test prüft, ob deine Seite für Google-Darstellungen geeignet ist, und schaut nur auf Typen, die Google unterstützt.

Was ist aus dem Structured Data Testing Tool geworden?

Google hat es abgelöst. Die Prüfung zog im Mai 2021 auf validator.schema.org um. Für Rich Results gibt es seitdem den Rich Results Test.

Ist der Schema Markup Validator kostenlos und von Google?

Kostenlos ja. Betrieben wird er vom Schema.org-Projekt, er läuft aber auf Googles Infrastruktur für strukturierte Daten. Google hat ihn also mitgebracht, das Ergebnis richtet sich aber nach dem Standard.

Mein Markup ist gültig, warum zeigt Google kein Rich Result?

Weil gültig nicht reicht. Der Typ muss von Google angeboten werden, die Pflichtfelder müssen stehen, die Seite muss zur Darstellung passen. Und selbst dann garantiert Google die Anzeige nicht.

Kann ich Code vor dem Livegang testen?

Ja. Der Validator und der Rich Results Test nehmen beide eingefügten Code an. So findest du Fehler, bevor sie live gehen.

Begriff teilenHat dir die Definition geholfen? Schick sie weiter.