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Bleistiftskizze: Laborgebäude, dessen orange Rohrbündel sich zu Suchleiste, Anzeige, Dokument und Smartphone verzweigt, als Bild für Google DeepMind
KI im Marketing

Google DeepMind

Das KI-Labor von Google, aus dem Gemini kommt. Du nutzt seine Modelle längst — in der Google-Suche, in Google Ads und in Workspace —, auch wenn der Name nirgends draufsteht.

Auch bekannt alsDeepMind

5 Min

Lesezeit

07.11.2026

Letzte Aktualisierung

Was ist Google DeepMind?

Wenn du in der Google-Suche eine KI-Antwort liest, steckt meist ein Modell von Google DeepMind dahinter. Das Labor sitzt in London und gehört zum Google-Konzern Alphabet. Chef ist Demis Hassabis. Seine selbst gewählte Mission: KI verantwortungsvoll bauen, zum Nutzen der Menschheit.

Die heutige Form gibt es seit dem 20. April 2023. Damals legte Google zwei Forschungsgruppen zusammen: DeepMind und Google Brain. Google Brain hatte 2017 die Transformer-Architektur erfunden, auf der heute fast alle großen Sprachmodelle laufen.

Begriff

Was es ist

Alphabet / Google

Der Konzern

Google DeepMind

Das KI-Labor im Konzern

Gemini

Modellfamilie und App

Gemma

Offene, kleinere Modelle

Von AlphaGo bis zum Nobelpreis

DeepMind wurde 2010 in London gegründet, unter anderem von Demis Hassabis, Shane Legg und Mustafa Suleyman. Im Januar 2014 kaufte Google das Start-up. Den Preis hat Google nie genannt, Medien berichteten von rund 400 Millionen US-Dollar.

  • Oktober 2015: AlphaGo schlägt den Go-Europameister Fan Hui 5:0, der erste Sieg einer KI gegen einen Go-Profi.
  • März 2016: AlphaGo gewinnt 4:1 gegen Weltmeister Lee Sedol. Laut DeepMind sahen über 200 Millionen Menschen zu.
  • AlphaFold: sagt die 3D-Struktur von Proteinen voraus, inzwischen über 200 Millionen davon.
  • Oktober 2024: Demis Hassabis und John Jumper erhalten für AlphaFold den Chemie-Nobelpreis, gemeinsam mit David Baker.

Am 6. Dezember 2023 stellte Google Gemini vor, das erste große Modell des fusionierten Labors. Seitdem bringt DeepMind fast jeden Monat neue Versionen heraus. Stand November 2026 ist Gemini 4 die aktuelle Generation.

Wo dich DeepMind im Marketing trifft

In der Suche

AI Overviews und der AI Mode laufen auf angepassten Gemini-Modellen. Den AI Mode (deutsch: KI-Modus) gibt es seit dem 8. Oktober 2025 auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Laut Google nutzten ihn im Juli 2026 über eine Milliarde Menschen im Monat. Die Fragen dort sind im Schnitt dreimal so lang wie klassische Suchen.

In Google Ads

Performance Max erzeugt Texte und Bilder für Anzeigen mit Gemini. Laut Google starteten Werbetreibende mit dieser Asset-Erstellung mit 63 Prozent höherer Wahrscheinlichkeit mit guter oder sehr guter Anzeigeneffektivität (US-Daten, Januar 2024).

In Bild, Video und Musik

Veo erzeugt Videos, Lyria Musik, Nano Banana Bilder. Alle drei markieren ihre Ergebnisse mit SynthID, einem unsichtbaren Wasserzeichen. So lässt sich später prüfen, ob ein Bild von Google-KI stammt.

Zwei Beispiele aus der Praxis

Beispiel A · Online-Shop

Sichtbar im KI-Modus

1 Mrd.+

monatliche Nutzer im AI Mode (Juli 2026)

3×

längere Anfragen als klassische Suche

Inhalte für lange Fragen schreiben

Längere Fragen bedeuten: Der Shop braucht Seiten, die konkrete Situationen beantworten, nicht nur Produktnamen. Zahlen laut Alphabet-Quartalsberichten 2026.

Beispiel B · Dienstleister

Anzeigen mit Gemini-Assets

+63 %

Chance auf gute Anzeigeneffektivität

USA

Datenbasis Januar 2024, Englisch

Schneller zu brauchbaren Varianten

Herstellerangabe von Google. Gute Anzeigeneffektivität heißt nicht automatisch mehr Umsatz — teste die erzeugten Varianten trotzdem gegeneinander.

Häufige Fehler

Fehler 1 · „DeepMind und Gemini sind dasselbe“

DeepMind ist das Labor, Gemini das Produkt. Gemini heißt sowohl die Modellfamilie als auch die App und die KI-Funktionen in Workspace und Ads.

Fehler 2 · „Der Nobelpreis ging an DeepMind“

Ausgezeichnet wurden zwei Personen von DeepMind, Hassabis und Jumper. Die andere Hälfte ging an David Baker, der nicht zu DeepMind gehört.

Fehler 3 · „Das betrifft mich nicht, ich nutze kein Gemini“

Wer Google-Suche, Google Ads oder YouTube nutzt, arbeitet längst mit DeepMind-Modellen. Sie entscheiden mit, welche Inhalte in KI-Antworten auftauchen und welche Anzeigentexte Performance Max ausspielt.

So gehst du damit um

  1. Inhalte für KI-Antworten bauen: klare Antworten auf echte Fragen, mit Zahlen und Quellen.
  2. Automatisch erzeugte Anzeigen prüfen: Asset-Vorschläge in Performance Max vor dem Start lesen und Unpassendes ausschließen.
  3. KI-Bilder kennzeichnen: Bei Material aus Veo oder Nano Banana an die Kennzeichnungspflichten denken.
  4. Auf dem Laufenden bleiben: Modellnamen ändern sich schnell, die Grundregeln für gute Inhalte kaum.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Google DeepMind und Gemini?

Google DeepMind ist das KI-Labor von Google. Gemini ist die Modellfamilie, die es entwickelt, und zugleich der Name der App und der KI-Funktionen in Google-Produkten.

Wem gehört DeepMind?

DeepMind gehört seit Januar 2014 zu Google, heute Teil des Konzerns Alphabet. Seit April 2023 ist es mit Google Brain zu Google DeepMind zusammengelegt.

Wer leitet Google DeepMind?

Demis Hassabis, einer der Gründer von DeepMind. Er erhielt 2024 gemeinsam mit John Jumper und David Baker den Chemie-Nobelpreis.

Wofür gab es den Nobelpreis?

Für AlphaFold. Das System sagt die dreidimensionale Struktur von Proteinen voraus und hat inzwischen über 200 Millionen Strukturen berechnet. Das hilft etwa bei der Entwicklung von Medikamenten.

Woran erkenne ich KI-Bilder von Google?

Bilder, Videos und Musik aus Googles Modellen tragen SynthID, ein unsichtbares Wasserzeichen. Mit Prüfwerkzeugen von Google lässt es sich auslesen, mit bloßem Auge nicht.

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