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Bleistiftskizze: Viele Angler drängen sich am großen Teich, am kleinen orangen Teich mit Fischen sitzt einer allein, Bild für Microsoft Advertising
Paid Ads (SEA & Social Ads)

Microsoft Advertising

Alle reden über Google Ads, kaum einer über die Nummer zwei. Dabei sitzt am Desktop rund jeder fünfte Suchende in Deutschland bei Bing — und dort ist deutlich weniger los.

Auch bekannt alsBing AdsMicrosoft Ads

4 Min

Lesezeit

04.11.2026

Letzte Aktualisierung

Was ist Microsoft Advertising?

Microsoft Advertising ist das Gegenstück zu Google Ads — nur eben bei Microsoft. Früher hieß die Plattform Bing Ads, und viele sagen bis heute so. Der neue Name passt besser, weil Microsoft längst nicht mehr nur Suchanzeigen verkauft.

Laut Microsoft erscheinen Suchanzeigen hier:

  • Bing — die Suchmaschine selbst, auch in Windows und Edge eingebaut
  • Partner-Suchmaschinen — unter anderem Yahoo, AOL, DuckDuckGo und Ecosia
  • Microsoft Advertising Network — Anzeigen auf MSN, Outlook, Edge und bei Partnern
  • Copilot — unter den Antworten von Microsofts KI-Assistent

Wie bei Google zahlst du pro Klick, buchst Keywords und steuerst Gebote. Shopping-Kampagnen und Performance Max gibt es auch.

Wie viel Reichweite bringt das in Deutschland?

Die Antwort hängt stark vom Gerät ab. Marktanteil von Bing in Deutschland im Oktober 2026 laut StatCounter:

Gerät

Bing

Desktop

19,7 %

Alle Geräte

6,4 %

Smartphone

0,4 %

Am Desktop ist Bing also kein Exot, sondern fast jede fünfte Suche. Am Handy spielt es praktisch keine Rolle. Dazu kommen die Partner, die StatCounter getrennt zählt — etwa Yahoo, DuckDuckGo und Ecosia mit jeweils rund ein bis zwei Prozent über alle Geräte.

Was Microsoft anders macht

Google-Ads-Import: Du kannst Kampagnen, Anzeigen, Keywords und Erweiterungen direkt aus Google Ads übernehmen — einmalig oder regelmäßig, täglich bis monatlich. Budgets lassen sich dabei pauschal anpassen. Danach solltest du prüfen, was nicht mitgekommen ist.

LinkedIn-Daten: Microsoft gehört LinkedIn. Deshalb kannst du Gebote nach Unternehmen, Branche und Berufsfeld der Suchenden anpassen — das kann außer LinkedIn selbst keine andere Plattform. Wichtig: Das schränkt die Zielgruppe nicht ein, sondern verändert nur das Gebot. Ob das in deinem Land verfügbar ist, steht in der Microsoft-Hilfe.

Anzeigen in Copilot: Unter den Antworten des KI-Assistenten stehen wenige, dafür stark passende Anzeigen mit einer kurzen Erklärung, warum sie passen. Microsoft nutzt dafür die vorhandenen Anzeigen; der empfohlene Weg ist laut Microsoft Performance Max.

Beispiele aus der Praxis

Ein IT-Dienstleister für Mittelständler bekommt die meisten Anfragen tagsüber vom Büro-PC. Er importiert seine Google-Kampagne, prüft die Gebote und hebt sie für Suchende aus seiner Zielbranche über die LinkedIn-Daten an. Geringerer Aufwand, zusätzliche Anfragen aus einer Ecke, in der die Konkurrenz oft gar nicht wirbt.

Ein Modeshop mit 85 % Handy-Besuchen testet Microsoft Advertising und sieht kaum Klicks. Das ist kein Fehler der Kampagne, sondern der Markt: Mobil sucht in Deutschland fast niemand über Bing. Hier ist das Budget bei Google, Meta oder TikTok besser aufgehoben.

Häufige Fehler

Fehler 1 · Importieren und vergessen

Die Kampagne ist in fünf Minuten drüben. Aber Gebote, Budgets und Gerätemix aus Google passen nicht automatisch. Bei Microsoft ist der Desktop-Anteil viel höher und der Wettbewerb ein anderer. Nach dem Import einmal alles durchsehen.

Fehler 2 · Den Bing-Anteil als ganze Reichweite lesen

6 % über alle Geräte klingt nach wenig. Aber die Partner kommen dazu, und bei deiner Zielgruppe kann der Desktop-Anteil viel höher liegen. Schau in GA4, wie viele deiner Besucher am Desktop kommen, bevor du urteilst.

Fehler 3 · LinkedIn-Targeting als Filter verstehen

Wer „nur Geschäftsführer“ einstellt, erreicht trotzdem alle — die Geschäftsführer bekommen nur ein höheres Gebot. Für harte Eingrenzung nach Beruf ist LinkedIn Ads die richtige Plattform.

Fehler 4 · Kein eigenes Tracking

Ohne den UET-Tag von Microsoft (Universal Event Tracking) misst die Plattform keine Conversions — und ihre automatischen Gebote arbeiten blind. Den Tag kannst du wie den Google-Tag über den Google Tag Manager einbauen.

So startest du

  • Desktop-Anteil prüfen: In GA4 nachsehen, wie viele Besucher und Conversions vom Desktop kommen.
  • Konto anlegen und UET-Tag einbauen, am besten über den Google Tag Manager.
  • Beste Google-Kampagne importieren, nicht gleich alle.
  • Nachjustieren: Gebote, Budget, Geräte und Netzwerk-Einstellungen prüfen.
  • Nach vier Wochen vergleichen: Kosten pro Conversion bei Google und Microsoft nebeneinanderlegen.

Häufige Fragen

Ist Bing Ads dasselbe wie Microsoft Advertising?

Ja. Bing Ads ist der frühere Name der Plattform. Bing bleibt der Name der Suchmaschine, die Werbeplattform heißt Microsoft Advertising, weil sie inzwischen auch Anzeigen auf MSN, Outlook und in Copilot ausspielt.

Wo erscheinen meine Anzeigen?

Laut Microsoft bei Bing, bei Partnern wie Yahoo, AOL, DuckDuckGo und Ecosia, im Microsoft Advertising Network mit MSN, Outlook und Edge sowie in Copilot. Welche Netzwerke laufen, steuerst du in den Kampagneneinstellungen.

Kann ich Google-Ads-Kampagnen übernehmen?

Ja, über den Google-Import. Kampagnen, Anzeigen, Keywords und Erweiterungen kommen weitgehend mit, einmalig oder regelmäßig. Ein geplanter Import kann aber Änderungen überschreiben, die du nur bei Microsoft gemacht hast.

Ist Microsoft Advertising günstiger als Google Ads?

Oft, weil weniger Werbetreibende um dieselben Keywords bieten. Eine verlässliche Durchschnittszahl für Deutschland gibt es nicht. Teste es mit deinen eigenen Keywords und vergleiche die Kosten pro Conversion.

Lohnt sich Microsoft Advertising neben Google Ads?

Vor allem im B2B-Geschäft und bei Zielgruppen, die viel am Desktop suchen. Dort hat Bing in Deutschland rund ein Fünftel Marktanteil. Bei überwiegend mobilen Besuchern lohnt es sich selten.

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