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Bleistiftskizze: Faltkarte mit zwei Pins, der rechte orange hervorgehoben, gestrichelte Pfeile zu einem Monitor mit Suchleiste, als Bild für Bing Places
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Bing Places

Das Google Business Profile von Microsoft. Kostenlos, in einer Viertelstunde eingerichtet — und am Büro-PC wichtiger, als viele denken.

Auch bekannt alsBing Places for Business

4 Min

Lesezeit

04.11.2026

Letzte Aktualisierung

Was ist Bing Places?

Dein Google-Profil ist gepflegt, die Bewertungen stimmen, die Öffnungszeiten auch. Und bei Bing? Da steht dein Betrieb vielleicht mit alter Telefonnummer — oder gar nicht. Genau dafür gibt es Bing Places.

Microsoft beschreibt Bing Places for Business als kostenlose Plattform, auf der Unternehmen ihre Einträge anlegen und verwalten, damit sie in der Bing-Suche und auf Bing Maps erscheinen. Es ist das Gegenstück zum Google Business Profile.

  • Name, Adresse und Telefonnummer — die NAP-Daten
  • Öffnungszeiten und Sonderöffnungszeiten
  • Fotos, Logo und Website
  • Kategorien, damit Bing weiß, was du anbietest
  • Links zu deinen Social-Media-Profilen

Lohnt sich Bing überhaupt?

Über alle Geräte gerechnet hatte Bing im Oktober 2026 in Deutschland einen Suchmarktanteil von 6,4 %, Google 88,5 %. Klingt nach wenig. Spannend wird es am Desktop:

Suchmaschine

Anteil Desktop

Google

70,3 %

Bing

19,7 %

Am Desktop ist also ungefähr jede fünfte Suche eine Bing-Suche (StatCounter, Oktober 2026). Das sind vor allem Büro-PCs mit Windows und Edge, auf denen niemand die Standardsuche umgestellt hat. Wenn du an Firmen verkaufst — Handwerk für Gewerbekunden, Steuerberatung, Großhandel —, sitzen deine Kunden genau dort.

Dazu kommt: Bing führt Angaben aus Bing Places mit Daten aus anderen Quellen zusammen. Dein Betrieb kann bei Bing also schon stehen, obwohl du ihn nie angelegt hast — nur eben nicht mit den Angaben, die du willst.

So richtest du Bing Places ein

Der schnellste Weg führt über dein Google-Profil. Bing Places kann Einträge aus dem Google Business Profile importieren; laut Microsoft ist der Import seit der neuen Version schneller und überträgt Name, Öffnungszeiten und Kontaktdaten zuverlässiger.

  • Anmelden unter bing.com/forbusiness mit einem Microsoft-, Google- oder Geschäftskonto.
  • Betrieb suchen: Gibt es schon einen Eintrag, beanspruchst du ihn. Sonst legst du ihn neu an oder importierst aus Google.
  • Verifizieren: Bing schickt eine PIN — je nach Betrieb per Telefon, Post, E-Mail oder SMS. Nicht jeder Weg wird jedem angeboten.
  • Vervollständigen: Kategorien prüfen, Fotos ergänzen, Website und Öffnungszeiten kontrollieren. Das neue Empfehlungs-Werkzeug zeigt, was noch fehlt.

Häufige Fehler

Fehler 1 · Importieren und vergessen

Der Import spart Arbeit, aber nicht das Nachschauen. Kategorien kommen nicht immer sauber an, und wenn es den Betrieb bei Bing schon gab, kann ein zweiter Eintrag entstehen. Einmal im Quartal reinschauen reicht.

Fehler 2 · Die PIN im falschen Konto eingeben

Die PIN gilt nur in dem Konto, in dem die Verifizierung gestartet wurde. Hat die Agentur angefangen und du willst die Postkarte selbst eintippen, klappt das nicht. Klär vorher, wem der Eintrag gehören soll — am besten dir.

Fehler 3 · Die Telefonnummer vorher ändern

Die Verifizierung per Anruf geht nur, wenn die Nummer im vorhandenen Eintrag schon die richtige ist. Wer sie vorher ändert, wartet am Ende auf die Post.

Fehler 4 · Unterschiedliche Angaben bei Google und Bing

Steht bei Google „Hauptstraße 12“ und bei Bing „Hauptstr. 12a“, wirkt das unsauber — für Kunden und für Suchmaschinen. Gleiche NAP-Daten überall sind die Grundlage jeder Local Citation.

Bing Places im Vergleich

  • Google Business Profile: der Firmeneintrag für Google-Suche und Google Maps — und die Quelle für den Import nach Bing.
  • Apple Business Connect: der Eintrag für Apple Maps auf iPhone und Mac.
  • Bing Webmaster Tools: kümmern sich um deine Website, Indexierung und Sitemaps, nicht um den Firmeneintrag.
  • Listing-Management: Anbieter wie Yext, Uberall, Partoo oder BrightLocal verteilen deine Daten an viele Verzeichnisse auf einmal.

Häufige Fragen

Kostet Bing Places etwas?

Nein. Microsoft bietet Bing Places for Business kostenlos an. Bezahlt wird nur Werbung über Microsoft Advertising, und die ist davon getrennt.

Kann ich mein Google-Profil übernehmen?

Ja. Bing Places kann Einträge aus dem Google Business Profile importieren. Prüf danach Kategorien und Dubletten, und denk daran, dass verknüpfte Einträge über Google gepflegt werden.

Brauche ich Bing Places, wenn ich schon ein Google-Profil habe?

Es lohnt sich fast immer. Der Aufwand ist klein, und am Desktop entfällt in Deutschland rund jede fünfte Suche auf Bing. Wer Geschäftskunden hat, erreicht sie dort oft am Arbeitsplatz.

Warum steht mein Betrieb schon bei Bing, obwohl ich ihn nie angelegt habe?

Bing führt Angaben aus mehreren Quellen zu einem Eintrag zusammen. Beanspruch den Eintrag, dann kannst du die Angaben selbst korrigieren.

Wo erscheint mein Eintrag?

In der Bing-Suche und auf Bing Maps. Microsoft hat eine engere Verbindung mit Copilot angekündigt; wo der Eintrag darüber hinaus auftaucht, sagt Microsoft bisher nicht.

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