Was ist Google Discover?
Google beschreibt Discover als Teil der Google-Suche, der Menschen Inhalte zu ihren Interessen zeigt. Der Unterschied zur normalen Suche: Niemand tippt etwas ein. Google errät aus der Web- und App-Aktivität, was jemanden interessieren könnte, und legt es ihm vor.
Im Marketing nennt man das Push statt Pull. Die Suche wartet auf eine Frage, Discover kommt von selbst.
- In der Google App unter dem Suchfeld
- Auf google.com im mobilen Browser
- Auf manchen Android-Geräten per Wischen nach rechts auf dem Startbildschirm
- Als vorgeschlagene Artikel in Chrome auf dem Handy
Nutzer steuern den Feed mit: Sie können Themen folgen, Quellen ausblenden oder Karten bewerten. Seit September 2025 können sie auch einzelnen Publishern und Creatorn direkt folgen. Neben Artikeln zeigt Discover seitdem auch Posts von X, Instagram und YouTube Shorts.
So kommen Inhalte in Discover
Anmelden musst du dich nirgends. Jede indexierte Seite, die Googles Richtlinien einhält, kommt infrage. Spezielle Tags oder strukturierte Daten braucht es nicht. Google stellt aber klar: Infrage kommen heißt nicht, dass du auch gezeigt wirst.
Anforderung
Wert
Bildbreite
mindestens 1.200 px
Bildgröße
über 300.000 Pixel
Seitenverhältnis
16:9
Robots-Angabe
max-image-preview:large
Das Vorschaubild holt sich Google aus den strukturierten Daten oder aus dem og:image. Logos und Bilder mit viel Text eignen sich schlecht. In WordPress setzt Yoast SEO die Angabe max-image-preview:large von Haus aus.
Das Discover Core Update 2026
Am 5. Februar 2026 startete Google das erste Core Update nur für Discover. Die Ziele laut Google:
- Mehr lokal relevante Inhalte von Websites aus dem Land des Nutzers
- Weniger Sensationelles und Clickbait
- Mehr tiefgehende, originelle und aktuelle Inhalte von Websites mit Expertise im Thema
Spannend ist der letzte Punkt: Google bewertet Expertise je Thema, nicht für die ganze Website. Ein Fachblog über Gartengeräte hat also beim Rasenmähen Chancen, bei Fußballnews kaum. Ausgerollt wurde das Update zuerst für englischsprachige Nutzer in den USA, andere Länder und Sprachen sollen folgen.
Wie viel Traffic Discover bringt
Für News-Seiten ist Discover riesig geworden, aber nicht stabil. Laut Daten von Chartbeat, ausgewertet für den Trendbericht 2026 des Reuters Institute, sank der Discover-Traffic zu über 2.500 Publisher-Websites im Jahr bis November 2025 um 21 %. Der Traffic aus der Suche fiel im selben Zeitraum aber um rund ein Drittel.
Discover verliert also weniger als die Suche und gewinnt dadurch an Anteil. Für Websites ohne News-Bezug gibt es keine belastbaren Zahlen. Bei den meisten KMU-Seiten bleibt Discover eine Zugabe, keine Grundlast.
Häufige Fehler
Fehler 1 · Discover mit Markup „einschalten“ wollen
Es gibt kein Discover-Tag. Was zählt, sind große Bilder, die Robots-Angabe und gute Inhalte.
Fehler 2 · Das Logo als Beitragsbild
Ein kleines oder textlastiges Bild kostet dich die große Karte im Feed. Nimm für jeden Artikel ein eigenes, aussagekräftiges Bild ab 1.200 Pixel Breite.
Fehler 3 · Clickbait für mehr Klicks
„Du wirst nicht glauben, was dann passierte“ bringt kurzfristig Klicks und langfristig Ärger. Seit dem Core Update 2026 wertet Google genau solche Inhalte gezielt ab.
Fehler 4 · Mit Discover-Traffic planen
Ein Artikel geht in Discover durch die Decke, und du baust deinen Monatsplan darauf? Der nächste Monat kann bei null liegen. Plane mit Suche, Newsletter und Social, und nimm Discover als Bonus mit.
So prüfst du deine Discover-Zahlen
In der Google Search Console gibt es unter „Leistung“ einen eigenen Bericht für Discover. Er zeigt Impressionen, Klicks und Klickrate. Je Ergebnis und Sitzung zählt nur eine Impression. Der Bericht erscheint erst, wenn deine Website eine Mindestzahl an Impressionen erreicht hat.
- Welche Themen laufen? Daraus lernst du, wofür Google dir Expertise zutraut.
- Welche Bilder laufen? Vergleich Artikel mit und ohne große Vorschau.
- Wann bricht es ein? Leg Einbrüche neben die Termine bekannter Core Updates.
Häufige Fragen
Wie komme ich mit meiner Website in Google Discover?
Anmelden kannst du dich nicht. Jede indexierte Seite, die Googles Richtlinien einhält, kommt infrage. Gute Chancen haben aktuelle, gründliche Inhalte mit großen Bildern ab 1.200 Pixel Breite und der Robots-Angabe max-image-preview:large.
Welche Bildgröße braucht Google Discover?
Für große Karten mindestens 1.200 Pixel Breite, insgesamt über 300.000 Pixel und ein Seitenverhältnis von 16:9. Dazu muss die Seite große Bildvorschauen erlauben, über max-image-preview:large.
Warum ist mein Discover-Traffic plötzlich eingebrochen?
Das kann viele Gründe haben, auch ganz ohne Fehler auf deiner Seite. Google sagt selbst, dass Discover-Traffic schwankt. Prüf trotzdem, ob ein Core Update lief, ob deine Bilder noch groß angezeigt werden und ob es in der Search Console eine manuelle Maßnahme gibt.
Wo sehe ich meine Discover-Zahlen?
In der Google Search Console unter „Leistung“ im Bericht „Discover“. Er zeigt Impressionen, Klicks und Klickrate, aber erst ab einer Mindestzahl an Impressionen.
Was ist der Unterschied zwischen Google Discover und Top Stories?
Top Stories ist ein Karussell mit aktuellen Nachrichten in den Suchergebnissen, es braucht also eine Suchanfrage. Discover ist ein Feed, der ohne Suchanfrage Inhalte nach den Interessen des Nutzers vorschlägt.