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Bleistiftskizze: Smartphone mit Landschaft auf dem Display, darüber ein orange hervorgehobener Streifen mit Wellenlinie als Bild für ein Text-Overlay
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Text-Overlay

Die drei fetten Wörter über dem Reel entscheiden oft, ob jemand stehen bleibt. Text-Overlays liefern die Botschaft, auch wenn der Ton aus ist oder niemand richtig hinschaut.

Auch bekannt alsTextoverlayTexteinblendung

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Lesezeit

03.11.2026

Letzte Aktualisierung

Was ist ein Text-Overlay?

Ein Text-Overlay ist Text, der auf einem Bild oder Video liegt. Du setzt ihn im Editor der Plattform oder baust ihn fest ins Motiv ein. Der Beitragstext daneben gehört nicht dazu.

Das Overlay ist die Überschrift deines Videos. Es sagt in wenigen Wörtern, worum es geht: „3 Fehler beim Dachfenster“ oder „Nur bis Freitag: 2 für 1“. Eine feste Norm für den Begriff gibt es nicht. Meta nutzt ihn in seiner Hilfe, YouTube spricht bei Shorts ebenfalls von Text im Editor.

Warum brauchst du Text-Overlays, wenn der Ton an ist?

Hier hält sich eine alte Zahl hartnäckig: „85 % schauen ohne Ton.“ Eine Primärquelle dafür haben wir nicht gefunden. Und Meta sagt für Reels inzwischen das Gegenteil: Bei über 75 % der Reels-Aufrufe auf Instagram ist der Ton an (Meta, November 2024, Eigenangabe ohne Methodik).

Stumm geschaut wird trotzdem. In einer Umfrage von Verizon Media und Publicis Media unter 5.616 Erwachsenen in den USA gaben 2019 rund 69 % an, Videos in der Öffentlichkeit ohne Ton zu schauen. Wer im Zug sitzt, hat eben nicht immer Kopfhörer dabei.

Das Overlay brauchst du deshalb aus einem anderen Grund: Es stoppt das Scrollen. Bis der erste Satz gesprochen ist, muss die Botschaft schon stehen. Eine aktuelle unabhängige Studie speziell zu Overlays haben wir allerdings nicht gefunden. Belegt ist die Wirkung bisher nur für Untertitel: Meta nannte in älteren internen Tests 12 % längere Betrachtungszeit.

Wohin gehört der Text?

In die Safe Zone, also den Bereich, den keine Knöpfe überdecken. Für Reels-Anzeigen nennt Meta etwa diese Ränder, die frei bleiben sollen:

Rand

Frei lassen

Oben

etwa 14 %

Unten

etwa 35 %

Seiten

je etwa 6 %

Das untere Drittel ist also tabu. Dort liegen Profilsymbol, Beschreibung und Handlungsknopf. TikTok nennt keine festen Prozentwerte: Die sichere Zone hängt dort vom Format und der Länge der Beschreibung ab, die Hilfe bietet Dateien zum Prüfen an. YouTube zeigt in Shorts beim Bearbeiten Hilfslinien für den unsicheren Bereich.

Gilt die 20-Prozent-Regel noch?

Nein. Früher lehnte Facebook Anzeigenbilder mit zu viel Text ab. Diese Regel fiel laut Fachpresse im September 2020. Eine feste Grenze gibt es also nicht mehr, Meta rät aber weiter zu wenig Text im Bild.

Das ist auch ohne Regel vernünftig. Ein Overlay soll in dem Moment gelesen werden, in dem jemand vorbeiscrollt. Für alles Weitere hast du den Anzeigentext.

Welcher Kontrast ist nötig?

Einen guten Maßstab liefern die Web-Richtlinien WCAG 2.2: mindestens 4,5:1 für normalen Text, 3:1 für große Schrift. Sie sind für Webinhalte gemacht und hier nur Orientierung, zumal sich der Hintergrund im Video bewegt.

Weiß auf einem hellen, unruhigen Bild scheitert daran schnell. Leg deshalb eine Fläche hinter den Text oder gib ihm eine Kontur.

Wie sieht das in der Praxis aus?

  • Handwerker-Reel: Der Einstieg „3 Fehler beim Dachfenster“ steht oben in der sicheren Zone. Das untere Drittel bleibt frei, dazu kommen Ton und Untertitel.
  • Anzeige eines Cafés: Im Bild stehen nur Angebot und Datum, der Rest wandert in den Anzeigentext. Vor der Freigabe läuft ein Kontrast-Check, bei unruhigem Foto kommt eine Fläche dazu.

Was unterscheidet ein Text-Overlay von Untertiteln?

  • Untertitel: geben das Gesprochene als Text wieder und lassen sich oft zuschalten.
  • Text-Overlay: eine eigene Botschaft, meist fest im Bild.
  • Bauchbinde: Sonderform im unteren Bildbereich für Name und Funktion.
  • Hook: der Inhalt des Einstiegs. Ein Overlay kann ihn tragen.

Häufige Fehler

Fehler 1 · Text im unteren Drittel

Beim Schnitt sieht es gut aus, in der App liegt der Knopf drauf. Prüf die Vorschau je Platzierung, bevor du freigibst.

Fehler 2 · Zu viel Text, zu kurz eingeblendet

Wer sein Video selbst kennt, liest schneller als jeder Fremde. Lass eine unbeteiligte Person zuschauen: Kommt sie mit dem Lesen hinterher? Eine belastbare Faustregel fürs Lesetempo haben wir nicht gefunden.

Fehler 3 · Logo und Text überladen

In der Verizon-Umfrage sank die Werbeerinnerung um 12 %, wenn Logo und Untertitel zugleich zu sehen waren. Weniger gleichzeitig im Bild ist also oft mehr.

Häufige Fragen

Gilt die 20-Prozent-Regel bei Meta noch?

Nein, die feste Grenze ist laut Fachpresse seit September 2020 weg. Meta rät aber weiterhin zu wenig Text im Bild.

Wo platziere ich Text in Reels?

In der Mitte und im oberen Bereich. Meta nennt für Reels-Anzeigen etwa 14 % oben, 35 % unten und je 6 % seitlich, die frei bleiben sollen.

Text-Overlay oder Untertitel: Was brauche ich?

Am besten beides. Das Overlay fängt Aufmerksamkeit und nennt die Kernbotschaft. Untertitel machen das Gesprochene ohne Ton verständlich.

Brauche ich Overlays, wenn Reels meist mit Ton laufen?

Ja. Meta nennt über 75 % Ton an bei Instagram-Reels, trotzdem schauen viele unterwegs stumm. Und das Overlay arbeitet schon, bevor das erste Wort gesprochen ist.

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