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Bleistiftskizze: Wetterfahne mit oranger Lupe, deren Pfeile auf das schiefe, vernagelte Haus unter fünf Häusern zeigen, als Bild für den Spam Score
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Spam Score

Ein SEO-Tool meldet: „Spam Score 45 %“ — und plötzlich wirkt die eigene Domain verdächtig. Was steckt hinter der Kennzahl von Moz, und warum solltest du sie nicht mit einem Urteil von Google verwechseln?

Auch bekannt alsMoz Spam Score

5 Min

Lesezeit

28.10.2026

Letzte Aktualisierung

Was ist der Spam Score?

Der Spam Score ist eine Kennzahl des SEO-Tools Moz. Er beantwortet eine Frage, die viele bei der Linkbewertung umtreibt: Sieht diese Domain aus wie eine Spam-Seite?

Moz hat dafür Millionen von Websites untersucht, die Google abgestraft oder aus dem Index geworfen hat. Ein Machine-Learning-Modell fand 27 gemeinsame Merkmale. Je mehr dieser Merkmale eine Domain teilt, desto höher der Wert, angegeben in Prozent von 1 bis 100.

Konkret bedeutet ein Spam Score von 40 %: Unter den Seiten mit ähnlichen Merkmalen hat Moz bei 40 % eine Abstrafung oder Entfernung durch Google gefunden. Die Merkmale liegen auf der Seite selbst, nicht in ihren Backlinks. Welche davon bei einer bestimmten Domain zutreffen, legt Moz nicht offen.

Spam Score und ähnliche Werte anderer Tools

Jedes große SEO-Tool hat einen eigenen Blick auf Spam. Die Werte lassen sich nicht ineinander umrechnen:

Tool

Was es bewertet

Moz Spam Score

Domain, nach Seitenmerkmalen

Semrush Toxic Score

einzelne Backlinks

Semrush Authority Score

Domain, Gesamtnote

Ahrefs

kein Spam-Wert

Semrush prüft einzelne Backlinks anhand von über 45 „toxischen“ Merkmalen. Der Authority Score von Semrush ist dagegen eine Gesamtnote, in die auch Spam-Signale einfließen. Ahrefs verzichtet bewusst auf einen Spam-Wert: Google lege nicht offen, welche Faktoren über Link-Spam entscheiden.

Was Google zu „toxischen Links“ sagt

Google ist hier sehr deutlich. In der Search-Console-Hilfe heißt es: In den meisten Fällen kann Google selbst einschätzen, welchen Links es vertraut. Das Disavow-Tool, mit dem du Links entwerten lässt, sei eine Funktion für Fortgeschrittene, die du nur mit Vorsicht nutzen sollst.

Sinnvoll ist ein Disavow laut Google nur, wenn du viele künstliche Links hast und diese zu einer manuellen Maßnahme geführt haben oder wahrscheinlich führen. John Mueller von Google schrieb 2024 sogar, das Konzept toxischer Links sei von SEO-Tools erfunden, damit man sie regelmäßig bezahlt.

Ahrefs hat das getestet: 129 als toxisch markierte Links zu drei Blogartikeln entwertet, 20 Tage beobachtet. Die Klicks sanken insgesamt um 7,1 %, die Einzelwerte schwankten in beide Richtungen. Fazit von Ahrefs: Es hat im Grunde nichts bewirkt. Eine winzige Stichprobe — aber sie passt zu dem, was Google sagt.

Häufige Fehler

Fehler 1 · Hoher Spam Score gleich Google-Strafe

Der Wert zeigt eine statistische Nähe zu Spam-Seiten. Ob Google deine Seite abstraft, siehst du nur in der Search Console unter „Manuelle Maßnahmen“ — oder an echten Einbrüchen bei Klicks und Rankings.

Fehler 2 · Links nach Spam Score disavowen

Moz selbst rät davon ab, Links nur wegen eines hohen Spam Scores zu entwerten. Ohne manuelle Maßnahme ist Disavow meist verschenkte Zeit — und im schlimmsten Fall entwertest du gute Links.

Fehler 3 · Erwarten, dass Disavow den Score senkt

Moz sieht deine Disavow-Datei nicht. Der Spam Score bleibt also gleich, egal was du bei Google einreichst.

Fehler 4 · Werte verschiedener Tools vergleichen

Ein Moz-Wert von 30 % und ein Semrush-Wert von 30 sind zwei völlig verschiedene Dinge. Bleib bei einem Tool, wenn du Entwicklungen verfolgst.

So nutzt du den Spam Score sinnvoll

  • Als Filter bei der Linksuche: Bevor du Gastbeiträge oder Kooperationen eingehst, kann ein hoher Wert ein Anlass sein, genauer hinzuschauen.
  • Selbst prüfen statt blind vertrauen: Seite öffnen. Gibt es echte Inhalte, echte Leser, ein Impressum?
  • Für die eigene Domain gelassen bleiben: Ein erhöhter Wert ist kein Notfall. Schau auf die Search Console.
  • Disavow nur bei manueller Maßnahme oder klar gekauften Links, die du nicht entfernen kannst.

Häufige Fragen

Was ist ein guter Spam Score?

Je niedriger, desto weniger ähnelt die Domain bekannten Spam-Seiten. Eine feste Grenze, ab der es gefährlich wird, gibt es nicht — der Wert ist eine Wahrscheinlichkeit, kein Urteil. Bei neuen oder kleinen Seiten fällt er oft etwas höher aus.

Schadet ein hoher Spam Score meinem Google-Ranking?

Der Wert selbst nicht, denn Google nutzt ihn nicht. Er kann aber auf Merkmale hinweisen, die auch Google stören, etwa dünne Inhalte. Ob du wirklich ein Problem hast, zeigt die Search Console.

Wie senke ich meinen Spam Score?

Indem du die Seite verbesserst: echte Inhalte, Kontaktdaten, saubere Technik, keine überladenen Werbeflächen. Disavow hilft dabei nicht, weil Moz die Datei nicht sieht. Moz aktualisiert seine Daten außerdem nur in größeren Abständen.

Sollte ich Links von Seiten mit hohem Spam Score entwerten?

In den meisten Fällen nein. Google ignoriert schlechte Links weitgehend selbst und rät zum Disavow nur bei manuellen Maßnahmen. Auch Moz empfiehlt nicht, Links allein wegen des Werts zu entwerten.

Was ist der Unterschied zwischen Moz Spam Score und Semrush Toxic Score?

Moz bewertet ganze Domains nach Merkmalen auf der Seite. Semrush bewertet einzelne Backlinks auf dein Projekt nach über 45 Merkmalen. Beide sind Schätzungen der Anbieter, keine Google-Werte.

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