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Tracking & Analytics

Offline-Conversion-Import

Google weiß, wer dein Formular ausgefüllt hat. Ob daraus ein Kunde wurde, weiß nur dein CRM. Der Offline-Conversion-Import schließt diese Lücke.

Auch bekannt alsOffline Conversion Import

5 Min

Lesezeit

03.11.2026

Letzte Aktualisierung

Was ist ein Offline-Conversion-Import?

Bei vielen Geschäften endet das Tracking genau dort, wo es spannend wird. Die Anfrage kommt rein, dann übernimmt der Vertrieb. Am Telefon, im Termin, im CRM. Die Werbeplattform erfährt davon nichts, sie zählt alle 100 Anfragen gleich, auch die 80 unbrauchbaren.

Der Offline-Conversion-Import schickt diese Information zurück. Der Status „qualifiziert“ oder „gewonnen“ geht aus dem CRM an Google Ads, Meta oder LinkedIn und wird dem Klick zugeordnet. „Offline“ heißt hier nur: Es passiert nach dem Klick außerhalb der Website.

So läuft der Import ab

Am Beispiel Google Ads, klassisch über die GCLID, die Klick-Kennung, die Google an die Ziel-URL hängt:

  1. Auto-Tagging einschalten, damit jeder Anzeigenklick eine GCLID mitbringt.
  2. Die GCLID in einem versteckten Formularfeld erfassen und beim Lead im CRM speichern.
  3. Im Google-Konto eine Conversion-Aktion für den Import anlegen.
  4. Statusänderungen regelmäßig hochladen, mit GCLID, Conversion-Name und Zeitpunkt.
  5. Die neue Aktion als primär setzen, sobald genug Daten da sind.

Der Upload klappt per Datei, Google Sheets, HTTPS oder SFTP. Den Datei-Import führt Google als Altweg und empfiehlt den Data Manager, der auch HubSpot und Salesforce anbindet. Programmatische Uploads ziehen seit dem 15. Juni 2026 Schritt für Schritt auf die Data Manager API um.

Neu einsteigen solltest du mit Enhanced Conversions for Leads. Das ist die laut Google verbesserte Variante: Sie gleicht zusätzlich über gehashte E-Mail oder Telefonnummer ab und ist damit robuster als die GCLID allein. Die GCLID solltest du trotzdem weiter mitsenden.

Offline-Conversion-Import je Plattform

Plattform

Weg und Frist

Google Ads

GCLID oder Hash; Zyklus laut Hilfe unter 14 bzw. 90 Tagen, je nach Quelle

Meta

Conversions API; bei Lead Ads mindestens täglicher Upload

Microsoft

MSCLKID oder Hash; Conversion der letzten 90 Tage

LinkedIn

Conversions API oder CSV; Senden möglichst sofort

Meta macht für sein Ziel „Conversion Leads“ klare Vorgaben: Lead Ads, mindestens 200 Leads im Monat und eine Zielstufe, die 1 bis 40 % der Leads innerhalb von 28 Tagen erreichen. LinkedIn empfiehlt für „Qualified Leads“ mindestens fünf qualifizierte Leads in zwei Wochen.

Welchen Status solltest du zurückspielen?

Nicht zwingend den Abschluss. Wer nur drei Verträge im Monat gewinnt, liefert der Maschine zu wenig Futter. Nimm die tiefste Stufe, die noch regelmäßig vorkommt. Das ist oft „qualifizierter Lead“ oder „Termin stattgefunden“.

Musterablauf: Klick auf die Anzeige, GCLID im versteckten Feld, Lead im CRM, Vertrieb setzt den Status auf „qualifiziert“, täglicher Upload, Gebotsstrategie auf den Ziel-CPA je qualifiziertem Lead. Ergänze wenn möglich einen Wert: Ein Abschluss über 10.000 Euro soll mehr zählen als einer über 500 Euro.

Häufige Fehler

Fehler 1 · Die Klick-ID kommt nie im CRM an

Ohne gespeicherte Kennung lässt sich nichts zuordnen. Die GCLID muss in jedem Formular erfasst werden, und ihre Groß- und Kleinschreibung darf sich nicht ändern. Prüf das mit einem Testlead, bevor du irgendetwas hochlädst.

Fehler 2 · Zu früh oder zu spät hochladen

Google will nach dem Anlegen einer Conversion-Aktion 4 bis 6 Stunden Vorlauf, Berichte folgen nach 24 bis 48 Stunden. Microsoft braucht 2 Stunden. Lange Vertriebszyklen können die Frist reißen. Dann meldest du besser eine frühere Stufe.

Fehler 3 · Doppelt zählen

Sind Formular und Import zugleich primär, optimiert das System auf beides und zählt denselben Kontakt doppelt. Stell die alte Aktion auf sekundär und vergib eine Order-ID. Google rät beim Umstieg, mehrere Conversion-Zyklen oder mindestens vier Wochen zu warten.

Fehler 4 · Einwilligung vergessen

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen GCLID-Import und Enhanced Conversions for Leads?

Der klassische Import ordnet über die Klick-Kennung zu. Enhanced Conversions for Leads nutzt zusätzlich gehashte E-Mail oder Telefonnummer aus dem Formular. Das ist laut Google robuster und klappt auch geräteübergreifend. Beides schließt sich nicht aus.

Geht das ohne Programmierung?

Ja. Zum Start reicht eine Tabelle, die du per Hand oder über Google Sheets hochlädst. Für den Dauerbetrieb lohnt sich die direkte Anbindung von HubSpot oder Salesforce oder ein Dienst wie Zapier, denn Handarbeit wird schnell vergessen.

Ab wie vielen Leads lohnt sich das?

Eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht. Meta verlangt für sein Ziel 200 Leads im Monat, LinkedIn empfiehlt fünf qualifizierte Leads in zwei Wochen. Hast du deutlich weniger, nutze die Daten erst zur Auswertung, nicht fürs automatische Bieten.

Ist eine gehashte E-Mail datenschutzrechtlich unbedenklich?

Nein. Hashing erschwert das Mitlesen, macht die Adresse aber nicht anonym. Die Plattform gleicht den Hash mit ihren eigenen Konten ab, die Person bleibt also bestimmbar. Plan das deshalb wie jede andere Datenweitergabe an einen Dritten.

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